Beiträge

TUI fly bildet dich zum Flugbegleiter aus.

Ausbildung bei TUI fly – Traumjob über den Wolken Teil 3

Hallo lieber Leser,

wir sind Darleen und Florian und wir haben einen Traum: Wir möchten als Flugbegleiter bei TUI fly über den Wolken arbeiten.

In den vergangenen Wochen haben wir dich auf verschiedene Stationen unserer Ausbildung mitgenommen und dir von unseren Erfahrungen und Gedanken während der Ausbildung berichtet, um vielleicht auch dich zu motivieren, diesen Traumjob über den Wolken zu ergreifen. In unserem ersten Beitrag haben wir dir von unserer Motivation für diesen Beruf und dem Bewerbungsverfahren bei TUI fly berichtet, während im zweiten Teil die Catering- und Serviceschulung sowie der Erste-Hilfe-Kurs im Vordergrund standen.

Heute wollen wir dir im dritten Teil unserer Reihe „Ausbildung bei TUI fly“ von einem großen und wichtigen Bereich unserer Ausbildung berichten. Im Folgenden wird sich alles rund um das Thema Safety and Emergency Procedures (SEP) drehen, bei dem es um die Sicherheit des Passagiers geht.

Rund zwei Wochen umfasste der Schulungsblock zu den SEP.

Zwei Wochen lang trainierten wir die Safety and Emergency Procedures, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

SEP – was stellt man sich darunter vor?

Rund zwei Wochen umfasste der Schulungsblock zu den SEP. Dieser Bereich verlangt verschiedene Checks, Vorflugkontrollen und die Einhaltung unterschiedlicher Vorschriften und Verfahrensweisen.

In der ersten Wochen lernten wir das Safety and Emergency Equipment (SEE) kennen. Für Gegenstände, wie z.B. die Sauerstoffflaschen, muss eine Vorflugkontrolle durchgeführt werden. Hier gilt es vor jedem Flug zu prüfen, ob die Sauerstoffmasken funktionsfähig, angeschlossen und staubdicht verpackt sind. Auch muss der Flaschendruck bei mindestens 1500 PSI liegen und die richtige Anzahl, Befestigung und Unterbringung der Flaschen muss stets eingehalten werden.

Das neu erlernte Wissen durften wir schließlich bei unserer Flugzeugbegehung anwenden und in kleinen Gruppen einen Safety and Emergency Equipment-Check durchführen. Wir begannen im Cockpit und besprachen die Evakuierungswege und die auszuführenden Handlungen bei einem Ausfall eines Piloten. Danach arbeiteten wir uns von der vorderen Bordküche über die Notausstiegsfenster zur hinteren Bordküche durch. Die Grundlage für den Check war die Emergency-Equipment-Checkliste, die auf jedem Flugbegleitersitzplatz hinterlegt ist.

An den darauffolgenden Tagen sind wir tiefer in die Thematik eingestiegen und widmeten uns den drei unterschiedlichen Emergency Equipment Checks. Der erste Check ist der Full Check, der immer vor dem ersten Flug des Tages, bei einem Besatzungswechsel oder wenn das Flugzeug unbeaufsichtigt war, durchgeführt wird. Der zweite Check ist der sogenannte Turnaround Check. Der Turnaround bezeichnet die Zeit, die ein Flugzeug zwischen zwei Flügen am Boden verbringt. Beim Turnaround Check überprüfen wir die Safety Cards in den Sitztaschen sowie die Schwimmwesten unter den Sitzplätzen. Der letzte Check wird als Transit Check bezeichnet, der nach jedem Umlauf durchgeführt wird. Hierbei kontrollieren wir neben den Safety Cards in den Sitztaschen sowie den Schwimmwesten unter den Sitzplätzen auch den Rutschendruck unserer Notrutsche.

