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Sommer, Sonne, Strand - wir zeigen dir die besten Badestrände für jeden Monat des Jahres.

Der ultimative Badekalender – Unsere Top-Strandtipps für jeden Monat

Es gibt Strände, die haben an jedem Tag des Jahres ihren ganz besonderen Reiz. Das Licht ist anders, der Wind, die Wellen, das Wasser und auch seine Besucher und die Tiere, die in diesem besonderen Lebensraum leben. Und doch sind wir natürlich besonders gerne am Meer, wenn die Wassertemperatur so ist, dass wir auch baden gehen können.

Natürlich ist das Temperaturempfinden bei jedem anders. Ich habe mich schon als Kind stundenlang im 17 Grad kalten Ostseewasser vergnügt – deswegen schrecke ich auch heutzutage nicht davor zurück, Anfang April ein Bad im Mittelmeer zu nehmen. Weil du es wahrscheinlich gerne etwas wärmer magst, haben wir für dich für jeden Monat des Jahres ein Ziel ausgewählt, an dem du ohne Britzeln auf der Haut im herrlich warmen Meer baden kannst und dabei natürlich außergewöhnlich schöne Strände gekürt – Lieblingsstrände fürs ganze Jahr eben!

Unsere Lieblingsstrände für jeden Monat des Jahres

Januar: Boa Vista/Kapverden

Wenn du im Winter bei angenehmen Temperaturen im warmen Meer baden und Sonne tanken willst, empfehlen wir dir einen Urlaub auf Boa Vista.

Mitten im Winter findest du auf Boa Vista traumhafte Bedingungen für einen entspannten Badeurlaub vor.

Wenn du im Winter bei angenehmen Temperaturen im warmen Meer baden und Sonne tanken willst, empfehlen wir dir einen Urlaub auf Boa Vista. Die Wüsteninsel im Atlantik bietet dir tolle Wassersportmöglichkeiten, abwechslungsreiche Dünenlandschaften und weite Strände. Im Januar ist der Atlantik wohlige 24 bis 25 Grad warm, so dass du dich gerne auch länger im Meer aufhalten kannst. Und, wenn du dich dann auf dein Handtuch fallen lässt, umschmeichelt dich die laue Luft genauso freundlich.

Boa Vista bietet dir 55 Kilometer feinste Strände. Die beiden schönsten befinden sich ganz im Süden: Der Praia da Varandinha liegt malerisch eingebettet zwischen Leuchtturm und Kalkfelsen. Der endlose Praia Santa Monica bietet ebenfalls fotogene Felsen und feinsten Sandstrand. Der 15 Kilometer lange Traumstrand verdankt seinem Namen dem berühmten Namensvetter in Los Angeles. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass du hier kaum einer Menschenseele begegnest und fast den ganzen Strand für dich alleine hast.

Februar: Sal/Kapverden

Was für Boa Vista gilt, gilt natürlich auch für die benachbarte Surfer-Insel Sal. Mitten im Winter findest du hier traumhafte Bedingungen für einen Badeurlaub vor. Santa Maria, das touristische Zentrum im Süden der Insel, bietet dir Unterkünfte in allen Kategorien – von einfachen Pensionen bis hin zum komfortablen Luxushotel. Der feinsandige Praia Santa Maria ist nicht nur so richtig schön lang und breit, sondern auch das glasklare und türkisfarbene Meer sucht seinesgleichen. Und wenn du dich vom Schwimmen oder Sonnenbaden erholen willst und Lust auf einen coolen Drink oder einen kleinen Snack hast, findest du entlang des Strandes jede Menge Bars und Restaurants. Du wirst dich fühlen wie im Paradies – versprochen!

Mehr über die Kapverdischen Inseln und ihre Besonderheiten erfährst du in diesem Beitrag.

März: Dominikanische Republik & Thailand

Wer im März nach einem langen Winter anstatt in der heimischen Badewanne endlich mal wieder im Meer baden will und auch gegen weißen Puderzuckerstrand und ein paar Kokospalmen nichts einzuwenden hat, fliegt einfach in die Karibik oder an den Indischen Ozean. Beides traumhaft schön, herrliche 26 Grad Wassertemperatur – wir konnten uns einfach nicht entscheiden! Im Norden der Dominikanischen Republik lockt der Cayo Levantado mit tief türkisgrünem Wasser und strahlend weißem Sand. Da kommt Bacardi-Feeling auf! Das Wasser ist so klar, dass du selbst in zehn Meter Tiefe noch bunte Fischschwärme erkennen kannst. Also Schnorchel, Sonnenbrille und Strohhut nicht vergessen.

Dominikanischen Republik Cayo Levantado ist nur per Boot erreichbar - z.B. von Puerto Carenero aus.

Der Cayo Levantado ist nur per Boot erreichbar – z.B. von Puerto Carenero aus.

Wie im Paradies kannst du dich auch auf der thailändischen Urlaubsinsel Koh Samui fühlen. Das Wasser im Golf von Siam bringt es auf erstaunliche 26 Grad. Wenn du aus dem tiefgrünen Wasser steigst, erwarten dich bis zu 34 Grad. Such dir also lieber ein schattiges Plätzchen! Kleiner Tipp: Spann deine Hängematte lieber nicht direkt unter einer Kokospalme auf – es werden jährlich ca. 150 Menschen von einer herunterfallenden Kokosnuss getroffen. Es gibt auf Koh Samui zahlreiche Bilderbuchstrände – viele, wie der Chaweng Beach oder der Lamai Beach, sind mittlerweile leider ziemlich überlaufen. Etwas ruhiger geht es am Silver Beach in der Chrystal Bay zu. Die wunderschöne Bucht bietet dir kristallklares Wasser und weichen Sand. Wenn du Ruhe suchst, empfehlen wir dir die weniger frequentierten Strände Mae Nam und Bo Phut Beach im Norden der Insel.

April: Hurghada/Rotes Meer

Während es im Mittelmeer im April noch zu kalt zum Baden ist, kannst du im Roten Meer schon bei 23 Grad ausgiebig im, auf und unter Wasser aktiv sein. Auch die Luft ist jetzt noch nicht so aufgeheizt, wie in den Sommermonaten. Schöne Strände mit einer guten Infrastruktur und tolle Schnorchel-und Tauch-Reviere gibt es viele – du hast also die Qual der Wahl. In Hurghada empfehlen wir dir vor allem den Mahamaya Beach: Feinster Sand, angenehme Atmosphäre, schöne Aussicht – was will man mehr? Etwas trendiger ist der Strand von Sahl Haseesh, der mit seinen angesagten Strandbars und Restaurants vor allem ein jüngeres Publikum anzieht. An dem 13 Kilometer langen Strand findet aber bestimmt jeder ein ruhiges Plätzchen.

Wenn du es gerne etwas wilder magst, besuchst du von Sharm el Sheik aus die Strände von Dahab auf der Sinaihalbinsel – feinste Sandstrände vor der Kulisse des Sinaigebirges. Die abgelegene Bucht von Tabea – auch Fjord Bay genannt – bietet einen malerischen Traumstrand und noch weitgehend unberührte Korallenriffe.

Baden an der Türkischen Riviera Antalya

Die Insel Sedir (auch Cleopatra Insel genannt) ist eines der wichtigsten Touristenziele in der Türkei. Es ist überliefert, dass der organische Sand von Schiffen aus dem Roten Meer speziell für Cleopatra gebracht wurde. Der Strand steht unter dem Schutz der Regierung, um zu verhindern, dass der Sand entfernt wird.

Mai: Antalya/Türkische Riviera

Im Mai heißt es: „Fly Türkei!“. Die Türkische Riviera bietet dir schon 20 Grad Wassertemperatur zum Anbaden und die Strände sind in der Vorsaison noch angenehm leer. Die Sonne scheint schon im Schnitt zehn Stunden am Tag und die Quecksilbersäule klettert oft schon bis auf 26 Grad. Beste Bedingungen also für Beach- und Poolvergnügen ohne Affenhitze!

Direkt in Antalya kannst du dich am Stadtstrand Konyaalti vergnügen oder du unternimmst endlose Strandspaziergänge am sauberen, kilometerlangen Lara Beach, den du von Antalya aus in wenigen Minuten mit dem Bus erreichst. Einige der schönsten Badebuchten der türkischen Riviera erwarten dich zwischen Antalya und Kemer: In Phaselis, rund 40 Kilometer von Antalya entfernt, liegen bezaubernd kleine Badebuchten mit glasklarem Wasser und Schattenplätzen vor der Kulisse antiker Ruinen. Des weiteren findest du viele feinsandige Strände bei Side. Südlich von Fethiye empfehlen wir dir die malerische Bucht von Ölüdeniz, die durch eine schmale Landzunge sehr geschützt liegt und daher oftmals spiegelglattes Wasser aufweist. Ideal für Stand Up Paddeling! Falls du mit deinen Kindern in die Türkei fliegen willst, findest du in diesem Beitrag tolle Tipps für erlebnisreiche Tage.

Juni: Kreta

Das Meer rund um Kreta hat sich im Juni schon auf angenehme 22 Grad erwärmt und die Sonne ist im Frühsommer auch noch sehr milde gestimmt. Auf Kreta gibt es viele tolle und einzigartige Strände: Neben den beiden bekannten Palmenstränden von Vai und Prevelli hat die größte griechische Insel auch eine Lagune mit weißem Sandstrand zu bieten, der mit einem Hauch von rosa überzogen ist. Für dieses zauberhafte Phänomen sorgen pulverisierte Muschelschalen. Den abgeschiedenen Elafonisi Strand erreichst du bei ruhiger See zu Fuß über eine Sandbank. Er liegt im äußersten Südwesten der Insel und ist besonders am Nachmittag zu empfehlen, wenn sich viele der Besucher schon wieder auf den Heimweg machen.

