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Fünf gute Vorsätze für deinen Sommerurlaub

Bei der Wahl deines Urlaubszieles hast du immer viele Möglichkeiten. Berge oder Meer, sonniger Süden oder wetterlaunisches Deutschland, All-inclusive Luxushotel oder einfaches Appartement mit Selbstverpflegung. Aber egal, wohin du fährst, deine Erwartungen und Träume reisen immer mit. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon vor dem Urlaub darüber klar zu werden, was du in dieser Zeit wirklich tun willst und ein paar Vorsätze zu fassen. Sei ehrlich zu dir selbst und überfrachte nicht die wenigen selbstbestimmten Tage mit zu vielen Terminen und überhöhten Erwartungen. Und auch hier gilt das bewährte Motto: Weniger ist oftmals mehr!

Endlich Zeit zum Nichtstun

Nimm dir im Urlaub doch mal Zeit für ein gutes Buch

Losfliegen, ein gutes Buch zur Hand nehmen und abschalten – dein Urlaub kann beginnen!

Ein Urlaub ist auch dafür da, deine leeren Akkus wieder aufzutanken. Also verplane nicht den ganzen Tag mit Aktivitäten und spul auch kein Must-see-Programm runter. Lass Dir genug Zeit zum Ankommen, nimm dir ein gutes Buch in die Hand, das du schon lange mal lesen wolltest oder schau einfach den Möwen auf dem Meer dabei zu, wie sie sich um die Beute zanken. Lass Dich mal wieder auf die Natur und ihre Elemente ein. Und wenn du dann mal einen halben Tag verdöst hast, kommt die Lust auf Bewegung und Abenteuer von ganz allein… Welche Ziele dafür am besten geeignet sind? Alle, denn abschalten ist keine Frage des Urlaubsziels, sondern der inneren Einstellung.

Endlich Zeit für die Familie

Im Alltag bleibt oft wenig Zeit, um mit den Kindern mal eine Runde im Garten zu toben oder um sich mal wirklich auf die kleinen Menschen einzulassen. Park deine Kinder im Urlaub deshalb nicht nur den ganzen Tag im Kids-Club, sondern nimm dir Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Plane Dinge, die allen Spaß machen und beziehe deine Kinder in die Planungen mit ein. Für deine Kleinen kann es das Größte sein, wenn du einmal am Tag mit ihnen eine Runde Fußball spielst oder ihr gemeinsam am Strand die Lenkdrachen steigen lasst. Was für ein Abenteuer, gemeinsam mit Mama oder Papa im Seekajak die Küste entlang zu paddeln. Und anstatt in einen teuren Aquapark zu gehen, macht lieber einen Ausflug zu einem Bach, einem Wasserfall oder einer Lagune, geht Steine, Muscheln und Treibholz sammeln, werdet zusammen kreativ. Befreit den Strand vom Müll – wer sammelt am meisten, wer hat den ungewöhnlichsten Tagesfund? Kann man mit dem alten Fischernetz noch etwas anfangen? Lass Langeweile entstehen, damit du und deine Kinder neue Ideen entwickeln könnt.

Zeit für die Familie ein gemeinsames Fußballspiel am Strand

Für die Kleinen das Größte: Zeit mit Mama & Papa zu haben für alles, was im Alltag oft auf der Strecke bleibt. Gemeinsam lachen, toben, spielen und sich voll und ganz auf den anderen einzulassen.

Und wenn ihr alle schon erwachsen seid? Macht ihr es genauso! Lasst euch euren Freiraum und kommt zu gemeinsamen Mahlzeiten, Wanderungen und guten Gesprächen zusammen. Genießt es, einfach Zeit miteinander zu verbringen. Das Leben ist zu kurz, um alte Rechnungen zu begleichen…

Endlich Zeit für gutes Essen

Im Alltag muss es oft schnell gehen – allzu häufig sind daher Tiefkühlpizza und Fertiggerichte angesagt. Im Urlaub hast du die Gelegenheit deine Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen und kannst ganz bewusst auch frische und gesunde Sachen essen.

