Farbenfrohe Häuser entlang einer felsigen Küste

Urlaub auf Kos – Griechenland erleben

Das griechische Kos ist ein beliebtes Urlaubsziel und besticht mit wunderschönen Stränden und viel Sonne. Außerdem ist das Meer auf Kos nie fern. Von der belebten Kos Stadt bis zur menschenleeren Halbinsel Kefalos findest du viele traumhafte Orte und Zeitzeugen der Geschichte. Fliege mit TUI fly auf die Insel Kos!

Zwar ist Kos deutlich kleiner als Rhodos, aber nicht weniger schön. Laut der griechischen Mythologie soll der Titan Polybotes unter der Insel Kos begraben liegen: Bevor die zwölf Götter des Olymps, geführt von Zeus, an die Macht kamen, herrschten die Titanen über die Welt. In einem Krieg kämpften die Götter gegen die Titanen und besiegten sie schließlich. Poseidon, der Gott der Meere, jagte Polybotes über die Meere und stellte ihn schließlich im griechischen Meer. Mit seinem Dreizack brach er ein Stück der Insel ab und schleuderte sie auf Polybotes, so dass er darunter begraben und somit besiegt wurde.

Die Stadt Kos und die Umgebung

Zwar ist Kos deutlich kleiner als Rhodos, aber nicht weniger schön.

Der Hafen von Kos Stadt versprüht mediterranes Flair pur.

Der belebteste Ort der Insel ist die Stadt Kos im nordöstlichen Teil der Insel. Vom Flughafen in der Inselmitte kannst du mit dem Shuttlebus direkt dorthin, für die weitere Erkundung empfehlen wir dir allerdings einen Mietwagen. So gelangst du auch an die entlegenen Flecken und bist ganz ungebunden.

Eleftherias Platz

Wer Kos Stadt erkundet, kommt am Eleftherias Platz, dem Platz der Freiheit, vorbei. Er liegt so zentral, dass du von hier deine Erkundungen der Stadt auch zu Fuß starten kannst. Am Platz liegt das archäologische Museum, in dem du Fundstücke von der Antike bis zur Zeit der Römer finden kannst. Wenn du dich für das Zeitgeschehen der Insel interessierst, lohnen sich die 6 Euro Eintrittspreis allemal.

Gegenüber findest du die Markthalle, in der viele Stände mit frischem Gemüse und Obst sowie kleine Mitbringsel angeboten werden. Eine kleine Pause kannst du in einem der kleinen Cafés oder Restaurants einlegen, die rund um die Markthalle verteilt sind.

Kastell Neratzia

Das Kastell aus der Zeit der Besetzung durch die Johanniter liegt am Mandraki-Hafen und wurde zum Schutz des Hafens errichtet. Doch schon vor dem Bau der Burg um 14. Jahrhundert sollen an diesem strategisch wichtigen Platz Verteidigungsanlagen gestanden haben.

Das Kastell besteht aus zwei Verteidigungsringen, wobei der äußere im 15. Jahrhundert ergänzt wurde, da in dieser Zeit die Bedrohung durch das osmanische Reich zunahm. Noch heute steht der äußere Ring sehr wehrhaft mit vielen Scharten und Zinnen da. Mittlerweile hat die Natur das Kastell teilweise zurückerobert, so dass es im Inneren schön grün ist und im Frühjahr hübsch blüht. Nach der Besichtigung der Anlage solltest du das kleine Museum besuchen, das nördlich zwischen den Verteidigungsringen liegt.

Ausgrabungsstätten: Agora und die westlichen Ausgrabungen

Nahe des Hafens liegt die Ausgrabungsstätte der Agora. Die Agora war in der Antike ein Versammlungs- und Marktplatz. Du kannst sie besuchen und dich an Tafeln informieren – allerdings nur auf Englisch und Griechisch.

Die Agora war in der Antike ein Versammlungs- und Marktplatz.

Erkunde die Agora mitten in Kos Stadt.