Ein weiterer etwas abgelegener Traumstrand ist der Strand von Falassarna etwa eine Autostunde westlich von Chania. Der Hauptstrand ist ungefähr einem Kilometer lang und etwa 150 Meter breit. Dort kannst du Liegen mit Sonnenschirm für circa 6 Euro mieten. Der Strand fällt relativ flach ins Meer ab und ist somit gut für Kinder geeignet – auch, weil es im Wasser so gut wie keine Steine gibt.

Juli: Mallorca

Auf Mallorca erwarten dich im Juli wohlige 25 Grad Badetemperatur und viele Sonnentage. Malerische kleine Buchten und kilometerlange feine Sandstrände stellen dich vor die Qual der Wahl. Wer auf naturbelassene Dünenstrände steht, wird wohl den Playa Es Trenc zu seinem Traumstrand küren. Zweieinhalb Kilometer weißer Sand und weite Dünen sorgen für ein unverbautes Naturerlebnis, drei „Strandhütten“  für das leibliche Wohl. Wer etwas mehr als Sand und Sonne zu seinem Wohlbefinden braucht, trifft mit dem Playa de Alcudia, der mit dem benachbarten Playa de Muro Mallorcas größten Strand bildet, eine exzellente Wahl. Feiner heller Sand, flaches Wasser und eine Promenade mit einer großen Auswahl an Tapas-Bars und Restaurants machen das Stranderlebnis perfekt.

Daneben findest du auf Mallorca eine Vielzahl von kleinen felsgerahmten Calas, die dir auch im Juli ein ruhiges Badeerlebnis bieten. Merke: Je abgelegener und abgeschiedener der Strand – desto weniger Besucher und Infrastruktur. Probier doch mal die Cala Varques aus – klares Wasser, entspannte Strandatmosphäre und ein paar Hippies, die leckere Snacks verkaufen.

August: Jerez de la Frontera/Andalusien

Mondäne Badeorte wie Marbella oder Malaga oder weite Surferstrände mit meterhohen Wellen wie Tarifa – Andalusien bietet dir auf rund tausend Küstenkilometern viele abwechslungsreiche Strände.

In Andalusien hast du die Qual der Wahl – westlich von Gibraltar badest du im etwas frischeren Atlantik – östlich vom „Affenfelsen“ im wärmeren Mittelmeer.

In Andalusien hast du die Qual der Wahl – westlich von Gibraltar badest du im etwas frischeren Atlantik – östlich vom „Affenfelsen“ im wärmeren Mittelmeer.

Im August erwartet dich der Atlantik an der Costa de la Luz mit angenehmen 22 Grad. Wenn du es noch wärmer magst, wählst du einen der Mittelmeerstrände an der Costa del Sol, an denen die Wassertemperatur im Hochsommer auch schon mal bis zu 25 Grad betragen kann. In Andalusien hast du nämlich die Qual der Wahl – westlich von Gibraltar badest du im etwas frischeren Atlantik – östlich vom „Affenfelsen“ im wärmeren Mittelmeer. Wenn du also gerne mit den Wellen spielst, bist du in Tarifa besser aufgehoben, wenn du das Meer lieber etwas sanfter magst, dann in Estepona und anderen Badeorten der andalusischen Sonnenküste. Sowohl die Costa de la Luz als auch die Costa del Sol erreichst du bequem und am besten mit dem Mietwagen von unserem Zielflughafen Jerez de la Frontera!

September: Lagos/Algarve

Die portugiesische Algarve bietet dir spektakuläre Steilküsten, flache Sandstrände und traumhaft schöne Badebuchten. Besonders rund um Lagos findest du einige der schönsten Strände der Algarveküste, die sich allesamt auf den ersten Podestplätzen der besten Postkartenmotive tummeln. Die Ponta da Piedade verzaubert mit pittoresken Felsbögen, Grotten, Höhlen und kleinen Badebuchten wie der Praia da Boneca oder der Praia do Camilo, deren zwei kleine Strände du nur über eine Holztreppe erreichen kannst. Auch die Praia Dona Ana südöstlich von Lagos bietet eine atemberaubende Felskulisse und türkisgrün schimmerndes Wasser. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad kannst du dich im September in den noch 21 Grad warmen Atlantik stürzen.

Ende September werden die Strände an der Algarve immer leerer und das Licht immer schöner. Ein wunderbarer Monat, um die vielen tollen Strandperlen der Algarveküste zu entdecken! Am besten, du startest deine Algarve-Tour von Faro aus und fährst mit dem Mietwagen immer weiter gen Westen – bis zum sagenumwobenen und windumtosten Cabo de Sao Vincente – dem südwestlichsten Zipfel Europas…

Warum sie findet, dass die Algarve besonders im Herbst und Winter eine Reise wert ist, erzählt dir TUI fly Bloggerin Anna in diesem Beitrag.

Oktober: Zypern 

Den Strand von Konnos erreichst du ganz einfach zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto.

Den Strand von Konnos erreichst du ganz einfach zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto.

Wenn du den Sommer bis Ende Oktober verlängern willst, solltest du Zypern auf dem Zettel haben. Im südöstlichen Mittelmeer ist das glasklare Meer, aus dem einst Aphrodite entstiegen sein soll, noch bis zu 25 Grad warm – die Luft hat angenehme 28 Grad. Perfekte Bedingungen für unbeschwertes Beachvergnügen! Die Gewässer vor der Küste der sonnenverwöhnten Insel werden regelmäßig wegen ihrer ausgezeichneten Wasserqualität von der Europäischen Umweltagentur ausgezeichnet! Und auch die Strände im griechischen Teil Zyperns sind von außergewöhnlicher Schönheit. Wir möchten dir den Strand von Konnos unweit von Agia Napa ans Herz legen, der zwar nicht sehr groß, jedoch besonders idyllisch gelegen ist. Mehr über diesen und weitere Top-Strände auf Zypern erfährst du hier.

November: Fuerteventura

Im November findest du optimale Bedingungen für Sun & Fun auf der zweitgrößten Kanarischen Insel Fuerteventura. Das Meer hat noch lauschige 21 Grad und die milde Sonne erwärmt die Luft tagsüber auf moderate 25 Grad. Darüber hinaus sind die langen Sandstrände, traumhaften Dünenlandschaften und herausragenden Surfspots überzeugende Argumente, der Novembertristesse im grauen Deutschland zu entfliehen. Wie wäre es mit einem ausgedehnten Strandspaziergang am 20 Kilometer langen Strand von Jandía im Süden der Insel? Dabei kannst du dir ganz bestimmt vom Wind den Kopf mal so richtig freipusten lassen und dich zwischendurch in die erfrischenden Atlantikwellen stürzen. Und falls du mit den Elementen spielen willst, empfehlen wir dir die Surfspots im Norden der Insel, z.B. den Playa Corralejo oder die einsamen Naturstrände rund um das verträumte Örtchen El Cotillo mit seinen lässigen Strandcafés und authentischen Fischrestaurants.

Wenn du eher Lust auf Surfen als Baden hast, kannst du hier nachlesen, was Deutschlands bekanntester Surfblogger Julian Siewert an Fuerteventura so faszinierend findet, dass er jedes Jahr gleich mehrere Wochen auf der sonnenverwöhnten Insel verbringt.

Dezember: Teneriffa

Palmenstrand und Piña Colada statt Punsch und Plätzchen? Kein Problem! Wenn du die dunklen Tage im Dezember etwas aufhellen möchtest, tankst du einfach eine ordentliche Portion Wärme und Vitamin D unter der sanften Sonne Teneriffas. Und bei 20 Grad Wassertemperatur kannst du auch noch wunderbar im Meer baden. Schöne Strände dafür gibt es reichlich auf Teneriffa. Unser Lieblingsstrand ist der Playa de las Teresitas im Nordosten Teneriffas. Hellgelber Sand, türkisfarbenes Wasser und viele Palmen sorgen für Karibikfeeling – vorgelagerte Wellenbrecher für geschütztes Badevergnügen. Und das Beste: der Playa de las Teresitas ist nur an den Wochenenden richtig voll, wenn die Einheimischen aus dem nahen Santa Cruz den Strand bevölkern. Unter der Woche ist der Strand dann erstaunlich leer.

Falls du dich lieber auf dem Surfbrett austoben oder lange Strandspaziergänge unternehmen willst, ist der Playa el Médano – der längste Naturstrand der Insel – genau der richtige Beach für dich. Neugierig geworden? Weitere Teneriffa-Insidertipps hat unsere Flugbegleiterin Franziska für dich parat.

 

Unser Fazit: Es gibt einfach zu viele schöne Strände, um nur im Sommer wegzufliegen. Gerade in der Nebensaison und im Winter lohnt es sich, mal ein paar Tage Sonne in wärmeren Gefilden zu tanken. Denn: Irgendwo ist immer Strandsaison! Wer weiß, vielleicht feierst du ja deinen nächsten Geburtstag unter Palmen am Strand… 😉

Welche Baleareninsel passt zu dir?

Inselcheck: Abfeiern am Ballermann oder Ziegen zählen auf Formentera. Kulturell, klimatisch und landschaftlich sind sich die Baleareninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera ziemlich ähnlich. Und doch hat jede Insel ihren eigenen unverkennbaren Charakter und zieht eine ganz bestimmte Klientel von Urlaubern an. Welches Eiland deinen Vorlieben am besten entspricht, erfährst du in unserem (garantiert klischee-freien) Inselcheck!

An diesem Abschnitt des Playa de Palma kannst du mit Gleichgesinnten feiern und zu den Partyhits mitsingen, die du schon vom Feuerwehrfest von zu Hause kennst.