Zeit für gutes Essen vom Markt im Urlaubsort

Den Urlaub mit allen Sinnen genießen – am besten auf einem Markt mit frischen, regionalen Leckereien…

In den mediterranen Ländern kommt viel Salat, frisches Gemüse und Fisch auf den Tisch. Was gibt es Schöneres, als in einem anderen Land über den Markt zu schlendern und zu schauen, was es an lokalen Produkten gibt? Wie aromatisch schmecken Obst und Gemüse, wenn es direkt vor Ort sonnengereift ist? Am Hafen gibt es fangfrischen Fisch? Besorg dir noch eine Zitrone und ein paar Kräuter – und dann ab in den Ofen damit! Falls du nicht die Gelegenheit hast selber zu kochen, erkunde die Restaurants und Bistros vor Ort. Auf Tripadvisor und anderen Portalen kannst du dich darüber informieren, wo du lecker essen gehen kannst. Geh aber auch einfach mal selbst auf Entdeckungstour! Abseits der Strandpromenade und der Hauptgeschäftsstraßen findest du oftmals kleine Läden, in denen die Einheimischen in der Mittagspause einkehren. Dort bist du genau richtig, um Land und Leute samt ihrer kulinarischen Köstlichkeiten kennen zu lernen.

Endlich Zeit für Bewegung

Endlich Zeit für Bewegung Urlaubszeit ist Zeit für dich selbst zu haben

Urlaubszeit ist Zeit für dich selbst zu haben, dir und deinem Körper Gutes zu tun.

Im Job sitzt du den ganzen Tag vor dem Rechner oder hinter dem Steuer. Zum Laufen ist es morgens zu dunkel und abends bist du zu kaputt. Im Urlaub gibt es keine Zeit für Ausreden mehr. Plan doch einfach eine Stunde pro Tag für deinen Lieblingssport ein. Wenn du gerne Laufen gehst, nimm deine Laufschuhe mit – so kannst du vor dem Frühstück eine Runde am Strand entlanglaufen und die herrlich salzige Seeluft einatmen! Und wenn du gerne Yoga machst, nimm dein Meditationskissen mit – such dir ein ungestörtes Plätzchen und mach deine Asanas im Einklang mit den Elementen. Und falls du offen für Neues bist, bietet sich jetzt die ideale Gelegenheit mal eine andere Sportart auszuprobieren. In vielen Urlaubsorten am Meer ist natürlich Wassersport angesagt. Wie wäre es mal mit Bodyboarden, Stand Up Paddeling oder Kitesurfen? Solltest du nicht so der sportliche Typ sein – ein ausgedehnter Strandspaziergang, eine Runde Aquagymnastik im Hotelpool oder eine entspannte Partie Minigolf sind für deinen Geist und deinen Körper auch eine Wohltat!

Endlich Zeit für den Partner

„Schatz, kannst Du auf dem Weg zum Resthof noch beim Getränkemarkt rumfahren und auf dem Rückweg das Paket vom Postamt abholen?“ Im Alltag ist die Paarkommunikation oftmals auf die Organisation der täglichen Dinge beschränkt.

Endlich Zeit für den Partner Urlaubszeit Pläne mit deinem Partner für eure Zukunft zu schmieden

Zeit für Zweisamkeit! Gute Gespräche in legerer Atmosphäre bringen neue Nähe und Wertschätzung in deine Beziehung

Und abends versackt man viel zu häufig vor dem Fernseher. Wenn ihr also beide am Urlaubsort angekommen seid und den Reisestress hinter euch gelassen habt, bestellt euch mal ein gutes Glas Wein, schaut euch tief in die Augen und versucht euren Partner so zu sehen, wie ihr ihn am Anfang eurer Beziehung gesehen habt. Was findet ihr immer noch besonders liebenswert an ihm? Jetzt ist es höchste Zeit für ein Kompliment und eine Liebeserklärung! Und nach ein bisschen Rückblick könnt ihr bei einem Abendspaziergang in den Sonnenuntergang gemeinsame Pläne für die weitere Zukunft schmieden. Was treibt euch an, was sind Dinge, die ihr unbedingt in eurem Leben noch gemeinsam machen wollt? Sich Zeit für ein gutes Gespräch zu nehmen, ist allemal wichtiger, als sich auch im Urlaub wieder nur mit irgendetwas abzulenken von den Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben. Also tschüss Alltag, hallo du!