Bestimmt hast du vor dem Abflug schon einmal beobachtet, wie Flugbegleiter geprüft haben, ob alle Passagiere angeschnallt sind. Das ist Teil der Cabin Clear List, die insgesamt 19 Punkte umfasst und vor jedem Abflug gecheckt wird. Weitere Punkte auf der Cabin Clear List sind zum Beispiel: 

  1. Ist das Handgepäck verstaut?
  2. Sind die Tische hochgeklappt?
  3. Sind die Sichtschutzblenden offen?
  4. Sind die Bordküchen gesichert?

Natürlich wurden wir auch über Passagiere mit besonderen Bedürfnissen aufgeklärt, wie z.B. Rollstuhlfahrer, Babys (Kinder unter 2 Jahre), alleinreisende Minderjährige und Schwangere.

Besondere Passagiere und Ernstfälle

Für bestimmte Personengruppen bestehen besondere Beförderungsbedingungen. Diese sind aus sicherheitsrelevanten Gründen nötig, dienen jedoch auch zum Eigenschutz der Passagiere.

Das neu erlernte Wissen durften wir schließlich bei unserer Flugzeugbegehung anwenden und in kleinen Gruppen einen Safety and Emergency Equipment-Check durchführen.

Die Ausbildung macht uns genauestens mit jedem Teil des Emergency Equipments vertraut.

So ist es einer schwangeren Frau ab dem ersten Tag der 37. Schwangerschaftswoche untersagt, zu fliegen. Durch die verschiedenen Druckverhältnisse könnte die Fruchtblase platzen. Zwar sind wir für den Ernstfall vorbereitet, Geburtshilfe zu leisten, aber dennoch stellt ein Flugzeug natürlich nicht die optimale Umgebung für eine Geburt dar.

Ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie Kinder und Babys dürfen nicht in den Notausgangsreihen sitzen. Im Notfall ist es wichtig, dass die Notausstiegsfenster über den Tragflächen als mögliche Evakuierungswege zugänglich bereit stehen.

In der zweiten Woche haben wir uns mit vorbereiteten und unvorbereiteten Notlandungen/Notwasserungen befasst, wo sich alles um die Themen Sauerstoff, Feuer und Evakuierung drehte.

So lernten wir verschiedenste Kommandos und standardisierte Verfahrensweisen in diesen Notsituationen. Wir erfuhren beispielsweise, wie wir eine Notrutsche manuell aufblasen und eine unbenutzte Rutsche abbauen können, um sie eventuell bei einer Notwasserung auf den Tragflächen anzubringen. Unsere Kommandos haben wir so sehr verinnerlicht, dass man uns nachts um drei Uhr hätte wecken können und wir diese prompt aufgesagt hätten… 🙂 Das ist auch zweifellos nötig, da diese im Notfall sitzen müssen, wenn wir das Flugzeug binnen 90 Sekunden evakuieren müssen.

Eine vorbereitete Notlandung

Bei einer vorbereiteten Notlandung/Notwasserung erhalten wir rund eine halbe Stunde vor der Landung die Info, dass wir diese durchführen müssen. Das heißt für uns, dass wir unsere Cabin Preparation List (CPL) abarbeiten. Inhalt der Liste sind z.B. das Umsetzen von Passagieren (ABPs), die Einweisung der ABPs, das Vorführen der Schutzhaltung sowie das Abarbeiten der Cabin Clear List.

Was sind ABP’s?

Bei einer Notlandung/Notwasserung muss an jedem Notausgang mindestens ein ABP platziert werden – ABP = able bodied person = eine Person, die bei Notfällen behilflich ist. Den ABPs in den Notausgangsreihen erklären wir bei der Einweisung, wie die Flugbegleiter im Notfall unterstützt werden können und was zu tun ist, wenn einer nicht mehr handlungsfähig ist. Zu den Aufgaben gehört zum Beispiel, das Notausstiegsfenster zu öffnen und die Passagiere zurückzuhalten, bis dieses geöffnet ist.