Der Balneario 6 auf Mallorca: Die Partyzone Nummer 1 auf den Balearen!

Du willst im Urlaub feiern wie die Bayern, aber mit Sonne und Strand?

Ganz klar: Du musst an den Balneario 6 – besser bekannt als Ballermann! An diesem Abschnitt der Playa de Palma kannst du mit Gleichgesinnten feiern und zu den Partyhits mitsingen, die du schon vom Feuerwehrfest von zu Hause kennst. Vorteil: hier kennt dich keiner und es ist wärmer als daheim.

Du fühlst dich im Oberbayern oder in der Schinkenstraße wie ein Alien?

Die gute Nachricht für dich: Außerhalb von Can Pastilla und El Arenal bietet Mallorca jede Menge bildschöne Buchten und Urlaubsorte ganz ohne Ballermänner. Am besten du erkundest die Insel mit einem Mietwagen, damit du möglichst viele der Facetten kennenlernst.

Du willst mit deinen Kleinen große Sandburgen bauen?

Die Cala Galdana auf Menorca ist bei Familien sehr beliebt, da es in der Bucht kaum Wellen gibt und das Wasser schön warm ist

Die Cala Galdana ist von hohen Steilhängen umgeben und bietet perfekte Badebedingungen für die Kleinen.

Die Cala Galdana auf Menorca ist bei Familien sehr beliebt, da es in der Bucht kaum Wellen gibt und das Wasser schön warm ist. Außerdem sorgen große Pinien für ausreichend Schatten! Natürlich findest du auch auf Mallorca viele tolle Strände für deine Minis. Lies einfach mal in unseren Blogbeitrag Familienurlaub auf Mallorca rein.

Du stehst ja so auf Disco?

Dann bist Du auf Ibiza genau richtig! Internationale DJs verwandeln die Baleareninsel jedes Jahr im Sommer in die größte Open-Air-Partyzone der Welt. In den Clubs und Discos der Partyinsel wird meist zu elektronischen Klängen bis zum Morgengrauen gefeiert und getanzt.

Du willst sphärische Klänge und Sonnenuntergänge genießen?

Unser Tipp: Wenn es dir im Café del Mar zu überlaufen ist, kannst du auch auf die umliegenden Sunsetbars wie das Mambo, Savannah, Kanya oder Mint ausweichen

Einfach legendär: Das Café del Mar eröffnete 1980 als erste Sunsetbar der Welt.

Im legendären Café del Mar auf Ibiza kannst du beides haben. Zu chilligen DJ-Sets und coolen Drinks kannst du das Naturschauspiel mit musikalischer Untermalung genießen, das weltweit zum Markenzeichen für den Ibiza-Sound geworden ist.
Unser Tipp: Wenn es dir im Café del Mar zu überlaufen ist, kannst du auch auf die umliegenden Sunsetbars wie das Mambo, Savannah, Kanya oder Mint ausweichen.
Übrigens: Auch auf Mallorca gibt es ein Café del Mar. Dort ist besonders der Käsekuchen zu empfehlen – traumhafter  Meerblick inklusive!

Du willst einfach nur Ziegen zählen?

Wenn dir Ibiza im Hochsommer zu rummelig ist, kannst du auf‘s benachbarte Formentera fliehen. Du erreichst die kleinste Baleareninsel per Boot von Ibiza-Stadt aus. Dort kannst du im Schatten von Feigenbäumen die Ruhe genießen und den gelangweilten Ziegen beim Grasen zusehen.

Du willst nachts feiern und tagsüber auf einsamen Pfaden wandern?

Was viele nicht wissen: Ibiza hat neben seiner lauten Partymeilen auch eine stille, ländliche Seite

Ibiza ist (noch) ein absoluter Geheimtipp in Sachen Wanderurlaub!

Was viele nicht wissen: Ibiza hat neben seiner lauten Partymeilen auch eine stille, ländliche Seite. Nur wenige Kilometer abseits der Touristenzentren findest du verträumte Ecken mit ausgedehnten Pinienwäldern und Olivenhainen, romantischen Badebuchten und verwunschenen Dörfern. Um diese vergessenen Regionen aus dem Dornröschenschlaf zu holen, hat das Fremdenverkehrsamt eine Broschüre mit neun Rundwegen herausgegeben, die überwiegend auf uralten Hirtenpfaden verlaufen.

 

Die bist kulturinteressiert und magst große Metropolen?

Mallorcas Inselhauptstadt Palma zählt über 400.000 Einwohner und wartet mit dem Flair einer spanischen Metropole auf. Ein modernes Kunstmuseum mit einer sehenswerten Miro-Sammlung, ambitionierte Restaurants mit internationaler Küche, spannende Ausgeh- und Amüsierviertel, eine große Markthalle und viele Modeläden und Shops lassen das Herz eines jeden Kosmopoliten höher schlagen.

Du stehst auf menschenleere Strände und einsame Buchten?

Weil die gesamte Insel zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde, gibt es an den über 100 Stränden deshalb nur wenige große Touristenhochburgen und Bausünden

Der Cala Pilar ist einer der am schwierigsten zugänglichen Strände Menorcas – und genau deshalb so naturbelassen und einsam.

Auf Menorca wird Naturschutz schon seit langem groß geschrieben. Bereits 1993 ist die gesamte Insel zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt worden. An den über 100 Stränden gibt es deshalb nur wenige große Touristenhochburgen und Bausünden. Zu den schönsten der vielen naturbelassenen Strände der Insel zählen der Playa De Cavalleria sowie die Cala Pilar und die Cala Turqueta.

Du liebst bunte Schuhe und Ballerinas?

Not macht erfinderisch! Weil auf Menorca aufgrund von Versorgungsengpässen in Sachen Schuhe lange Zeit Ebbe herrschte, nähten findige Einheimische aus alten Autoreifen und Leder ihre eigenen Sandalen. Diese „Avarca de Menorca“ kannst du auch heute noch vielerorts auf der Insel für kleines Geld kaufen. Auch das bekannte Schuhlabel Pretty Ballerinas ist auf Menorca ansässig.

Du begibst dich gerne auf kulinarische Entdeckungstouren?

Mallorca hat eine sehr lebendige Gastro-Szene: Du findest dort viele Lokale mit einfacher regionaler Küche, aber auch ambitionierte Restaurants mit moderner Fusionsküche

Feinschmecker aufgepasst: Mallorcas vielfältige Gastro-Szene bietet dir gleich sieben Sterne-Restaurants und zahlreiche Gourmet-Tempel.

Wusstest du, dass es auf Mallorca sieben Sterne Restaurants gibt? Aber nicht nur für Freunde der gehobenen Gastronomie ist die Insel ein Schlaraffenland. Mallorca hat eine sehr lebendige Gastro-Szene: Du findest dort viele Lokale mit einfacher regionaler Küche, aber auch ambitionierte Restaurants mit moderner Fusionsküche. Wie wäre es mit authentischem Indian Food im Indian Fusion in Alcudia oder südamerikanischen Spezialitäten im Munay in Palma?

Du magst es gerne bunt und bist im Herzen ein Hippie?

Dann solltest du dir ein paar Blumen ins Haar stecken und über Ibizas berühmte Hippie-Märkte schlendern. Auf dem Las Dalias findest du handgenähte Klamotten, originelles Kunsthandwerk und bunte Stoffe. Nach Einbruch der Dunkelheit gibt es DJ-Sets und Livemusik! Ibizas größter Hippiemarkt ist der Punta Arabí. An den über 500 Ständen werden Schmuck, Naturkosmetik und Hippie-Mode angeboten.

Du machst gerne Ferien auf dem Ponyhof?

Auf Mallorca findest du eine Vielzahl von Reiterhöfen für kleine und große Pferdefans – von professionellen Reitschulen über Pferdehöfe, die Ponyspaziergänge für Kinder oder morgendliche Strandausritte anbieten bis hin zu Erlebnis-Ranches mit launigen Wildwest-Shows.

Der Camí de Cavalls auf Menorca ist ein historischer Reiterpfad und ein landschaftlich facettenreicher Fernwanderweg entlang der Küste

Hoch zu Ross kannst du auf dem historischen Reiterpfad Camí de Cavalls Menorca erkunden.

Jede der Baleareninsel bietet dir ganz besondere, faszinierende Ferienerlebnisse. Familien, Ruhesuchende und Naturliebhaber sind auf Menorca bestens aufgehoben. Partypeople und flippige Fans der Hippiekultur finden auf Ibiza, wonach sie suchen. Selbstverständlich gibt es auch hier einsame Ecken und authentisches Inselleben – insbesondere auf der Nachbarinsel Formentera. Wer die Abwechslung liebt, findet auf der größten Baleareninsel Mallorca das vielfältigste gastronomische Angebot, viele Sightseeing-Highlights und unterschiedlichste Landschafts- und Küstenformationen. Da du aber, um diese alle kennenzulernen, nach Mallorca auswandern müsstest, reichen für einen zweiwöchigen Inselurlaub die touristischen und kulturellen Angebote Ibizas und Menorcas vollkommen aus…

Urlaubsglück auf den Balearen: Top 10 Sehenswürdigkeiten

Dein Urlaub auf Ibiza, Mallorca oder Menorca. Weite Strände, glitzerndes Wasser, herzliche Inselbewohner, pulsierende Städte, süße Dörfer und unberührte Natur – die Balearen sind prädestiniert für deinen Traumurlaub. Egal zu welcher Jahreszeit, zeigt die Schönheit der Natur ihren bunten Facettenreichtum und die stets angenehmen Temperaturen machen die Balearen zu einem ganzjährigen Reisehighlight.