Auf zu neuen Zielen!

Vielleicht hast du bei einem dieser fünf Vorsätze spontan gesagt: „Stimmt, dafür will ich mir im nächsten Urlaub ganz bewusst Zeit nehmen.“ Vielleicht hast du aber auch nur eine Anregung bekommen und formulierst für dich ein ganz anderes Ziel, das du bei deiner nächsten Auszeit vom Alltag in den Vordergrund stellst. Das Wichtigste dabei ist, dass es für dich passt und authentisch ist.

In diesem Sinne: Auf zu neuen Zielen und viel Spaß im Urlaub!

Mallorca

Ein verlängertes Wochenende auf Mallorca – Teil 1

Unser erster Kurzurlaub ohne Kinder. Vier Tage Mallorca Anfang April. Meine Frau Franzi und ich freuen uns schon riesig auf jede Menge selbstbestimmte Zeit, in der wir uns nur um uns selbst drehen können.

Urlaubslück zu Zweit an der Stadtmauer in Palma

Urlaubsglück zu Zweit an der Stadtmauer in Palma

Kurzurlaub ohne die Kurzen: Urlaub nur mit Mama!

Unsere beiden Söhne haben wir am Mittwochabend bei den Großeltern verklappt und unser Flieger nach Palma startet am Donnerstagmorgen pünktlich um 4:50 Uhr. Schon beim Check-In fühlen wir uns wie ein kinderloses Paar mit Mitte 20. Wir haben für die vier Tage nur einen gemeinsamen Rollkoffer, den wir in einer halben Stunde fertig gepackt hatten. Sonst geht bei einem Ferienhaus-Familienurlaub gut und gerne mal ein ganzer Tag fürs Packen drauf…

Ankunft in Palma

Vom Flughafen in Palma fahren wir mit dem öffentlichen Bus (Linie 1) in die Stadt. Zwischen den ganzen Palmesanas fühlen wir uns gleich viel wohler, als zwischen den Ballermännern im Flieger. Nach kurzer Fahrt steigen wir am Paseo Mallorca aus und gehen die wenigen Schritte bis zu unserem Hotel zu Fuß. Wir haben uns aufgrund der zentralen Lage zwischen der Altstadt und dem Ausgehviertel Santa Catalina für das Almudaina in der Avenida Jaime III entschieden. Das diese zugleich eine der Haupteinkaufsstraßen von Palma mit jeder Menge Schuhgeschäften ist, war für Franzi bei der Hotelauswahl genetisch bedingt kein Ausschluss-Kriterium.

Erster Tag – Eintauchen in eine entspannte Metropole

Ein ausgedehnter Shopping-Trip ist in Palma Pflichtprogramm. Tipp: Zwischen April und Oktober sind die Geschäfte sind auch sonn- und feiertags geöffnet

Ein ausgedehnter Shopping-Trip ist in Palma Pflichtprogramm. Tipp: Zwischen April und Oktober sind die Geschäfte auch sonn- und feiertags geöffnet 😉

Der Señor an der Rezeption ist sehr freundlich zu uns und verwahrt unseren Koffer gerne im Gepäckraum. So, jetzt erst mal was frühstücken! Wir schlendern auf dem Paseo Born Richtung Kathedrale und entscheiden uns für das helle moderne Café Born 8. Die abwechslungsreich belegten Chapatas sind einfach nur lecker. Tolle Kruste, luftige Krume – ein Hauch von schwarzer Olivencreme und aromatischer Schinken mit Rucola. Der Kaffee ist wie eigentlich überall in Spanien ebenfalls ausgezeichnet. Wir beobachten das morgendliche Treiben. Angestellte, die ins Büro eilen und die Männer von der Straßenreinigung, die mit dem Wasserschlauch ein paar Platanenblätter vom Gehsteig spritzen. Nach einer Stunde haben sie etwa 10 Meter vom schönen Pflaster ausreichend gewässert. Wassermangel gibt es zu dieser Jahreszeit auf Mallorca offensichtlich noch nicht…

 

Die Kathedrale der Heiligen Maria in Palma ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca. Sie wird im Volksmund häufig La Seu genannt, dem katalanischen Ausdruck für "Bischofssitz“

Die Kathedrale der Heiligen Maria in Palma ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca. Sie wird im Volksmund häufig La Seu genannt, dem katalanischen Ausdruck für „Bischofssitz“

Nach einer kurzen Stippvisite zur imposanten Kathedrale La Seu, die mir vor allem wegen ihrer exponierten Lage direkt am Meer in Erinnerung bleiben wird, schlendern wir zurück Richtung Hotel.