In der Schulungseinheit „Sauerstoff“ haben wir gelernt, wo sich an Bord überall Sauerstoffmasken befinden.

Trotz intensiver praktischer Trainings und mehrstündiger Tests kommt der Spaß bei keiner der Schulungseinheiten zu kurz.

In der Schulungseinheit „Sauerstoff“ haben wir gelernt, wo sich an Bord überall Sauerstoffmasken befinden. So hat jeder Passagier in der sogenannten Passenger Service Unit eine Sauerstoffmaske, die bei Druckabfall aus einer Öffnung fällt. Zudem befindet sich in dieser Serviceeinheit unter anderem eine Leselampe und eine Frischluftdüse. Auch in den Bordküchen, Waschräumen, im Cockpit und über jedem Flugbegleitersitz befinden sich Sauerstoffmasken.

Zusätzlich gibt es für die Flugbegleiter als auch für einen Kollegen aus dem Cockpit eine sogenannte Oxycrew. Die Oxycrew ist eine Rauchschutzhaube. Der Unterschied zu einer Sauerstoffmaske besteht darin, dass die Oxycrew ausschließlich bei einer Rauchentwicklung durch ein Feuer getragen wird, da sie aus einem hitzebeständigen Material besteht und den Kopf sowie den Oberkörper bedeckt.

In der dazugehörigen Übungseinheit galt es, die Oxycrew so schnell wie möglich und vor allem ordnungsgemäß auf- und abzusetzen. Dies stellte eine große Herausforderung dar, da die Maske recht sperrig ist. Am Ende waren wir aber alle Profis.

Im Notfall sicher und professionell agieren

Feuer ist eine der größten Gefahren an Bord, weil wir nicht einfach anhalten und 112 wählen können. Bei der Feuerbekämpfung besprachen wir die verschiedenen Orte im Flugzeug, an denen Feuer ausbrechen kann, wie Öfen, Waschräume oder Handgepäckfächer. Gerade elektrische Geräte wie Smartphones und Tablets mit Lithiumbatterien können schnell erhitzen und somit zur Gefahr werden. Deshalb sind wir nicht nur auf die Achtsamkeit der Passagiere angewiesen, sondern erlauben den Transport ausschließlich in der Kabine, um schnell reagieren zu können.

Sicherheitstraining: Bestens ausgebildet: Unser Traum vom Job über den Wolken kann beginnen!

Bestens ausgebildet: Unser Traumjob über den Wolken kann beginnen!

Natürlich lernten wir auch den richtigen Umgang mit unseren verschiedenen Feuerlöschern. Für den Notfall haben wir Feuerlöscher für elektrische Anlagen als auch Wasserfeuerlöscher an Bord. Letztere dienen zum Nachlöschen und Kühlen. Brennt Stoff, wie zum Beispiel ein Sitz, kommt dieser Feuerlöscher ebenfalls zum Einsatz. Die Feuerbekämpfung an einem praktischen Übungstag unserer Ausbildung war für viele von uns ein Highlight. Wer hat schon einmal ein richtiges Feuer gelöscht, wenn man nicht gerade die Freiwillige Feuerwehr unterstützt?

Am nächsten Tag mussten wir unser Wissen in einem dreistündigen Test unter Beweis stellen, denn bei allem Spaß geht es natürlich immer darum, im Notfall sicher und professionell agieren zu können. Die darauffolgende praktische Prüfung umfasste das Kommandotraining an der Tür, Raucherkennung und -bekämpfung, Feuerbekämpfung sowie Rutschentraining. Zum Schluss ging es für uns ins Schwimmbad, um dort eine Notwasserung zu simulieren.

Was für aufregende Wochen!

Tschüss und bis bald, eure Darleen & euer Florian!