Im TUI fly Blog zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten und führen dich an unsere Top 10 Lieblingsorte auf Mallorca, Menorca und Ibiza. Entdecke mit uns die spanischen Inseln im Mittelmeer. Los geht’s!

1. Cap de Formentor: der Treffpunkt der Winde

Cap de Formentor auf Mallorca ist der nördlichste Punkt der Baleareninsel. Die Halbinsel ist bei den Mallorquinern auch als Treffpunkt der Winde bekannt.

Cap de Formentor auf Mallorca ist der nördlichste Punkt der Baleareninsel. Die Halbinsel ist bei den Mallorquinern auch als Treffpunkt der Winde bekannt.

Der Nordosten Mallorcas formiert sich zu einer felsigen Landzunge, die als Halbinsel Formentor in den Ozean reicht. Wer bis an die Spitze der zerklüfteten Steilküste wandert, wird mit einem eindrucksvollen Ausblick belohnt: Das Cap de Formentor markiert das Ende der mallorquinischen Welt und ist bei Einheimischen als Treffpunkt der Winde bekannt – und das mit Recht! Die peitschenden Winde und das salzig aufschäumende Meerwasser haben bizarre Formen in den Felsen geschliffen. Hier spürst du die Kraft der Natur mit jeder Faser deines Körpers!

2. Unser Tipp: mit der Bimmelbahn durch Mallorcas Bergwelt

Aus der mallorquinischen Hauptstadt Palma fährt der Rote Blitz in die Kleinstadt Sóller.

Die Straßenbahn „Roter Blitz“ ist auf Mallorca sehr beliebt und eine gute Alternative zum Auto oder Bus.

Aus der mallorquinischen Hauptstadt Palma fährt der Rote Blitz in die Kleinstadt Sóller. Der Name ist irreführend, denn hinter dem Roten Blitz versteckt sich eine altertümlich nostalgische Bimmelbahn, die vom Bahnhof an der Placa Espanya in Palma in Richtung Berge zuckelt. Früher diente sie dem Transport von Orangen, heute genießen Reisende den wunderschönen Ausblick entlang der Bahnstrecken. Vorbei an Olivenhainen, Schafsherden, Mandel- und Orangenplantagen bis hin in die Bergwelt führt der Rote Blitz seine Passagiere. Die Fahrt dauert circa 45 Minuten. In Sóller angekommen, kannst da das romantische Städtchen erkunden und Mallorcas bestes Eis schlecken – in der Fabrica de Gelats. Vor allem das Fruchteis ist unwiderstehlich!

3. Kajaktour: erlebe Mallorcas Schönheit vom Meer aus

Wenn du deine Kajaktour in Palma startest, hast du beispielsweise die Möglichkeit, die beeindruckenden Meereshöhlen an den Klippen zu sehen und in geschützten Grotten zu baden.

Perspektivwechsel: Bei einer Kajaktouren erlebst du die Insel von ihrer geheimen und maritimen Seite, die nur vom Meer aus zu entdecken ist!

Dich zieht es aufs Meer? Dann solltest du auf Mallorca unbedingt eine Kajaktour unternehmen. Diese Touren werden in vielen Küstenorten angeboten und von Guides begleitet – du brauchst also keine Angst auf dem Meer zu haben. Die Aussicht vom Kajak aus ist toll, da du im Gegensatz zu den großen Booten die meisten Schutzgebiete befahren und die Strände unbewohnter Mini-Inseln erkunden kannst. Wenn du deine Kajaktour in Palma startest, hast du beispielsweise die Möglichkeit, die beeindruckenden Meereshöhlen an den Klippen zu sehen und in geschützten Grotten zu baden.

4. Unser Tipp: Wochenmarkt in Artà

Frische Oliven, Gemüse, süßes Obst, Fleisch, Nüsse, duftende Blumen, Sommerkleider, Schmuck und handgeflochtene Taschen – auf dem Wochenmarkt von Artà kannst du stundenlang stöbern und dich vom bunten Treiben verzaubern lassen.

Nachdem du über den Wochenmarkt in Artà geschlendert bist, laden Cafés zum träumen und beobachten ein.

Ein Urlaub auf Mallorca lohnt sich nicht nur wegen der spektakulären Landschaft. Auch die Städte versprühen einen faszinierenden Zauber: Hier spürst du das authentische, spanische Leben. Besonders schön ist die Stadt Artà im Osten der Insel. Enge Gassen, gesäumt von bunten Häuserfassaden mit farbenfrohen Fensterläden, führen dich durch das Herz der Stadt. Die lockere, mallorquinische Mentalität entfaltet sich vor allem auf dem Wochenmarkt, der jeden Dienstag stattfindet. Frische Oliven, Gemüse, süßes Obst, Fleisch, Nüsse, duftende Blumen, Sommerkleider, Schmuck und handgeflochtene Taschen – hier kannst du stundenlang stöbern und dich vom bunten Treiben verzaubern lassen. Der Markt von Artà zählt definitiv zu den schönsten Spaniens und ist immer einen Besuch wert!

5. Hafen von Mahón: Europas größter Naturhafen

Der Hafen Es Castell in Mahon ist der größte Naturhafen im Mittelmeer und nach Sydney der zweitgrößte der Welt. Er zieht sich über eine 5,5 Kilometer lange Bucht ins Zentrum von Mahón.

Nach Sydney zweitgrößter Naturhafen der Welt – Es Castell in Mahon.

Wer Urlaub auf Menorca macht, sollte unbedingt den Hafen der Inselhauptstadt Mahón besuchen. Dieser ist der größte Naturhafen im Mittelmeer und nach Sydney der zweitgrößte der Welt. Er zieht sich über eine 5,5 Kilometer lange Bucht ins Zentrum von Mahón. Gesäumt von zahlreichen Bars und Restaurants lädt der Hafen zum Flanieren, zu einem gemütlichen Kaffee am Nachmittag oder einem köstlichen spanischen Wein am Abend ein. Außerdem solltest du unbedingt an einer Hafenrundfahrt teilnehmen.

6. Binibequer Vell: ein malerisches Fischerdorf

Binibequer Vell liegt im Südosten Menorcas, nur knapp 10 Kilometer von Mahón entfernt und strahlt hell durch seine kleinen, weißen Häuser.

Binibequer Vell: Ein charmantes, weißes Dorf, wie einer Postkarte entsprungen!

Das süße Dörfchen Binibequer Vell scheint einem Märchen entsprungen. Es liegt im Südosten Menorcas, nur knapp 10 Kilometer von Mahón entfernt und strahlt hell durch seine kleinen, weißen Häuser. Die schmalen Gassen sind so verwinkelt, dass man sich schnell in diesem zauberhaften Labyrinth verliert, was allerdings nicht schlimm ist. Die Einheimischen helfen dir immer, den Weg zu finden. Du solltest nur genug Zeit mitbringen. Besuche zum Sonnenuntergang unbedingt den Pier. Denn hier kannst du den kleinen Fischerbooten dabei zusehen, wie sie über das Meer schippern und die letzten Sonnenstrahlen auf der Mauer bei einem Glas Wein genießen.

7. Unser Tipp: Menorcas raue Mondlandschaft

An der Ostküste Menorcas erwartet dich Faro de Favaritx, ein ungewohnt düsterer und doch zugleich faszinierender Anblick: Karges Schiefergestein bildet eine dunkle, zerklüftete Landschaft

Der außergewöhnliche Leuchtturm von Favaritx besticht durch sein schwarzes, spiralförmiges Muster in einer wüsten Mondlandschaft

An der Ostküste Menorcas erwartet dich Faro de Favaritx, ein ungewohnt düsterer und doch zugleich faszinierender Anblick: Karges Schiefergestein bildet eine dunkle, zerklüftete Landschaft. Kleine Pflanzen drängen sich in windgeschützten Kuhlen, ansonsten scheint dieser Ort abgesehen von einzelnen Wanderern unbelebt und unwirklich. Die Szenerie zieht einen in ihren Bann und ist ein absolutes Muss für Menorca-Urlauber!

Kleiner Hinweis: Faro de Favaritx ist nicht mit dem Auto erreichbar. Es fährt aber regelmäßig ein Bus aus der Hauptstadt Mahón (Maó) nach Favaritx ab. Wenn du möchtest, kannst du schon vor der Endhaltestelle aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. So kannst du die Landschaft noch besser bestaunen.

8. Cala Benirràs – Ibizas Hippie-Strand

Ibiza ist nicht nur populär für seine wunderschönen Strände, sondern auch für seine Beliebtheit bei Hippies

Am Strand Cala Benirrás genießt du coole Sundowner gepaart mit allabendlichen Hippie-Ritualen

Ibiza ist nicht nur populär für seine wunderschönen Strände, sondern auch für seine Beliebtheit bei Hippies. Auch heute noch pulsiert der bunte Hippiecharme auf der Insel im Mittelmeer. Am Strand Cala Benirrás an der Nordküste erwacht dieser Zauber jeden Abend aufs Neue: Tagsüber plantschen die Badegäste im klaren Wasser und bestaunen die versteckte Unterwasserwelt beim Schnorcheln. Abends tummeln sich Sundowner am Strand und auf den hohen Felsen, die die Bucht einrahmen. Der Sonnenuntergang wird in einem Ritual von Trommlern und Bongospielern begleitet, die zum Tanzen und Feiern einladen. Vor allem sonntags wird diese Hippietradition groß zelebriert. Wenn du an Ibizas Hippie-Leben teilhaben möchtest, dann finde deinen Flug hier bei TUI fly.