Die Geschäfte haben inzwischen alle geöffnet. Im Rialto Living gibt es tolle Stoffe, Einrichtungs-Accessoires und Möbel. Alles schön anzusehen und auch sehr inspirierend, aber leisten wollen wir uns das nicht.

Am Nachmittag, nachdem wir zu einer längeren Siesta im Hotel waren, steht dann ein Besuch im Es Baluard auf dem Programm. Das Museum für moderne Kunst ist ebenfalls nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt. Der moderne Betonbau ist sehr gelungen in die Befestigungsanlage der alten Stadtmauer integriert. Das „Bollwerk“ bietet eine sehenswerte Miro-Sammlung, einige tolle Landschaftsbilder von Mallorquinischen Künstlern sowie Keramiken von Picasso. Darüber hinaus gibt es wechselnde Sonderausstellungen von internationalem Format. Mit einem Aperol Spritz lassen wir den Nachmittag in der Cafeteria des Museums mit Blick auf das graublaue Meer ausklingen. Ein bisschen Sonne wäre schön, aber man kann ja nicht alles haben und der sonnige Drink versöhnt uns mit dem bedeckten Himmel.

Der beste Asiate in Palma? Eindeutig das 'Koh'!

Der beste Asiate in Palma? Eindeutig das ‚Koh‘!

Über den Kanal geht es hinüber nach Santa Catalina. In dem ehemals für Drogen und Prostitution berüchtigten Viertel hat sich mittlerweile eine spannende Gastronomie-Szene etabliert. Nach einer spontanen Shiatsu-Massage für Franzis müde Füße, entscheiden wir uns für das Koh – angeblich der beste Asiate der Stadt. Das „angeblich“ können wir bereits nach der Vorspeise streichen. Knusprig ausgebackene saftige Lachsküchlein und Frühlingsrolle mit Ente. Nach dem Hauptgericht können wir das „beste Asiate der Stadt“ mit einem Ausrufzeichen versehen: Das butterweiche Fleisch der außen herrlich knusprigen Entenkeule zerfällt auf sanften Gabeldruck in eine malaysische Currysauce. Einzig die anstelle der Pflaumen servierten noch etwas festen Pfirsichspalten hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Zum Nachtisch ist trotzdem noch Platz für ein Nougat-Parfait.

Zweiter Tag – Der Sonne hinterher zum Drachenfelsen

Nach unserer kurzen Stippvisite in Santa Catalina beschließen wir am nächsten Tag, das Viertel noch etwas ausführlicher zu erkunden. Zum Glück habe ich uns schon im angesagten „El Duke“ einen Tisch für 14 Uhr bestellt. Als wir am Vormittag durch die ruhigen Straßen des Stadtteils Richtung Markthalle Mercat de l’Olivar schlendern, lässt sich sogar die Sonne blicken. Auf einer Bank in der neuen kleinen Fußgängerzone mit etlichen Cafés in der Calle Fabricá genießen wir die warmen Strahlen des seltenen Gastes.

In der Markthalle bedauern wir, kein Appartement mit Kochgelegenheit zu haben, denn gerade das üppige Gemüse und die große Auswahl an Meerestieren ist für den ambitionierten Hobbykoch eine echte Versuchung. Aber zum Glück ist es von hier nur noch einen Katzensprung bis ins El Duke. Wir beschränken uns deswegen auf ein paar Gewürze (geräucherter Pimiento, Chilis, Safran, Meersalz) und 2 Tütchen Basilikumsamen als Mitbringsel. In der Nähe der Markthalle entdecken wir noch die schnucklige Boutique Cronopios mit farbenfrohen Kleidchen, Modeschmuck und entzückenden Ballerinas aus Pappmaschee. Die liebenswert bemühte Inhaberin ist mit Franzi gleich per Du und gewährt uns nach einem netten Plausch von sich aus einen großzügigen Preisnachlass für den anvisierten Sonnenhut. Wäre schön, wenn Franzi diesen in den nächsten 3 Tagen noch brauchen könnte… Selbstverständlich hat sich auch eine der kleinen Ballerinas noch in unseren Rucksack geschmuggelt. Was soll Mann da machen?

