Gran Canaria mit allen Sinnen genießen

Die Kanareninsel Gran Canaria hat viel mehr zu bieten als Sonne und den Strand von Playa del Inglés. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du Gran Canaria mit allen Sinnen genießen kannst. Komm mit mir auf eine kulinarische Reise auf die vielfältige Insel im ewigen Frühling. Du brauchst nichts weiter als Neugier und Appetit auf lokale Spezialitäten …

Meine Genussreise auf Gran Canaria kannst du bei TUI als Ausflug buchen. Er führt mich zuerst in die kleine und beschauliche Stadt Agüimes. Sie ist sehr gepflegt, mit vielen schönen Häuserfassaden in den typischen kanarischen Farben und einer kleinen Kirche. Ein Besuch des Gotteshauses lohnt sich unbedingt: Wirkt es von außen eher unscheinbar, überrascht sein opulentes Inneres umso mehr: Wände und Altar sind reichlich verziert. Der Kirchplatz ist heute mit bunten Fähnchen geschmückt, es ist mal wieder Feiertag – die Kanaren haben viele Schutzheilige und jedem ist ein Tag gewidmet.

Festlich geschmückter Platz in Agüimes.

Festlich geschmückter Platz in Agüimes.

Gotische Kirche in Arucas

Nach einem kurzen Rundgang und einem Cortado (Espresso mit einem Schuss Milch) fahren wir weiter nach Arucas. Hier gibt es auch eine Kirche und mit der verhält es sich umgekehrt: Die im gotischen Stil erbaute riesige Kirche erinnert an die Sagrada Familia in Barcelona und ist ein absoluter Touristenmagnet. Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester in Agüimes ist sie von außen wesentlich schöner als von innen.

Tapas & Co. zum Mittagessen

Nun ist es auch schon Zeit für das Mittagessen. Im Restaurant Duelas y Tapas werden wir mit einem süffigen Weißwein und ein paar Käse-Tapas bereits erwartet. Der Eingang zum Restaurant ist ein bisschen versteckt. Wenn man nicht weiß, wo man hin möchte, kann man ihn leicht übersehen. Über eine Treppe gelangen wir in den Keller.

Gotische Kirche in Arucas.

Die gotische Kirche in Arucas ist ein Touristenmagnet.

Dort gibt es viele gemütliche Sitzgelegenheiten, die Wände sind mit Weinflaschen, lokalen Spezialitäten und dem bekannten „Aruegas“-Rum dekoriert, der nur in diesem Ort produziert wird. Hier genießen wir sieben Gänge, darunter viele Tapas. Der erste Gang erinnert an italienisches Bruschetta: Es sind Scheibchen von getoastetem Weißbrot mit einer erfrischend-würzigen Paste aus Tomaten Olivenöl und natürlich Knoblauch. Danach gibt es Anchovis, kleine Sardellen in Olivenöl. Die sind traditionell sehr salzig, aber angenehm fest im Biss. Mir schmeckt’s hervorragend. Der dritte Gang ist mein persönliches Highlight: Es sind panierte Auberginenscheiben, die ganz kross frittiert und mit karamellisiertem Palmensaft beträufelt wurden. Eine etwas unbekannte Mischung aus salzig und süß – einfach lecker! Danach gibt es Papas Arrugadas, mit roter und grüner Mojo. Papas Arrugadas sind die typischen kanarischen Schrumpelkartoffeln, die mit Schale in Wasser mit reichlich Meersalz gegart werden. Und Mojo wird auf den Kanaren sowieso zu fast allen herzhaften Gerichten gereicht.

Fischkroketten mit Guacamole - super lecker.

Die Fischkroketten mit Guacamole im Duelas y Tapas schmecken super lecker.

Das Grundrezept besteht aus Knoblauch, Olivenöl, Paprika (rot oder grün) und Meersalz. Die Zutaten werden nacheinander in einem Mörser vermengt. Dann hat jeder sein Geheimrezept, um die Basis des Dips noch mit Kräutern wie beispielsweise Koriander abzuschmecken.
Danach gibt es würzige Fischkroketten mit Guacamole.

Das vorläufige Finale unsere Genussreise ist Pulled Beef mit herrlich krossen Pommes Frites. Das zarte, faserige Fleisch erinnert durch die Würzung ein wenig an Gulasch. Den Abschluss bildet Mousse de Gofio, ein angenehm süßes Mousse aus dem typischen kanarischen Maisbrei, verfeinert mit Palmensaft, Mandeln und Sahne.

Brunnen und Kaskaden in Firgas

Gut gestärkt geht es nun weiter in die Wasserhauptstadt Firgas. Brunnen und Quellen haben die Stadt berühmt gemacht. In den Supermärkten der Insel findet man abgefülltes Mineralwasser aus Firgas in sehr guter Qualität. Im Zentrum des Ortes sprudelt eine von Blumen umsäumte Wasserkaskade. Eine Treppe zeigt auf großen Fliesen jede einzelne der kanarischen Inseln in beeindruckender 3-D-Optik. In eine Wand sind verflieste Sitze eingelassen, ein sehr entspannter Ort zum Relaxen.

Stippvisite in der Geologie: Bandama-Krater

Wir besuchen den Bandama-Krater mit einem Durchmesser von rund 1000 Metern. Besonders beeindruckend ist der Blick vom Pico de Bandama auf 569 Metern in die riesige Caldera.

Wasserkaskaden in Firgas

Die Wasserkaskaden in Firgas sorgen für eine relaxte Atmosphäre.

Bis vor kurzem bewohnte ein Eremit den Krater, sein Gehöft kann ich von hier oben gut erkennen. Das letzte Mal gab es hier um 50 vor Christus vulkanische Aktivität, seitdem ist Ruhe. Übrigens wurden hier Teile vom Filmklassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ gedreht. Der Bandama-Krater ist auch unter Wanderern sehr beliebt.

Weinprobe in der Bodega „Los Lirios“

Als hätten wir schon lange nichts mehr gegessen und getrunken, werden wir nun in der Bodega Los Lirios empfangen. Es gibt Rotweine von den kanarischen Rebsorten „Listan Negro“ und „Castellano Negro“, teilweise mit einem ziemlich ansehnlichen Alkoholgehalt von über 14 %. Gut, dass es Käse dazu gibt. Und Brot. Und Oliven, Guavenmarmelade, Mojo und Rosinen. Wem es geschmeckt hat, kann die Weine und die eine oder andere selbstgemachte Spezialität im Hofladen käuflich erwerben. Mein Tipp ist ganz klar die Guavenmarmelade, die man auch als Chutney bezeichnen könnte. Sie schmeckt phantastisch zu Käse.

Weinprobe in der Bodega Los Lirios

Die Weinprobe in der Bodega Los Lirios bildet den krönenden Abschluss meiner Genussreise auf Gran Canaria.

Die Weine, die wir verköstigen, stammen alle aus dem Jahr 2018. 2019 fällt die Ernte im Weinberg der Bodega aus. Wegen der anhaltenden Trockenheit in diesem Teil der Insel tragen die Reben nicht und eine künstliche Bewässerung wäre mit zu hohen Kosten verbunden. Ein herber finanzieller Verlust für die Betreiber. Die geben sich viel Mühe, ihre Gäste mit lokalen Spezialitäten zu verwöhnen und ihnen die Kulinarik der Kanaren nahezubringen.

Alles in allem auf jeden Fall ein gelungener Ausflug, der alle Sinne anspricht. Unbedingt nachreisenswert – viel Spaß und guten Appetit dabei!

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