9. Mountainbike-Tour – Ibizas schönste Plätze entdecken

Du solltest dir unbedingt ein Mountainbike leihen, dann hast du die Möglichkeit, die aufregende Landschaft und die wilden Küstenregionen auch Offroad zu erkunden

Perfektes Terrain für Mountainbiker: Der uralte Reitpfad Cami de Cavalls umkreist Menorca und führt dabei von Leuchtturm zu Leuchtturm

Die balearische Insel ist ein echtes Highlight für begeisterte Radfahrer. Fahrradverleihe gibt es nahezu flächendeckend auf Ibiza, wodurch du flexibel Tagestrips oder auch Touren über mehrere Tage unternehmen kannst. Du solltest dir unbedingt ein Mountainbike leihen, dann hast du die Möglichkeit, die aufregende Landschaft und die wilden Küstenregionen auch Offroad zu erkunden. Wenn du dich lieber einem Team anschließen möchtest, kannst du auch an geführten Touren über die Insel in verschiedenen Schwierigkeitsgraden teilnehmen. Auf ambitionierte Sportler warten im Norden und Westen Ibizas knackige Routen. Hier kannst du dich richtig auspowern und wirst dafür mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Schwing dich auf’s Rad und entdecke Ibizas Schönheit auf zwei Rädern!

10. Unser Tipp: Urlaub auf einer Agrofinca

Wenn du Urlaub auf einer Agrofinca machst, wirst du gewöhnlich in das Leben der Bewohner miteingebunden. Das gemeinsame Kochen und Essen am Abend sind dabei genauso bereichernd wie die Arbeit auf dem Feld oder die Versorgung der Tiere.

Back to the roots! Echte Geheimtipps sind die Agrofincas auf den Balearen

Wenn du das ursprüngliche Leben auf den Balearen spüren möchtest, empfehlen wir dir, Urlaub auf einer kleinen Agrofinca zu machen. Diese Fincas sind ehemalige Gutshäuser, oftmals noch in Familienbetrieb und liegen abseits der großen Städte. Obwohl die Fincas meistens renoviert wurden, wird das Leben hier noch traditionell fortgeführt. So wird das Land nach wie vor bewirtschaftet: Mandeln, Oliven, Kartoffeln, Melonen, Trauben, Citrusfrüchte und Johannisbrotbäume sind beispielsweise klassische Nutzpflanzen der Balearen. Außerdem werden Tiere wie Ziegen, Esel und Schafe gehalten. Wenn du Urlaub auf einer Agrofinca machst, wirst du gewöhnlich in das Leben der Bewohner miteingebunden. Das gemeinsame Kochen und Essen am Abend sind dabei genauso bereichernd wie die Arbeit auf dem Feld oder die Versorgung der Tiere. Mit deinem Urlaub auf einer Agrofinca erhältst du nicht nur die Möglichkeit auf private, spannende Einblicke in das Leben der Inselbewohner, du unterstützt auch die Aufrechterhaltung dieser traditionellen Lebensweise.

Wenn dich nun das balearische Urlaubsfieber gepackt hat, dann freuen wir uns auf deine Reise nach Ibiza, Menorca oder Mallorca – oder bereist du sogar alle drei Trauminseln?

Mallorca

Insidertipps Mallorca von TUI fly Flugbegleiterin Barbara

 

Flugbegleiterin TUI fly

Barbara Fromme
TUI fly Flugbegleiterin

Einwohner rund 870.000 | Bester Reisezeitraum Februar bis Oktober

„Ich liebe es, die sonnige und abwechslungsreiche Insel Mallorca zu erkunden. Die versteckten Buchten, lässigen Bars und verschlafenen Ortschaften begeistern mich immer wieder.“

Diese 7 Orte solltest du auf Mallorca unbedingt entdecken!

Mallorca ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Die größte Baleareninsel hat ein abwechslungsreiches Angebot an Ausflugszielen und Landschaften zu bieten. Nur eins bleibt hier meistens gleich: das angenehm warme Wetter. Perfekt für alle Sonnenanbeter, Entdecker, Abenteurer, Faulenzer und generell für alle Urlaubsliebhaber.

5. Port d’Andratx

Helene Fischer wohnt hier. Und viele mehr. Die wesentliche Küstenstraße von Soller nach Port d’Andratx ist atemberaubend.

6. Cuevas del Drach

Die Tropfsteinhöhlen bei Porto Cristo sind oft überlaufen, aber Pflicht. Einmalig: Ein Konzert am unterirdischen See besuchen.

7. Ruina La Trapa

Die dreistündige Wanderung von Sant Elm will vorbereitet sein. Aber der Blick entschädigt für jede Schweißperle.


 

Hier solltest du unbedingt essen!

Mallorca bringt ein buntes und abwechslungsreiches Angebot an Speisen auf den Tisch. Und weil diese Köstlichkeiten ein echter Genuss sind, isst man hier in keinem Fall schnell was zwischendurch, sondern lässt sich viel Zeit und verbringt gerne mal drei Stunden beim Abendessen gemeinsam am Tisch. Weil die Spanier den ganzen Tag auskosten wollen, füllen sich die Restaurants in der Regel erst gegen neun Uhr. Davor genießt man die Sonne am Strand.

Typisch spanische Küche: Serrano-Schinken, Chorizo-Salami und andere Köstlichkeiten.

Typisch spanische Küche: Serrano-Schinken, Chorizo-Salami und andere Köstlichkeiten.

Unsere kulinarischen Mallorca-Tipps für dich

Duke: Ein Surferladen mitten in der Hauptstadt: Das Duke bietet lässige Atmosphäre im In-Viertel Santa Catalina. Küchenchef Ronny setzt auf Gerichte mit südamerikanischem Twist wie Ceviche, Süßkartoffel-Fritten oder gebackene Avocado.
Carrer Soler 36, Palma de Mallorca, +34971071738, dukepalma.com

Mandala: Ein Geheimtipp fern der Touristenmassen. In diesem Mini-Restaurant 45 Autominuten von Palma in Richtung Berge kommen typisch katalanische Speisen wie Kabeljau-Salat oder geschmortes Kaninchen auf den Tisch. Unbedingt reservieren!
Calle Nueva Orient 1, Orient, +34971615285

Quita Penas: Heute bleibt die Küche kalt! Es gibt „Pa amb oil“, belegtes Tomatenbrot nach Inselart. Ob mit Manchego-Käse, Serrano-Schinken, Chorizo-Salami oder pur mit Öl ist eigentlich egal. Wer diese Bar an der Treppe nicht besucht, hat definitiv etwas verpasst! Nur mittags geöffnet.
Carreró de l’Amargura 1, Valldemossa, quitapenas-valldemossa.es

5illes eat & drink: Der Abend fängt hier mit Cocktails an, geht mit Tapas, Tuna oder Tempura-Garnelen weiter – und endet mit mehr Cocktails. Das 5illes ist einer der Orte, die klar machen: Du bist im Urlaub! Dabei helfen die Beach-Bar-Atmosphäre und die coole Musik.
Avenida Primavera 42, Colónia de Sant Jordi, +34971655669

Das solltest du dir auf Mallorca nicht entgehen lassen

Farben fühlen
Der Bunker im Vorort Cala Major hat es in sich: Hier findet sich das erhaltene Atelier des Malers Joan Miró. Seine Schaffenswut beschränkte sich nicht nur auf 200 Gemälde, 500 Skulpturen und 400 Keramiken, nein, Miró bemalte auch gleich noch die Wände.
Fundació Joan Miró, Carrer Joan de Saridakis 29, Palma

Zum Meer wandern
Die schönsten Strände wie Es Trenc oder Cala S’Amarrador sind leicht zu erreichen, aber überlaufen. Abgelegener ist Cala s’Almunia an der Südspitze. Hier liegst du zwar auf Felsen, aber das glasklare Wasser und die Ruhe entschädigen.
Cala s’Almunia bei Santanyi

Spaniens Geheimtipp: Cala S’Almunia. Folge einfach der Treppe mit 120 Stufen Richtung Meer.

Spaniens Geheimtipp: Cala s’Almunia. Folge einfach der Treppe mit 120 Stufen Richtung Meer.

Schokolade kaufen
Sie macht (fast) nicht dick und schmeckt trotzdem: Die Schokolade Cachao, die in einer Manufaktur am Markt von Santa Catalina in Palma aus nachhaltigen Zutaten hergestellt wird, ist roh, bio und vegan. Ein gutes Mitbrinsel – wenn die Tafel die Heimreise überlebt.
Calle Cotoner 58, Palma, cachao.eu

Kurz mal abheben
Ricardo Aracil geht seit 3o Jahren in die Luft. Beruflich: Als Heißluftballon-Fahrer nimmt er Gäste ab Manacor mit. Am schönsten ist die Fahrt im Februar, wenn die Mandelblüte die Insel in ein weißes Meer verwandelt.
+34971596969, mallorcaballoons.com

 

Unbedingt tun

  • Tapas bestellen: Fünf Stück für zwei Personen reichen oft, ordere dann je nach Hunger nach. Immer gut: eingelegter Fisch.
  • Weg vom Strand: Die Inselmitte mit Dörfern wie Sineu, Alaro oder Villafranca sind wenig überlaufen und bieten kleine Bars, Weingüter sowie Märkte.
  • In die Kirche gehen: Selbst wer wenig mit Religion anfangen kann, wird über die Kathedrale von Palma staunen.

Lieber lassen

  • Sangria bestellen: Der Cocktail im Eimer ist oft gepanscht und verursacht nur Kopfweh. Alternative: Tinto Verano – gekühlter Rotwein mit Limo.
  • In den Biergarten gehen: Hier gibt’s billiges Essen, Betrunkene und ja, man redet deutsch.
  • Mit der Kutsche fahren: Es gibt sie nur noch vereinzelt. Meistens sind sie überteuert und die Tiere müssen den ganzen Tag in der Sonne brüten.