Die Tipps und Kniffe des Bordverkaufs sind ein spannendes Schulungsthema

Ausbildung bei TUI fly – Traumjob über den Wolken Teil 2

Hallo liebe Luftfahrtinteressierte, hier sind wieder Darleen und Florian. Wir sind für euch unterwegs, um mit euch spannende Eindrücke aus unserer Flugbegleiter-Ausbildung zu teilen. In unserem ersten Beitrag haben wir dir von unserem Weg in den Job des/der Flugbegleiter/in berichtet, diesmal berichten wir über die Catering- und Serviceschulung und den Erste-Hilfe-Kurs.

Die Catering- und Serviceschulung ist der erste große Block in dieser Ausbildung, der uns nach dem Home-Study Test und dem Uniformfitting erwartet.

Der zweite große Schulungsblock der Ausbildung zum Flugbegleiter findet wieder in Hannover statt.

Catering- und Serviceschulung

Die Catering- und Serviceschulung ist der erste große Block in dieser Ausbildung, der uns nach dem Home-Study Test und dem Uniformfitting erwartet. Insgesamt gehen wir in diesen sechseinhalb Tagen einmal virtuell jeden Stauort im Flugzeug durch. Wir lernen, in welchem Trolley (Servicewagen) sich was befindet, welche Units (Stauorte) mit Nachfüllartikeln vorhanden sind und vieles mehr. Außerdem lernen wir unser Dienst-iPad in diesen Tagen um einiges besser kennen! Wir stöbern im Intranet und einer Dokumentenbibliothek, dem IDOC Browser. Im IDOC Browser finden wir alle unsere Handbücher, wichtige Informationen, Neuerungen oder ähnliches. An dieser Stelle war für uns besonders das Handbuch relevant, das den Namen Catering Instructions Manual, kurz CIM, trägt. Es ist ein großer Leitfaden, der über unterschiedliche Beladungen der Flugzeuge auf verschiedenen Strecken Auskunft gibt. Beispielsweise dürfen Zigaretten auf unseren Kanarenumläufen verkauft werden, auf anderen Flügen aufgrund der Zollbestimmungen  der EU allerdings nicht. Ebenso verfügt dieses Buch über genaue Staupläne der einzelnen Flugzeuge der TUI fly Flotte.

Was wir während unserer ersten Schulung ebenfalls kennenlernten, war eine App auf unserem iPad, mit welcher wir den Bordverkauf zukünftig durchführen werden.

Bordverkauf per iPad App: Wir waren begeistert!

Technik, die begeistert

Was wir während unserer ersten Schulung ebenfalls kennenlernten, war eine App auf unserem iPad, mit welcher wir den Bordverkauf zukünftig durchführen werden. Unser iPad verwandelt sich mit dieser App in eine sehr übersichtliche Kasse, die uns das Leben an Bord um einiges erleichtert. Die Kasse liefert uns neben Produktinformationen auch Informationen darüber, wo der Gegenstand an Bord verstaut ist. Dies ist vor allem bei unseren Duty-free-Produkten sehr hilfreich. Zudem errechnet die Kasse immer den günstigsten Preis, sodass wir den Preis für unsere Snackdeals nicht manuell anpassen müssen. Bei dieser Serviceschulung hatten wir alle viel Spaß! 🙂 Unsere Trainer teilten uns in Zweierteams ein und wir bekamen jeweils ein Produkt aus dem TUI fly Bordshop. Dieses galt es dann bestmöglich anzubieten. Einige von uns waren richtige Verkaufsgenies und überzeugten in kürzester Zeit. Ein sehr amüsanter Nachmittag!

Alle schönen Dinge enden mit einem Test… Der 7.Tag war angebrochen und wir traten zum Test Nummer 2 in der Karl-Wiechert-Allee 4 an: Unser Wissen aus dem Block TUIfly Catering/CAM 1 wurde abgefragt. Mit dem Ergebnis, dass alle bestanden haben. Juhuu! 🙂

In der dritten Woche wurden wir zweieinhalb Tage zu dem Thema First Aid unterrichtet.