Westlich der Altstadt gibt es ein weiteres Ausgrabungsgebiet. Spannend ist hier ein Mosaik aus römischer Zeit, welches das Urteil des Paris zeigt: Eris, Göttin der Zwietracht, war einst als einzige nicht zu einer Hochzeit eingeladen. Aus Rache warf sie einen goldenen Apfel in die Menge, auf dem die Inschrift „für die Schönste“ zu finden war. Daraufhin entbrannte ein Streit zwischen Aphrodite, Athena und Hera. Zeus, höchster der Götter, entschied, dass der Königssohne Paris das Urteil fällen sollte. Natürlich versuchten die Göttinnen, ihn zu beeinflussen. Athena bot ihm Weisheit, Hera die Herrschaft über die Welt und Aphrodite die Liebe der schönsten Frau der Welt. Paris entschied sich für die Liebe und kürte somit Aphrodite zur schönsten Göttin des Olymps. Außerdem entfachte das Urteil den Krieg von Troja, da Paris Helena, die schönste Frau der Welt und Frau von König Menelaos, entführte.

Du findest viele weitere Ruinen bei den westlichen Ausgrabungen, die von der langen Geschichte des Ortes zeugen: Eine frühchristliche Basilika, das sogenannte Gymnasion, ein Ort, an dem für Wettkämpfe trainiert wurde, das Nymphäum aus dem 3. Jh. v. Chr., römische Thermen und eine römische Villa, die auch als Haus der Europa bekannt ist, da man dort ein Mosaik der Europa fand, eine Sterbliche, in die Zeus sich verliebte und sie als Stier verwandelt entführte, wie du auf dem Mosaik sehen kannst.

Asklepieion von Kos

Wenn du auf Kos Urlaub machst, kommst du um den Besuch dieser Stätte nicht herum! Die alte Anlage liegt etwas außerhalb der Stadt und erhöht, so dass du einen wunderschönen Blick auf Kos Stadt und die Küsten hast. Das Asklepieion war ein Ort, an dem Asklepios, Gott der Heilkunst, verehrt wurde. Die Anlage erstreckt sich über drei Ebenen, die über Treppen miteinander verbunden sind.

Das Asklepieion war ein Ort, an dem Asklepios, Gott der Heilkunst, verehrt wurde.

Hier behandelte einst Hippokrates seine Patienten.

Auf den drei Ebenen findest du die Reste der größten Heilstätte im antiken Griechenland. Wen wundert es da, dass auch Hippokrates in Kos Stadt lebte? Er gilt heute als Begründer der modernen Medizin und sein Wirken, besonders in Bezug auf die ärztliche Ethik, findet sich noch heute in dem Hippokratischen Eid, den viele Mediziner ablegen. In ihm schwören sie beispielsweise, ihren Patienten nicht zu schaden und verpflichten sich der Schweigepflicht.

Übrigens: In Kos Stadt findest du die Platane des Hippokrates, ein Baum, den der berühmte Arzt selbst gepflanzt und darunter unterrichtet haben soll.

Insel Kos

Die Erkundung der griechischen Insel führt dich nun weg von Kos Stadt. Auch hier finden sich viele interessante historische Stätten und Strände, die zum Verweilen und Baden einladen.

Tigaki Beach und Alikes

Einer der beliebtesten Strände ist der Tigaki Beach. Er liegt im Norden der Insel und lockt mit genug Wind für Surfer und einem flach abfallendem Strand, der sich besonders für Kinder eignet. Du kannst hier eine Liege mit Schirm mieten und so sorglos den Tag am blauen Wasser genießen. Folgst du dem Strand ein wenig in Richtung Westen, so wird er bereits leerer. Möchtest du dem Trubel am Hauptstrand entfliehen, bietet sich diese Alternative auf jeden Fall an.

Für Natur- und Vogelfreunde lohnt sich ein Besuch des Salzsees Alikes an. Dieser liegt unweit von Tigaki und ist die Heimat von unzähligen Vogelarten – im Hochsommer trocknet er allerdings aus, so dass er außerhalb der Saison ein schönerer Anblick ist.

Psalidi und Embros-Therme

Südlich von Kos Stadt kannst du der Küstenstraße folgen. Einen Zwischenhalt solltest du bei den Psalidi Wetlands machen. Dieses kleine Stück Natur ist Anflugstätte für viele Vogelarten. Im Winter ist es hier sehr feucht, wie der Name verrät, aber im Sommer trocknet die Sonne auch die Wetlands aus.