 

Dieser Artikel erschien in der Sommerausgabe 2018 des Flyjournals.

Familienurlaub auf Mallorca – Maximaler Urlaubsspaß mit deinen Kids

Mallorca ist nicht ohne Grund für seine traumhaften Badeorte und geschützten Buchten bekannt

Mallorca ist nicht ohne Grund für seine traumhaften Badeorte und geschützten Buchten bekannt

Mallorca ist als Urlaubsziel bei Familien sehr beliebt. Und das aus gutem Grund: Die Baleareninsel wird von vielen deutschen Flughäfen aus mehrmals wöchentlich angeflogen und die kurze Flugdauer von gerade einmal zweieinhalb Stunden überstehen auch kleine Kinder, ohne das große Langeweile aufkommt. Die Infrastruktur auf der Insel ist sehr gut und du findest für den Fall der Fälle in Palma sogar mehrere deutschsprachige Ärztezentren, wie z.B. die Palma Clinic.

Außerdem gibt es Hotels für jeden Geldbeutel und Badebuchten für jeden Geschmack. Wir verraten dir, welches die besten Strände für Kinder sind und was du an einem Regentag oder wenn du außerhalb der Badesaison mit deiner Familie Mallorca besuchst, spannendes unternehmen kannst. Es gibt z.B. jede Menge Reiterhöfe für kleine Amazonen und viele liebevoll restaurierte Fincas mit Tieren zum Streicheln, auf denen ihr viel über das Leben auf Mallorca erfahren könnt.

Sauber bleiben – Die Blaue Flagge verrät dir,
wo du mit deinen Kleinen bedenkenlos Baden gehen kannst!

Die spanische Vereinigung für Umwelt- und Verbraucherschutz (ADEAC) vergibt jedes Jahr die begehrte „Bandera Azul“- die „Blaue Flagge“ – für die saubersten Strände in Spaniens.

Neben der Sauberkeit des Wassers, das durch Proben auf seine Qualität geprüft wird, spielen für die Auszeichnung auch die Zugänglichkeit des Strandes für Menschen mit Behinderung und die Beaufsichtigung des Strandes durch Rettungsschwimmer für die Vergabe eine Rolle. Auf der Internetseite der Organisation findest du eine Übersicht über alle Strände, die die Blaue Flagge erhalten haben. In diesem Jahr wurden 29 Strände auf Mallorca mit der Bandera Azul ausgezeichnet. Neu hinzugekommen ist der S’Amarador in Santanyì.

Badespaß für Strandpiraten – die besten Strände für Familien auf Mallorca

In der Bucht von Alcudia im Norden sind besonders die Strände von Alcudia, Muro und Formentor für Familien zu empfehlen. Der ein Kilometer lange Cala Formentor bietet eine hervorragende Wasserqualität, sowie schattenspendende Kiefern und ist mit dem Buggy leicht zugänglich. Das Parken kostet allerdings 8 €.

In der Bucht von Alcudia im Norden sind besonders die Strände von Alcudia, Muro und Formentor für Familien zu empfehlen

In der Bucht von Alcudia im Nordosten Mallorcas findet ihr zahlreiche gut besuchte sowie ruhigere Strände, die alles bieten, worauf es den Kids und euch ankommt

Der gepflegte Platja de Alcúdia bietet ebenfalls Schattenplätze in einem kleinen Kiefernwald und kristallklares Wasser.

Der feinsandige und saubere Platja de Muro fällt flach ab und wird von acht Überwachungstürmen aus beobachtet. Zwölf Rettungsschwimmer und eine eigene Wasserpolizei sorgen für die Sicherheit der Besucher! Keine blaue Flagge, dafür aber jede Menge feinsten Sand bietet der Naturstrand Es Trenc, an dem viele Familien ihre Sandburgen bauen. Etwas weniger stark frequentiert als der beliebte Es Trenc ist der etwas nördlicher gelegene Sa Rápita, wo du auch ein paar kleine Restaurants und Bars findest. Die kleine Bucht von Cala Pi hat zwar keine Strandbar, aber auch in der Hochsaison noch frei Plätze. Und einen Rettungsschwimmer gibt es auch.

 

Hier kommen Pferdefans voll auf ihre Kosten!

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auf Mallorca gibt es viele Pferdehöfe für kleine und große Pferdeliebhaber. Die Finca Hipica Formentor setzt auf natürliche Pferdepflege, lässt die Tiere draußen in Gruppen leben und bietet Ausritte für Kinder an.
Der Pferdehof Can Paulino ist auch sehr um das Wohlempfinden der Vierbeiner bemüht. Kinder ab 10 Jahren können dort unter deutscher Leitung Ausritte unternehmen, u.a. auch an den Dünenstrand von Es Trenc.
Auf der Rancho Can Picafort kannst du ebenfalls Ausritte buchen, auch durch die Dünen der Bucht von Alcúdia.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auf Mallorca gibt es viele Pferdehöfe für kleine und große Pferdeliebhaber

Das Thema Tierschutz und Nachhaltigkeit schreiben sich immer mehr Fincas auf ihre Flagge – hier macht Reiten Spaß!

Die Finca Son Sureda aus dem 15. Jahrhundert ist ein klassischer Agroturismo inklusive Reiterhof. Hier kannst du mit deinen Kindern entspannte Ferien im ländlichen Mallorca verbringen!
Die Rancho Grande ist ein riesige Erlebnis-Ranch mit Grill-Restaurant, die Kutschfahrten, Wildwest-Shows und Ausritte anbietet.
Auf der Rancho Bonanza kannst du auch mit kleineren Kindern aufkreuzen, denn dort gibt es auch Ponys. Neben Reitunterricht werden außerdem Ausritte an die Strände Cala Torta und Cala Mesquida angeboten.

Ponyspaziergänge können deine Kinder auf Son Menut unternehmen. Hier gibt es das Rundum Wohlfühl-Programm mit Hotel, Restaurant, Kinderbetreuung und Wellness für Mama!

 

In dem bekannten, sehr empfehlenswerten aber auch recht kostspieligen Palma Aquarium (Erw. 24,50 €; Kind 14 €) kannst du viele Meeresbewohner kennenlernen

Im großen Palma Aquarium lernen deine Kinder an 25 verschiedenen Aquarienbecken eine Menge über die Flora und Fauna des Mittelmeeres

Echt tierisch! Fincas, Parks und Streichelzoos

In dem bekannten, sehr empfehlenswerten aber auch recht kostspieligen Palma Aquarium (Erw. 24,50 €; Kind 14 €) kannst du viele Meeresbewohner kennenlernen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere tierisch gute Angebote, um mit der Tierwelt der Insel auf Tuchfühlung zu gehen.

Die Finca Son Real bietet auf 400 Hektar einen 2,2 Kilometer langen Naturpfad. Hier können viele einheimische Tierarten beobachtet werden, mit etwas Glück sogar die Mittelmeerschildkröte. Auf jeden Fall zu Gesicht bekommst du hier das Cerdo Ibérico. Die kleinen schwarzen Schweine werden in einem Gehege in der Höhe des Haupthauses gehalten.

Wer nicht nur Tiere beobachten, sondern auch ein bisschen wandern will, sollte den Naturpark La Reserva besuchen. Durch den Tierpark führt ein dreieinhalb Kilometer langer Rundweg. Einige Tiere, wie z.B. Braunbären kannst du in ihren Gehegen beobachten, andere laufen frei herum. Zu sehen gibt es u.a. Wildesel, Ziegen und Hirsche.

Durch den Tierpark führt ein dreieinhalb Kilometer langer Rundweg. Einige Tiere, wie z.B. Braunbären kannst du in ihren Gehegen beobachten, andere laufen frei herum

Der Nationalpark „La Reserva“ bietet euch auf 2,5 Mio. qm reichlich Platz zum Wandern und zum Bestaunen der Natur. Allein 15 Wasserfälle zählt der Park!

Rund um das Landgut La Granja de Esporles, das mittlerweile ein Freiluft-Museum beherbergt, kannst du typischen mallorquinischen Nutztieren begegnen, wie Esel, Enten, Fasanen oder Gänsen. Drinnen gibt es z.B. eine Ölpresse oder eine Folterkammer zu bestaunen. Außerdem kannst du dort mit deinen Kurzen Kerzen ziehen und allerlei andere handwerkliche Dinge ausprobieren.

Auf der Finca Ses Cases Noves kommen Eselliebhaber auf Ihre Kosten. Rund 40 Langohren haben bei der österreichischen Gutsherrin ihr Zuhause. Darüber hinaus beherbergt die Eselfinca noch zahlreiche Ziegen, Schafe und Schweine. Deine Kinder können die Tiere füttern und auf den Eseln reiten, während du dein Barbecue genießt.

Und sonst so? Höhlen, Kletterparks und Planetarium

Das Museo Sa Bassa Blanca der Stiftung Jakober ist ein überraschender Ort für Kunstinteressierte mit einem Palast, einem Skulpturengarten mit lustigen teils überdimensionalen Tierfiguren und einer modernen Kunsthalle, wo als Highlight für deine Kids ein 10.000 Jahre altes Wollnashornskelett auf euch wartet. Samstags ist Familientag!

In den Sommermonaten sind die Cuevas del Drach oft sehr überlaufen - hier lohnt es sich, auf die nicht so bekannten Cuevas de Campanet auszuweichen

Die Tour der etwa 1.200 m langen und seit dem Mittelalter bekannten „Drachenhöhlen“ dauert eine Stunde – Highlight ist die stimmungsvolle Bootsfahrt am Ende der Tour

Die Cuevas del Drach – besser bekannt als Drachenhöhlen – sind die bekanntesten Höhlen der Insel. Highlight ist eine Bootsfahrt über einen unterirdischen stimmungsvoll beleuchteten See, begleitet von einem Klassik-Quartett! Kostenpunkt: 15 € für Erwachsene; Kinder von 3 bis 12 Jahren zahlen 8 €.