Zwei volle Tage lang wurden wir auf den Ernstfall an Bord ausgebildet und vorbereitet.

Was genau verbirgt sich hinter First Aid?

In der dritten Woche wurden wir zweieinhalb Tage zu dem Thema First Aid unterrichtet und dabei auf medizinische Notfälle an Bord vorbereitet. Wir haben gelernt, wie wir Erste Hilfe an Bord leisten und was wir bei den einzelnen Symptomen zu beachten haben. Zudem haben wir uns die Merkmale verschiedener Krankheitsbilder wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Schock, Thrombose oder Asthma sowie die richtigen Maßnahmen zu den jeweiligen Krankheitsbildern angeeignet. Es ist wichtig, dass wir auf diese Notfälle vorbereitet sind, da wir in der Luft schließlich nicht einfach die 112 anrufen können. Dort haben wir die Verantwortung für unsere Gäste. Daher ist es wichtig zu wissen, dass wir zum Beispiel einen Gast mit einem Schlaganfall immer aufrecht hinsetzen und einen Passagier mit einem Schockanfall in eine liegende Schocklage bringen müssen.

In dieser Schulungseinheit haben wir auch den Inhalt unserer Notfall-Koffer kennengelernt, von denen wir insgesamt drei an Bord haben. Der erste Koffer heißt Emergency First Aid Kit, dieser beinhaltet u.a. eine Sauerstoffmaske und darf von Flugbegleitern benutzt werden. Der zweite Koffer heißt Supplemental First Aid Kit, in dem ausschließlich Medikamente wie z.B. Schmerzmittel hinterlegt sind. Im dritten Koffer, dem Emergency Medical Kit, befinden sich neben Pflastern, Verbänden und Scheren auch Spritzen und Infusionsbeutel, weshalb dieser nur von einem Arzt benutzt werden darf.

Ein wichtige Einheit in unserer Schulung war das Training, einen bewusstlosen Passagier zu versorgen und ggfs. zu reanimieren.

Für viele von uns ungewohntes Terrain: Das Arbeiten mit Sauerstoffmaske oder Defibrillator.

Für den Ernstfall vorbereitet sein

Ein wichtige Einheit in unserer Schulung war das Training, bei dem wir einen bewusstlosen Passagier versorgen und Reanimationsmaßnahmen vornehmen mussten. Da aber nicht nur Erwachsene betroffen sein können, haben wir auch die Reanimation von Kleinkindern und Babys geübt. Bei manchen Krankheitsbildern, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt und Lungenembolie ist es nötig, einen Defibrillator anzuwenden. Deshalb haben wir auch den Umgang mit diesem Gerät geübt. Natürlich haben wir dabei keinen richtigen „Schock“ abgegeben. Für viele war der Umgang mit einem Defibrillator absolutes Neuland – dementsprechend viel Scheu hatten wir alle anfangs! Es ist gut zu wissen, wie wir in solchen Notfällen schnell und sicher reagieren können.

Der letzte Test

Am letzten Tag mussten wir unser Wissen in einer schriftlichen und praktischen Prüfung beweisen: Die schriftliche Prüfung bestand aus einem Multiple Choice Fragebogen. Der praktische Teil wurde in Gruppenarbeit absolviert. Wir mussten einen bewusstlosen Menschen aus dem Sitz holen und reanimieren inklusive Defibrillator. Wieder einmal haben glücklicherweise alle einen weiteren Teil der Ausbildung erfolgreich bestanden.

Wir verabschieden uns nun von euch und freuen uns, wenn ihr bald wieder hier vorbeischaut. Ein kleiner Anreiz: Im nächsten Teil unserer Ausbildungsserie gehen wir das erste Mal in den Flieger in der Wartungshalle am Airport Hannover. Es bleibt also spannend!