Im lässigen El Duke gibt es von der Mittagskarte frisch und schnell auf den Tisch: eine Kartoffelsuppe mit Gorgonzola und blauen Chips, einen an aromatischer Vielfalt nicht zu übertreffenden Thai-Hacksalat mit knackigem Gemüse, eine Hähnchenfleisch-Fajita mit frischer Ananas, sowie einen Obstsalat mit Mango-Püree und Minze. Alles leicht und lecker – nach dem üppigen Frühstücksbuffet im Hotel gerade richtig. Nach der Mittagspause geht es zu Fuß zur Autovermietung auf dem Paseo Maritimo. Am Wasser legen wir noch einen Zwischenstopp auf einer Bank am Yachthafen ein. Die Sonne blinzelt hervor und wir genießen den Blick auf die wippenden Boote. Urlaubsstimmung – herrlich!

Ein ausgesprochen leckeres Vergnügen: Eis schlecken mit Meerblick in Port Andratx

Ein ausgesprochen leckeres Vergnügen: Eis schlecken mit Meerblick in Port Andratx

Mit dem Auto geht es raus nach Port Andratx. Das hatte ich mir als Mallorca-Neuling viel mondäner und cooler vorgestellt. Aber auch dort ist alles ganz tranquillo und freundlich. Wir finden einen Parkplatz direkt am Hafen und ich bin positiv überrascht, dass das Parken – anders als in den deutschen Ostseebädern, die wir in den letzten Jahren vermehrt aufgesucht hatten – keinen Cent kostet. Besucher sind ausdrücklich willkommen! Wir schleckern ein Eis und finden wieder eine schöne ruhige Sonnenbank mit Meerblick. Unsere Waffel verfüttern wir an ein Stockentenpärchen, das genauso verliebt zu sein scheint wie wir.

Romantik pur: Abendstimmung in Sant Elm, dem westlichsten Punkt Mallorcas

Romantik pur: Abendstimmung in Sant Elm, dem westlichsten Punkt Mallorcas

Da von Süden Wolken aufziehen, beschließen wir der Sonne hinterher nach Sant Elm zufahren. Die Wolken sind leider schneller als wir. Parken direkt am Strand kostet hier zwei Euro – geschenkt! Dafür sind die Liegen am Strand in der Vorsaison noch umsonst. Das Ganze jetzt noch mit Abendsonne wäre perfekt – aber man kann ja nicht alles haben… Ich laufe barfuß durch den Sand und kühle meine Füße im Meer.
Da nun auch die Luft merklich abkühlt, suchen wir nach einer Bar mit Aussicht. Am Ende der Fußgängerzone finden wir ein Fisch-Lokal mit Logenplatz für den Sonnenuntergang hinter dem berühmten Drachenfelsen. Leider zeigt sich der schlafende Riese nur noch einmal kurz zwischen den Wolken. Bei den touristisch gepfefferten Preisen für den gut gewürzten mallorquinischen Meeresfrüchte-Eintopf hätte La Dragona für uns ruhig mal die Wolken wegpusten können…

Hast du Lust auf mehr bekommen? Wie unsere viertägige Mallorca-Reise zu Zweit weitergeht, erfährst du hier.

Cachupa

Rezept des Monats März: Cachupa

Wir lieben die traditionelle kreolische Küche der Kapverden!