Die spektakuläre Tropfsteinhöhle Cuevas de Campanet ist nicht so überlaufen, hat aber auch ihren Preis! Erwachsenen zahlen hier ebenfalls 15 €, Kinder von 4 bis 10 Jahren 8 €.

Und Action! Falls du dich mit deinen Kids körperlich mal so richtig austoben willst, ist der Kletterpark Jungle Parc in Santa Ponca sicher genau das richtige für euch! Der Kletterpark bietet Parcours in verschiedenen Schwierigkeitsstufen für alle Altersklassen. Ausschließlich für Kinder zwischen 4 bis 11 Jahre ist der Jungle Parc Junior in Bendinat konzipiert. Wer mindestens 1,05 m groß ist kann hier altersgerechte Mutproben und Kletterspaß erleben.

Roter Blitz, die Straßenbahn auf Mallorca ist sehr beliebt und eine gute Alternative zum Auto oder Bus

Die Straßenbahn „Roter Blitz“ ist auf Mallorca sehr beliebt und eine gute Alternative zum Auto oder Bus

Ein Klassiker auf Mallorca, der auch für Kinder einen hohen Unterhaltungsfaktor bietet, ist eine Fahrt mit der Bahn „Roter Blitz“ von Palma nach Port de Sóller. Mit sage und schreibe 27 km/h kämpft sich die über 100 Jahre alte Bahn über die Berge bis ans Meer.

Das Landgut Raixa beherbergt ein Freilicht-Museum, wo du das ländliche Mallorca kennenlernen kannst. Durch die interaktive Präsentation werden auch ältere Kinder angesprochen. Ansonsten kannst du in dem parkähnlichen Garten mit allerlei Wasserspielen herrlich entspannen. Und das Beste: Der Eintritt ist frei!

Eine Infotainment-Show erwartet dich und deinen Nachwuchs auch im Planetarium von Mallorca. Außerdem könnt ihr dort natürlich mit großen Teleskopen auf Sternenjagd gehen, den Nachbau der Apollo-11-Mondlandefähre bestaunen oder euch die Meteoritensammlung ansehen.

Wärmstens empfohlen: der ultimative Familienreiseführer für Mallorca!

Wer mit Kindern Urlaub auf Mallorca macht, sollte sich unbedingt den sehr gut recherchierten und kenntnisreichen Familienreiseführer von Steve Keller besorgen. Keller lebt mit seinen beiden Zwillingstöchtern auf Mallorca und kennt die Insel wie seine Westentasche. „Ab in die Ferien – Mallorca“ ist sehr übersichtlich nach Regionen unterteilt und überrascht mit vielen Insidertipps, detaillierten Infos und ist darüber hinaus auch noch sehr unterhaltsam geschrieben. Die 15 € sind also sehr gut investiert!

Urlaub in Spanien: was für ein Spanienreisender bist du? Freunde im Meer Ibiza

Welcher Spanien-Reisetyp bist du?

Die Sommermonate nähern sich, die Vorfreude auf den Urlaub steigt. Aber wohin geht die Reise in diesem Jahr? Nach Deutschland ist Spanien nach wie vor Spitzenreiter unter den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Spaniens Urlaubslandschaft ist so vielfältig, dass du die Qual der Wahl hast: Romantische Tage zu zweit, anspruchsvolle Wanderungen, entspannter Badeurlaub oder doch lieber ein lebhafter Städtetrip? Wir helfen dir herauszufinden, welcher Spanien-Reisetyp du bist.

Wasserplantscher: Du liebst es, den ganzen Tag im Meer und am Strand zu verbringen?

Dann ist Spanien auf jeden Fall dein perfektes Reiseziel. Vor allem die Inseln verzaubern mit strahlend weißem Sand, türkisblauem Wasser und sauberen Stränden. Wenn du es lieber ruhiger magst, dann solltest du nach Menorca  reisen. Kleine Buchten wie die Cala Marcella, die Cala Algaiarens mit ihrem rötlichen Strand oder die von weißen Kalksteinfelsen umrandete Cala Mitjana laden zum Sonnenbaden und Plantschen ein.

Wenn du eine Vorliebe für naturbelassene Strände hast, dann solltest du unbedingt einen Tag am Cala de Moro auf Mallorca verbringen. Die Badebucht ist von grünbewaldeten Felsen umgeben und wird viel von Mallorquinern besucht.

Aber auch Fuerteventura ist mit seinen ungefähr 100 Stränden ein Eldorado für Sonnenanbeter. Wunderschön sind zum Beispiel die Dünen von Corralejo, die in einem romantischen Sandstrand zum Ozean hin verlaufen.

Der Camí de Cavalls auf Menorca ist ein historischer Reiterpfad und ein landschaftlich facettenreicher Fernwanderweg entlang der Küste

Der Fernwanderweg „Cami de Cavalls“ auf Menorca bietet alles, was dein Wandererherz höher schlagen lässt: historische Pfade durch ursprüngliche Landschaften und wilde Küsten

Passionierter Wanderer: Ein Fernwanderweg auf einem alten Pferdepfad reizt dich?

Der Camí de Cavalls auf Menorca ist ein historischer Reiterpfad und ein landschaftlich facettenreicher Fernwanderweg entlang der Küste. Auf 185 Kilometern durchwanderst du Schluchten, dichte Wälder, Sumpfgebiete, überquerst wilde Felslandschaften und kannst an traumhaften Buchten mit kristallklarem Wasser rasten.

Städtereisender: Unbekannte Städte und ihre Geschichten zu erkunden ist dein Ding?

Jerez de la Frontera ist für seine Königlich-Andalusische Reitschule weltbekannt

Wer die andalusischen Pferde „tanzen“ sehen möchte, kann dies in den Sommermonaten dreimal wöchentlich in der Königlichen Hofreitschule

Dann legen wir dir nicht das klassische Madrid oder Barcelona, sondern das kleinere, aber nicht weniger feine Jerez de la Frontera in Andalusien ans Herz. Mit TUIfly fliegst du günstig in die Stadt des berühmten Sherrys, die auch für ihre Königlich-Andalusische Reitschule weltbekannt ist. Die stolzen Andalusier-Pferde schreiten durch die Stadt und können bei aufregenden Shows bestaunt werden. In kleinen Bars erklingt traditionelle Flamencomusik und wenn du dich traust, kannst du hier das Tanzbein schwingen. Ein Highlight ist auch die Alcázar, eine imposante, maurische Festung.

 

Wenn du schon immer die traditionelle Paella kosten wolltest, dann probiere die Beste: im entspannten Restaurant Santa Gertrudis in Santa Gertrudis de Fruitera auf Ibiza

Paellas werden in Spanien regional sehr unterschiedlich zubereitet – das macht sie zum Nationalgericht. Nur drei Bestandteile sind immer gleich: Reis, Safran und Olivenöl

Genießer: Du möchtest die beste Paella kosten?

Wenn du schon immer die traditionelle Paella kosten wolltest, dann probiere die Beste: Im entspannten Restaurant Santa Gertrudis in Santa Gertrudis de Fruitera auf Ibiza! Seit 1977 wird hier jeden Sonntag die Paella auf offenem Holzkohle-Feuer in riesigen Pfannen gekocht. Wahlweise mit Hühnchen oder Meeresfrüchten bereitet der Familienbetrieb die köstliche Reispfanne auf traditionelle Weise zu. Bereits beim Zuschauen läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Stiller Entdecker: Du hast Lust eine unbewohnte Insel zu erkunden?

Dann solltest du auf einem Katamaran von Ibiza aus unbedingt auf die winzige Insel Espalmador fahren. Hier leben keine Menschen, was die Insel in einen stillen Zauber hüllt. Du kannst einen ausgedehnten Spaziergang am Strand der südlichen Bucht genießen, dem ruhigen Rauschen des Meeres lauschen und dich im klaren Nass treiben lassen. Genieße einen Tag im Nirgendwo!

Auf Espalmador leben keine Menschen, was die Insel in einen stillen Zauber hüllt.

Espalmador ist nur per Boot zu erreichen: Im Sommer kannst du täglich eine kleine Fähre von La Savina aus nehmen und auf die unbewohnte und unbebaute Insel übersetzen

Romantiker: Du hast ein Faible für Sonnenuntergänge am Strand?

Lade deine Liebste oder deinen Liebsten ein, schnappt euch eine Picknickdecke, einen der köstlichen, spanischen Rotweine und ein paar Snacks und macht euch auf zum Strand Cala Comte auf Ibiza. Hier könnt ihr romantische Abendstunden genießen und beobachten, wie die glühende Sonne im Meer versinkt. Mit der vorgelagerten Insel am Horizont wirkt dieses Spektakel besonders schön.

Strandspaziergänger: Du willst an traumhaften Stränden entlangschlendern?

Spaniens Inseln halten wundervolle Strände für ausgedehnte Strandspaziergänge mit Picknick und Badepausen bereit. Besonders schön ist der Platges de Son Bou auf Menorca, ein weicher, goldgelber Sandstrand im Südwesten der Insel. Hier gibt es auch sanitäre Anlagen und die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken.

Auf Fuerteventura lockt die südliche Küste in Pájara, an der du auf 70 Kilometern scheinbar endlos dem blauen Horizont entgegenlaufen kannst. 