Eure Darleen & euer Florian

TUI fly Crew

Ausbildung bei TUI fly – Traumjob über den Wolken Teil 1

Hallo, wir sind Darleen und Florian und möchten euch in den nächsten Wochen auf eine spannende Reise mitnehmen. Eine Reise, die uns in die Kabine einer Boeing 737 der TUI fly führen wird. Unser Traum vom Fliegen und das Arbeiten über den Wolken wird Wirklichkeit!

Bis dahin werden wir acht verschiedene Stationen durchlaufen, um in rund acht Wochen unser Certificate of Training zu erhalten.

Hier im TUI fly Blog möchten wir unsere Erfahrungen und Gedanken während der Ausbildung mit euch teilen. Wir geben euch einen möglichst großen Einblick in das, was uns und vielleicht auch bald euch in dieser Ausbildung erwartet. Wir würden uns freuen, wenn wir dadurch den ein oder anderen motivieren können, sich ebenfalls als TUI fly Flugbegleiterin oder Flugbegleiter, hier auch Cabin Attendant genannt, zu bewerben.

Darleen und Florian sind beide 18 Jahre alt und haben eine Ausbildung zum Flugbegleiter bei TUI fly begonnen

Traumjob Flugbegleiter: Darleen und Florian nehmen dich mit auf ihren Weg dahin.

Wer wir sind

Ich heiße Florian und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Hannover und habe vor kurzem mein Abitur gemacht. Nun beginne ich meine Ausbildung zum Cabin Attendant bei der TUI fly in Hannover. In meiner Freizeit unternehme ich gerne viel mit meinem Hund und meinen Freunden. Ich spiele Tennis und bin ein großer Fan von Hannover 96.

Warum habe ich mich bei TUI fly für die Ausbildung als Flugbegleiter beworben?

Ich will ehrlich sein: Anfangs habe ich über das Szenario Flugbegleiter überhaupt nicht nachgedacht. Eigentlich wollte ich Pilot werden, schaffte aber leider das Assessment Center nicht. Etwas enttäuscht surfte ich im Internet und stieß auf die Stellenausschreibung der TUI fly. Je länger ich mich damit auseinandersetzte, desto größer wurde meine Motivation, denn dieser Beruf bedeutet sehr viel mehr als eine “Saftschubse“ zu sein. Wer kümmert sich darum, dass ca. 189 Passagiere einen angenehmen Flug haben? Wer sorgt dafür, dass TUI fly seinem Service-Versprechen gerecht wird und den Gast in den Mittelpunkt stellt? Und nicht zuletzt die entscheidende Frage: Wer evakuiert im Ernstfall ca. 189 Passagiere binnen kürzester Zeit? Positiver Nebeneffekt: Ihr könnt eure Leidenschaft fürs Fliegen ausleben und „ganz nebenbei“ die Welt entdecken.

Die Frauen haben für die Anprobe der Uniformen etwas mehr Zeit benötigt als die Männer, da sie eine größere Auswahl an Kleidungsstücken hatten

Die Qual der Wahl: Besonders die Damen freuen sich auf das Uniformfitting 🙂

Ich heiße Darleen, bin 22 Jahre alt und komme ebenfalls aus Hannover. Nach meinem Schulabschluss habe ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert. Da ich mich schon immer für den Tourismus interessiert habe, fing ich direkt nach meiner Ausbildung an bei TUI zu arbeiten. Dort war ich drei Jahre lang für die internen Prozesse und die Kommunikation verantwortlich.

Wieso ich meinen geregelten Büroalltag gegen einen flexiblen Flugbegleiter-Alltag eintauschen wollte?

Die Frage verrät eigentlich schon die Antwort: Mir wurde der Büroalltag irgendwann zu eintönig. Die Bewegung und der direkte Gästekontakt haben mir gefehlt. Außerdem übernehme ich als Flugbegleiterin viel mehr Verantwortung, da ich nun dazu beitragen kann, das TUI fly Service-Versprechen umzusetzen und den Passagieren Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Sicherheit zu bieten.