Eintopf-Freunde aufgepasst: Wir präsentieren euch Cachupa – das Nationalgericht der Kapverden – ein deftiger Eintopf, der aus Mais und kunterbuntem Gemüse besteht und garantiert für Abwechslung und gute Laune in eurer Küche sorgt! Je nach Bedarf kann Speck, Fleisch oder Fisch hinzu gegeben werden. Mmmmh, nicht im Monat März ein Seelenwärmer durch und durch…

Das brauchst du für deinen Cachupa:

  • 250 g Mais
  • 250 g (weiße Kongo) Bohnen
  • 2 Knollen Maniok
  • 3 Süßkartoffeln
  • 5 große Karotten
  • 1 kg Tomaten
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 2 Zwiebeln
  • 8 Blätter Weißkohl
  • 1 kg Rind/ Schweinefleisch bzw. Speck oder Fischfilet
  • Brühe und Weißwein zum Ablöschen
  • eine Handvoll Erdnüsse, klein gehackt
  • Chili, Salz und Pfeffer
  • Brot zum Dippen

So bereitest du deinen Eintopf zu:

Am besten kochst du die Bohnen und den Mais am Vortag auf, damit sie über Nacht aufquellen können. Auch der Maniok bedarf einer Extra-Behandlung. Der möchte geschält, in kleine Stücke geschnitten und für ca. 25 Minuten in Salzwasser gebadet werden. Aufgepasst: Maniok darf nie roh verzehrt werden, da er Blausäure enthält, die nur durch das Kochen verschwindet. Und noch ein kleiner Tipp: Viele Supermärkte führen keinen Maniok, also schau am besten in einem Asia-Shop oder in einem gut sortierten Bio-Laden nach.

Als erstes auf dem Arbeitsplan steht am nächsten Tag das Schneiden von Fleisch/Fisch und Gemüse. Am besten sollten die Stücke eine mundgerechte Größe haben. Die Weißkohlblätter kannst du einfach zerrupfen. Sind die Vorbereitungen erledigt, geht es weiter mit dem Anbraten. In den Topf dürfen zuerst die Zwiebeln. Wenn diese glasig angedünstet sind, kommt das Fleisch/der Fisch mit dazu. Ist auch das schön braun, gib Weißwein und 2 Liter Brühe hinein.

Weiter geht’s mit dem Mais und den Bohnen, die jetzt ebenfalls in die Pfanne können. Das Gemüse kommt nach und nach dazu, vergiss hier nicht den Maniok mit in den Topf zu geben. Zum Schluss kommen noch die Tomaten und der Weißkohl dazu. Der nächste Schritt tut sich praktisch ganz von alleine: alles gut köcheln lassen. Nur noch Knoblauch, Erdnüsse und eventuell Chili, Salz und Pfeffer dazu geben.

Ein Brot zum Dippen macht deinen Cachupa perfekt. Guten Appetit!

Rezept des Monats Februar: Gató de almendra

Mallorquinischer Mandelkuchen mit Suchtpotential

Passend zur Mandelblüte, die gerade weite Teile Mallorcas in ein weißes Blütenmeer verwandelt, zaubern wir ein mallorquinisches Mandelkuchen-Rezept aus dem Ofen, das voll im Low Carb Trend liegt, denn der Gató de almendra kommt ganz ohne Mehl aus. Mit Zucker wird allerdings nicht gespart!

Das brauchst du für einen Gató d´Almendras:

  • 300 g gemahlene Mandeln
  • eine Handvoll ganze Mandeln (ohne Haut)
  • 8 mittelgroße Eier
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 1 EL weiche Butter
  • 1 TL Zimt
  • den Abrieb einer Bio-Orange und einer Bio-Zitrone
  • Puderzucker zum Bestäuben

So wird der Mandelkuchen gemacht:

Heize zuerst deinen Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 175 °C vor (Umluft 150 °C) und fette eine Springform mit Butter ein. Trenne als nächstes die Eigelbe vom Eiweiß und schlage diese mit dem Handrührgerät oder dem Schneebesen schaumig, während du den Zucker und den Vanillezucker dazugibst. Dann die gemahlenen Mandeln, die Zitronen- und Orangenschale sowie den Zimt unterrühren. Jetzt schlägst du das Eiweiß und hebst es gefühlvoll unter. Die fertige Mandelmasse mit einem Spatel in die Form streichen und im Backofen 50 bis 60 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Mandelkerne fein hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Nach dem Backen den Kuchen aus der Springform lösen, auskühlen lassen und mit reichlich Puderzucker bestäuben. Anschließend die gerösteten Mandeln auf dem Kuchen verteilen.