Weiter geht es zu der Embros-Therme. Die Thermalquelle liegt direkt am Meer und ist von diesem mit Steinen natürlich abgegrenzt. Das Wasser ist sehr heiß, so dass eine Abkühlung im Meer sehr wohltuend ist. Mit etwas Glück geht auch etwas Wind – durch den hohen Schwefelgehalt riecht das Thermalwasser teilweise etwas unangenehm.

Unser Tipp: Wenn du dich so richtig entspannen möchtest, kannst du vor Ort eine Massage und andere Wellnessanwendungen bekommen!

Die Inselmitte: Zia und Pyli

Zia ist ein Gebirgsdorf, das besonders für seine schöne Aussicht bekannt ist.

Zia ist bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge.

Zia ist ein Gebirgsdorf, das besonders für seine schöne Aussicht bekannt ist. 300 Meter über dem Meeresspiegel hast du einen tollen Blick über die Insel bis zum Meer, vielleicht kannst du sogar das türkische Festland entdecken? Besonders bekannt ist Zia deshalb auch für die wunderschönen Sonnenuntergänge. Allerdings kommen hier gerade in der Saison auch viele Touristen hin, so dass es sehr überlaufen sein kann. Wenn du die Aussicht dennoch genießen möchtest, kannst du die Tour nach Zia mit einem Besuch in Pyli kombinieren.

Pyli erkundest du am besten vom Brunnen am Dorfplatz aus. Hier kannst du die dörfliche Atmosphäre des Ortes fast greifen. Zu Fuß kommst du von hier zum Grab des Harmylos aus vorchristlicher Zeit. Über dem Grab befinden sich die Überreste eines Tempels und einer kleinen Kapelle aus dem Mittelalter.

Wer Lust auf noch mehr Geschichte hat fährt weiter zum Geisterdorf Paleo Pyli. Das „alte Pyli“, wie es auch genannt wird, präsentiert dir die Überreste einer Burg aus der Zeit der Byzantiner. Wenn du gut zu Fuß unterwegs bist, kannst du die Felsen erklimmen und den herrlichen Ausblick genießen – und das weniger überlaufen als in Zia. Die Häuser des ehemaligen Dorfes zerfallen immer mehr, sind aber interessant anzusehen. Neben den Wohnhäusern gibt es außerdem zwei Kirchen aus dem 11. Jahrhundert, die trotz ihres Alters noch gut erhalten sind.

Abschließend kehrst du entweder in die Taverne bei Paleo Pyli ein, oder du fährst zurück nach Pyli und probierst dich dort durch die leckeren, griechischen Gerichte.

Halbinsel Kefalos

Den Abschluss deiner Kos-Erkundung bildet die Halbinsel Kefalos. Je weiter du nach Westen fährst, umso einsamer wird es.

Paradise Beach

Der Paradise Beach ist gut erschlossen und somit einfach zu erreichen. Du kannst Liegen und Sonnenschirme mieten und wirst mit weißem Sand und herrlichem Wasser belohnt. Für die Erfrischung zwischendurch gibt es ein kleines Lokal und du kannst verschiedene Wassersportaktivitäten ausprobieren – vom Bananaboat bis zum Parasailing!

Aspri Petra

Abenteurer machen ihren nächsten Stopp bei den Höhlen von Aspri Petra. Hier fand man bei Ausgrabungen 1922 Stücke, die bis zum dritten Jahrtausend vor Christus datiert werden können! Ein bisschen klettern musst du hier schon, um in die Höhle zu gelangen, kannst aber im Anschluss auch wieder eine schöne Aussicht aufs Meer genießen.

Agios Theologos – einsame Buchten

Wenn du fernab von allem Trubel den Tag verbringen möchtest, kannst du dir eine der kleinen Buchten rund um den Strand Agios Theologos suchen. Hier ist es oft menschenleer, allerdings sind die Wellen auch stärker und wer kein geübter Schwimmer ist, hält sich lieber im flachen Wasser auf. Dafür kannst du hier den ganzen Tag keiner Menschenseele begegnen.

Unser Fazit: So klein die Insel Kos im Vergleich auch scheinen mag, umso mehr hat sie zu bieten! Freunde von Geschichte und Kultur kommen hier voll auf ihre Kosten und können gleichzeitig Natur und Leute kennenlernen.

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