Das Assessment Center am ersten Schulungstag der Ausbildung findet in der Firmenzentarle der TUI AG in Hannovers statt

Das Assessment Center am ersten Schulungstag der Ausbildung findet in der Firmenzentrale der TUI Group in Hannover statt.

Warum habe ich mich für TUI fly als Arbeitgeber entschieden?

Da ich seit drei Jahren im TUI-Konzern tätig bin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Atmosphäre im gesamten Konzern sehr offen und familiär ist. Zudem bin ich schon öfter privat mit TUI fly geflogen und habe mich an Bord immer gut aufgehoben gefühlt. Da war es für mich naheliegend, den Berufsstart bei der konzerneigenen Airline zu wagen, zumal TUI fly ebenfalls in Hannover ansässig ist. So kann ich meiner Heimatstadt treu bleiben und muss nicht nach Frankfurt oder München umziehen.

 

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Nachdem wir uns bei TUI fly beworben hatten, wurden wir zum Assessment Center eingeladen, in dem wir auf unsere Eignung für den Beruf getestet wurden. Zudem erhielten wir dort bereits einige Infos über den Ausbildungsverlauf, wie z.B. den Home-Study Test. Dieser Test wird am ersten Schulungstag geschrieben und muss bestanden werden, um die Ausbildung antreten zu dürfen. Sechs Wochen vor Ausbildungsbeginn bekamen wir die dafür erforderlichen Schulungsunterlagen zugeschickt und arbeiteten diese akribisch durch.

Nachdem wir uns bei der TUI fly beworben haben, wurden wir zum Assessment Center eingeladen, wo wir auf unsere Eignung für den Beruf geprüft wurden

Die Aufregung bei allen Teilnehmern des TUI fly Assessment Centers ist spürbar.

Wieso muss ein Home-Study Test geschrieben werden?

Alle Kursteilnehmer sollen bereits zu Beginn der Ausbildung ein fundiertes Erstwissen haben. Zudem prüft TUI fly vorab, ob man für den Flugbegleiter-Lehrgang über die notwendige Auffassungsgabe verfügt, da die darauf folgenden Prüfungen nicht einfacher werden. Der Home-Study Test ist also mit anderen Worten die Eintrittskarte in die Welt der Fliegerei und nur bei Bestehen der Prüfung wird ein Arbeitsvertrag geschlossen. Es werden unter anderem Luftfahrtausdrücke, das Flieger-Alphabet sowie die 3-Letter-Codes der angeflogenen Flughäfen abgefragt.

Das haben wir an den beiden ersten Schulungstagen erlebt:

 

Tag 1: Home-Study Test & Walk and Talk

Der Grundkurs fand in der Zentrale der TUI Group in Hannover statt. Als wir am Schulungsraum ankamen, standen schon einige Teilnehmer vor der Tür. Die Stimmung war einerseits wegen des Home-Study Tests angespannt aber andererseits auch ausgelassen, da sich einige Kursteilnehmer bereits aus dem Assessment Center kannten.

Darleen und Florian lernen an ihrem ersten Tag die Firmenzentrale in Hannover kennen

Umgebungserkundung der Firmenzentrale in Hannover mittels „Walk & Talk“.

Unsere Trainer Frau Meyer und Herr Winkler, die unsere Ausbildung über die kommenden zwei Monate leiten werden, stellten sich vor und dann ging es auch schon mit dem Home-Study Test los. Dafür hatten wir genügend Zeit. Nachdem alle Kursteilnehmer den Test fertig ausgefüllt hatten, zogen sich unsere Trainer zur Bewertung zurück. In der Zwischenzeit widmeten wir uns der Aufgabe “Walk and Talk“: In Gruppen aufgeteilt, erkundeten wir die Umgebung der TUI-Zentrale. Um uns besser kennenzulernen, bekamen wir bestimmte Fragen an die Hand.