Mit einem Cáfe con leche dazu zauberst du dir so ganz einfach ein Stück Mallorca nach Hause!

TUI fly Essen an Bord wird serviert

Essen im Flugzeug oder wie kommen die Pommes auf die Menükarte?

Machen wir uns nichts vor: Das Fliegen heute ist anders.

Während man früher für alle Gäste ein identisches Gericht servierte und die Ansage mehr oder weniger lautete: „Es wird gegessen, was auf den Klapptisch kommt!“, besteht im Zeitalter der Digitalisierung der Wunsch nach einem individuellen Flugerlebnis. Warum solltest du auf deinem Flug auf die Kanaren ein Nudelgericht essen müssen, wenn dir eher der Sinn nach einer Currywurst steht? Und wer will sich schon gern überraschen lassen, wenn er die Wahl hat selbst zu entscheiden, was es zu essen gibt?

Folglich ist es sinnvoller, dem Gast zu überlassen, ob und vor allem was er gerne essen möchte. Du hast also die Möglichkeit vorab aus einer Auswahl zu bestellen oder deinen Favoriten an Bord auszuwählen. So bekommt jeder auch wirklich das, worauf er Appetit hat. Außerdem muss nicht mehr so viel Essen vernichtet werden, da viel besser abgeschätzt werden kann, wie viele Portionen von welchem Gericht an Bord benötigt werden. ,,Moment!“, wirst du jetzt sagen, „…früher war das aber kostenlos und jetzt zahle ich alles extra!“ So einfach ist es nicht. Früher wurden die Kosten für Essen und Getränke auf die Ticketpreise aller Gäste umgelegt. Das heißt, selbst wenn du nichts gegessen oder getrunken hast, musstest du es bezahlen und im Zweifelsfall wurde das Essen später entsorgt (es sei denn ich habe die übrig gebliebenen Nudelgerichte verputzt – aber das ist eine andere, kalorienreiche Geschichte). Dies war am Ende für alle nicht besonders gerecht, ganz zu schweigen von den Tonnen an Plastikmüll, die dadurch produziert wurden.

Stellt sich also die Frage: Wie sucht man heute als Fluggesellschaft die Speisen aus?

Zuerst einmal kann nicht jeder Lieferant oder Produzent für die speziellen Bedürfnisse einer Fluggesellschaft entsprechende Speisen anbieten. Wie für fast alles gibt es auch dafür Messen, wo Fluggesellschaften und Anbieter zusammenkommen. Man tauscht sich aus, knüpft Kontakte und probiert, was die Küchen vorbereitet haben (es gibt schlimmere Arbeitstage…). Werden die Catering-Kollegen fündig, lassen sie sich Proben nach Hannover in die Zentrale schicken. Diese werden dann geprüft, verköstigt und nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass man auf dem Weg zum Kaffeeautomaten von den Kollegen abgefangen wird und unverhofft eine Gabel in die Hand gedrückt bekommt. Übrigens: Die Pommes Frites haben es erst nach einigen Testflügen in das Sortiment der TUI fly Café Menükarte an Bord geschafft. Nicht, weil sie nicht schmeckten, sondern, weil es bisher kaum eine Fluggesellschaft probiert hatte. Das Feedback der Gäste war aber sehr gut und damit war es einen Versuch wert. Pommes Schranke bei TUI fly? Läuft!

Warum sind die Preise an Bord nicht mit denen eines Supermarktes zu vergleichen?

Den Vergleich zum Bäcker, der eine Laugenstange für 55 Cent anbieten kann, müssen wir hier leider ein wenig revidieren. Der Bäcker um die Ecke verkauft seine Laugenstange nicht in einem Sicherheitsbereich (Flughafen/Flugzeug), der sehr strengen Auflagen unterliegt. Nicht jeder darf Waren an ein Flugzeug liefern. Diese Lieferanten (die sog. Caterer) müssen zertifiziert sein. Alle Waren müssen grundsätzlich speziell gelagert, gesichert und vor jeder Beladung kontrolliert werden. Diese und noch viele weitere Kosten möchte der Caterer natürlich von der Airline erstattet bekommen (und ein wenig Gewinn gönnen wir ihm auch…). Das alles führt dazu, dass eine Laugenstange oder eine Flasche Wasser im Flugzeug teurer sein kann als beim Bäcker um die Ecke.