Aufgeregt warteten wir dann bei Kaffee und Kuchen, gefühlt mit einem Puls von 180, auf die Ergebnisse des Tests, der nicht ganz so einfach war wie man anfangs dachte. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse mussten wir uns leider von einigen Teilnehmern verabschieden. Der Rest der Gruppe konnte aufatmen, der nicht wiederholbare Test war bestanden!

Nach diesem erleichternden Moment stellten wir uns gegenseitig noch einmal in der großen Runde vor und lernten unseren zukünftigen verantwortlichen Stationsleiter, den sogenannten Cabin Crew Division Manager, kennen. Dieser kümmert sich um alltägliche Stationsbelange wie die Post sowie um die Cabin Reports der jeweiligen Station.

Es folgten organisatorische Informationen und wir erhielten unseren Schulungsplan für die nächsten acht Wochen. Um 17 Uhr war der erste Tag geschafft – und wir waren es auch. Die Warterei auf unsere Test-Ergebnisse hatte uns doch ein paar mehr Nerven gekostet als gedacht.

Was für ein aufregender Tag!

Die Uniform ist dunkelblau und hat sich gut angefühlt, auch wenn der erste Blick in den Spiegel sehr ungewohnt war

Hier hat Guido Maria Kretschmer höchst persönlich Hand angelegt: Die Uniformen der TUI fly wurden von ihm designed.

Tag 2:  Uniformfitting

Am zweiten Tag durften wir unsere zukünftige Uniform anprobieren und unseren Crewraum am Flughafen Hannover kennenlernen. Im Crewraum treffen sich die Crews aus Cockpit und Kabine zum Briefing, welches vor jedem Flug stattfindet und bei dem Details zu den bevorstehenden Flügen, etwa zum Wetter oder zur Passagierliste, besprochen werden. Hier hat auch der jeweilige Stationsleiter sein Büro.

Wir wurden in Gruppen aufgeteilt, da nicht alle Schulungsteilnehmer zeitgleich die Uniform anprobieren konnten. In der Zwischenzeit erhielten wir eine interessante Führung über den Flughafen Hannover.

Wie hat sich die Uniform angefühlt?

Wir waren alle sehr gespannt, da wir schon wussten, dass die TUI fly Uniform vom bekannten deutschen Modedesigner Guido Maria Kretschmer kreiert wurde. Die dunkelblaue Uniform fühlte sich sehr gut an, obwohl der erste Blick in den Spiegel schon etwas ungewohnt war.

Die Frauen benötigten für die Anprobe etwas mehr Zeit als die Männer, da sie eine größere Auswahl an Kleidungsstücken hatten. Den Frauen standen beispielsweise nicht nur Hosen zur Verfügung, sondern auch Kleider und Röcke. Zusätzlich gab es als Oberteil auch einen Rollkragenpullover zur Auswahl. So wurde die Anprobe zu einem kleinen Laufsteg. Alle Kleidungsstücke wurden anprobiert und von den Trainern begutachtet, da es genaue Kleidervorschriften gibt, die eingehalten werden müssen. Irgendwann hatten wir uns durch die gesamte Kollektion durchprobiert und die Größen waren notiert, sodass nun die Qual der Wahl begann: Wie viele Röcke, Kleider und Hosen nehme ich?

Für die Männer verlief die Anprobe dagegen recht schnell. Wir probierten einmal durch und ließen den Sitz unseres Outfits von Herrn Winkler begutachten. Benötigen wir wirklich fünf Hosen…?

Was wird wohl die nächsten Tage passieren? Wir sind gespannt und freuen uns auf nette Kollegen, motivierte Trainer und vor allem das benötigte Basis- und Fachwissen. Spaß darf natürlich auch nicht fehlen!

Bis bald!

Eure Darleen & Euer Florian