Welche Kriterien spielen bei der Auswahl der Bord-Snacks noch eine Rolle?

Nehmen wir als Beispiel einen ganz einfachen Snack wie unsere Laugenstange: Es ist nicht ganz einfach eine Speise zu finden, die für die meisten Gäste (ca. 4 Millionen pro Jahr) geeignet ist und den Rahmen der Komplexität nicht sprengt. Ideal ist also ein Imbiss, der für Vegetarier, Veganer, Allergiker und alle Religionen gleichermaßen gut geeignet ist. Außerdem muss man ihn morgens, mittags und abends servieren können, er sollte nicht zu viel Platz wegnehmen und auch einen längeren Tag an Bord ohne Probleme in Geschmack und Qualität überstehen. Das ist schon mal eine relativ lange Liste, die zu erfüllen ist. Alles, was einen Belag wie Butter, Käse, Fleisch, Wurst, Margarine oder Gemüse hat, fällt damit eigentlich schon raus. Ihr seht also: Der Auswahl-Prozess ist sehr komplex. Von dem veränderten Geschmackssinn in 11.000 Metern Höhe, dem begrenzten Stauraum, den verschiedenen Zubereitungsarten, dem Luftdruck sowie der absoluten Unplanbarkeit von Belademengen wollen wir gar nicht erst anfangen. Und plötzlich ist so eine leckere, einfache und warme Laugenstange dann doch perfekt. Haken dran!

Apropos Laugengebäck

Ich erinnere mich an einen Flug, als ein Gast verzweifelt versuchte, mit seinem Plastikmesser dem offensichtlich widerspenstigen, aber inkludierten Laugenbrötchen zu Leibe zu rücken. Da es sich partout nicht aufschneiden ließ, stach er mit der Gabel in das Brötchen und hielt es senkrecht in die Luft. In dieser Stellung verharrte der Herr bis meine Kollegin mit ihrem Trolley neben ihm stand. Noch bevor sie etwas sagen konnte, rief der Herr sehr erbost und mehrfach „WAS IST DAS?!“ Daraufhin herrschte Stille im Flugzeug. Die Kollegin spielte unschuldig an ihren Haaren, betrachtete das aufgespießte Brötchen intensiv von allen Seiten und sagte dann in einem ernsten aber überzeugten Ton: „Ein Türstopper!“ Selten wurde ein verärgerter Gast so schnell zum Lachen gebracht…

TUI fly Rezept-Tipp Kanarische Kaffee Spezialität Zaperoco

Unser Rezept des Monats Januar: Zaperoco

Diese kanarische Kaffeespezialität versetzt dich auch zu Hause in Urlaubsstimmung!

Fast jeder, der schon einmal auf den Kanaren war, kennt einen Barraquito, der aus Espresso, gesüßter Kondensmilch und aufgeschäumter Milch besteht. Der Zaperoco ist im Grunde genommen ein aufgepeppter Barraquito. Der Clou beim Zaperoco:  es kommt noch ein Schuss 43er-Likör, eine Prise Zimt und etwas Zitrone dazu!

Du brauchst für einen Zaperoco:

  • 2-3 EL gezuckerte Kondensmilch
  • 1 kl. Tasse Espresso
  • 0,2 cl 43er-Likör (Cuarenta y Tres)
  • Aufgeschäumte Milch
  • 1 kleines Stückchen Zitrone (oder etwas Zitronenabrieb)
  • 1 Prise Zimt

So zauberst du deinen Zaperoco:

Gib zuerst die Kondensmilch in ein Glas. Anschließend füllst du vorsichtig den Likör ein. Am besten träufelst du den 43er tröpfchenweise über einen Teelöffel in das Glas, damit sich der Likör auf die Schicht mit der Kondensmilch legt und sich nicht mit dieser vermischt. Das gibt einen schönen optischen Effekt! Mit dem Espresso verfährst du genauso. Als vierte Schicht die aufgeschäumte Milch als Haube on top setzen. Zuletzt die Zitronenzeste und eine Prise Zimt dazu – fertig ist der Zaperoco! Salud!