Wenn dein Herz fürs Surfen und Kiten schlägt, dann solltest du unbedingt nach Fuerteventura fliegen

Mit über 30 verschiedenen Surf-Hotspots hat Fuerteventura fast ganzjährig sowohl für Einsteiger, als auch für Profis das ideale Surfrevier zu bieten

Wellenreiter: Surfen ist für dich ein Muss?

Wenn dein Herz fürs Surfen und Kiten schlägt, dann solltest du unbedingt nach Fuerteventura fliegen fliegen Die höchsten Wellen bringen Herbst und Winter mit sich, aber auch im Sommer bläst der Wind kräftig. Vor allem im Norden türmen sich die Wellen extrem hoch und kräftig auf, weshalb Fuerteventura ein wahres Paradies für Profis ist. Aber auch Anfänger können in Surf- und Kiteschulen entlang der gesamten Küste das Wellenreiten erlernen.

Botaniker: Die Pflanzenwelt fasziniert dich?

Wer die Flora liebt, der sollte nach Mallorca oder Teneriffa fliegen In den Bergwäldern wachsen uralte Steineichen, grünende Büsche und Sträucher, wie der duftende Rosmarin, der auf den Inseln heimisch ist. Der süße Geruch der Orangen-, Zitronen- und Apfelsinenbäume liegt in der Luft. Oliven und Mandeln wachsen hier genauso wie Palmen, und die dichten Lorbeerwälder in den höheren Regionen entfalten ihren ganz eigenen Zauber.

Außerdem befindet sich der größte botanische Garten Europas im Süden Mallorcas: Der Ses Salines ist eine überaus faszinierende, scheinbar unendliche Gartenlandschaft, die nicht nur Pflanzenliebhaber in ihren Bann zieht.

Fischverliebter: Du bist verrückt nach fangfrischem Fisch?

Die "Jameos del Agua" sind Lavagrotten mit Salzsee und Auditorium

Die „Jameos del Agua“ sind eine von César Manrique gestaltete Kunst- und Kulturstätte, die dich in eine Welt aus Lavatunneln und -höhlen mit unterirdischem Restaurant und sogar einer Konzerthalle entführen

Ein Geheimtipp für ausgezeichnet zubereiteten Fisch ist das kleine Fischerdorf El Golfo auf Lanzarote. In dem abgeschiedenen Ort ist der Touristenrummel noch nicht angekommen. In kleinen Restaurants bekommst du hier an jeder Ecke köstliche Meeresfrüchte und Fischgerichte – frisch aus dem Meer. Ein wahrer Leckerbissen für Fischliebhaber!

Abenteurer: Du liebst puristische Vulkanlandschaften?

Auf Lanzarote kannst du außerdem bei einer geführten Tour die monumentale Kraft der Natur mit eigenen Augen erblicken. Im Nationalpark Timanfaya erblickst du schwarze Lavafelder, hoch aufragende Vulkankegel und Felsen aus Lavagestein, die im Sonnenschein in Rot-, Grau- und Braunschattierungen leuchten. Das Vulkangebiet ist bis heute aktiv, was seine Erkundung noch reizvoller macht. Allerdings ist aus diesem Grund das Betreten auf eigene Faust untersagt.

Segler: Du bist gern auf dem Wasser unterwegs?

Vor allem auf den Balearen werden zahlreiche Segeltörns angeboten, entweder als Tagestour oder auch längere Segelreise. Mit einem Segelschein kannst du natürlich auch selbst ein Boot mieten. Mallorca und der Ozean um die Insel herum sind ein wahres Paradies für Segler. Auf dem Meer treibt eine kräftige Brise das Boot an, wohingegen die ruhigen Buchten zum Schwimmen und die turbulenten Hafenstädte zum Ausgehen einladen.

Trotz der Touristen hat La Lonja über die Jahre nichts an seiner Authentizität eingebüßt: Aus den Tapas-Bars schallen lachende Stimmen und laute, spanische Musik

Für dich beginnt das wahre Leben erst nach Sonnenuntergang? In dem historischen Viertel La Lonja in Palma de Mallorca kommen Nachtschwärmer voll auf ihre Kosten

Nachtschwärmer: Du fühlst dich in den spanischen Bars wohl?

Neben der eindrucksvollen Naturerlebnisse ist Spanien natürlich auch für sein lebendiges Nachtleben bekannt. Obwohl der Rummel in der beispielhaften mallorquinischen Partyhochburg nicht für jeden etwas ist, bietet Palma auch wundervolle Ecken für aufregende Abende. Wir empfehlen dir besonders das historische Viertel La Lonja. Hier pulsiert das (Nacht)leben! Trotz der Touristen hat La Lonja über die Jahre nichts an seiner Authentizität eingebüßt: Aus den Tapas-Bars schallen lachende Stimmen und laute, spanische Musik. In den vielen Bars wird traditionelle, aber auch moderne, spanische Live-Musik gespielt. Und wer Wein liebt, kommt in Palma sowieso auf seine Kosten!

Egal ob Wellenreiter, Fisch- oder frisch verliebt, naturverbunden oder kulturinteressiert – in Spanien findet jeder sein Traumreiseziel. Ein Sommerurlaub auf den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza, Fuerteventura und Lanzarote ist genauso reizvoll wie eine Auszeit auf dem spanischen Festland.

Mach dich auf deine Reise nach Spanien!

Mallorca

Ein verlängertes Wochenende auf Mallorca – Teil 2

Unser erster Kurzurlaub ohne Kinder. Vier Tage Mallorca Anfang April. Die ersten beiden Tage unseres verlängerten Wochenendausflugs schlenderten wir durch Palma, gaben uns kulinarischen Höchstgenüssen in Santa Catalina hin und kämpften um gute Ausblicke auf den berühmten Drachenfelsen.

Dritter Tag – Durch wolkenverhangene Berge gen Norden

Kein anderer Ort Mallorcas ist so über die eigenen Grenzen hinaus bekannt wie Valdemossa

Valdemossa: Mallorcas Ausflugsziel schlechthin! Geburtsort der Inselheiligen Santa Catalina Tomàs sowie Winterresidenz des Komponisten Frédéric Chopin und der Schriftstellerin George Sand

Nachdem wir Palma hinter uns gelassen haben, geht es durch Olivenhaine und Orangenplantagen auf die Tramuntaña zu, die durch die schweren Regenwolken hindurch geradezu mystisch wirkt. Unser Stimmung schwankt zwischen „Why does it always rain on me“ und „Singing in the rain“. Erstes Etappenziel ist Valldemossa. Gefühlt haben sich alle der jährlich 250.000 Besucher den heutigen Tag für die Besichtigung des malerischen Ortes mit dem berühmten Kartäuserkloster ausgesucht. Aufgrund des saftigen Eintrittspreises sehen wir davon ab, uns die Barockkirche von innen anzusehen. Aber allein der pittoreske Park und die weniger aufgehübschten Seitengassen des Ortes lohnen schon einen Besuch. Wenn wir nicht schon einen Schirm dabei hätten – es gäbe an jeder Ecke einen zu kaufen. Kein Wunder, dass Chopin hier seine berühmte Regentropfen-Prelude komponiert hat. Normalerweise würde man jetzt auf der Weiterfahrt nach Deía mit atemberaubenden Ausblicken auf die felsige Küste und das Meer belohnt – wir zockeln auf den Serpentinen bei 10 Meter Sicht mit maximal 30 Stundenkilometern durch die Berge. Wir lassen Deía da wo es ist und fahren weiter nach Port de Soller.

Am Cap Formentor fällt das Tramuntana-Gebirge jäh ins Mittelmeer ab

Wild, romantisch und sagenumwoben: Cap Formentor im Norden Mallorcas offenbart ein ganz anderes Gesicht der Insel, abseits des Massentourismus

Käffchen, kleiner Streit (das Wetter…) und kurzer Promenadenspaziergang – so könnte man unsere Stippvisite zusammenfassen, aber das wäre ungerecht. Port de Soller ist trotz der vielen Tagesbesucher, die aus Palma mit der Bimmelbahn kommen, ein charmanter Badeort geblieben. Ein geschützter Naturhafen, dessen Meereszugang nur zu erahnen ist (diesmal nicht aufgrund von schlechter Sicht) und kleine Sandstrände, die sich an der Bucht entlang ziehen, machen den Ort für Leute, die in den Bergen wandern und trotzdem am Meer wohnen wollen, zu einem idealen Ausgangspunkt – gerade, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen will. Wo kann man sonst mit der Straßenbahn direkt an den Strand fahren?

In Port de Soller kannst du mit der Straßenbahn direkt bis an den Strand fahren

Port de Soller ist von seiner Lage her ein idealer Ausgangspunkt, wenn du Wandern und Strandurlaub miteinander kombinieren möchtest

Uns reicht‘s! Wir beschließen, nicht weiter im Blindflug die Küste lang zu juckeln, sondern fahren über den Insel-Highway direkt zu unserem Etappenziel Pollença. Wir logieren im familiären Ca‘l Lloro direkt am wunderschönen Marktplatz. Franzi nimmt ein Bad, ich genehmige mir nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt einen Rotwein an der Hotelbar.

Pollença hat eine von Reichtum und Wohlstand geprägte Vergangenheit

Die verwinkelte Altstadt von Pollença erkundest du am besten zu Fuß

Zum Abendessen zieht es uns wetterbedingt auch nicht wirklich nach draußen, so dass wir uns nach einer Flasche Verdeo und einem Ziegenkäse-Salat bzw. Kabeljau in Chorizo-Sauce und einem Tiramisu, versöhnt mit dem regenreichen Tag früh ins Bett kuscheln.

Vierter Tag – melancholischer Ausklang einer schönen Reise

Wir finden es herrlich, das Frühstück am Tisch serviert zu bekommen – Café, Rühreier, Jogurt mit unglaublich aromatischen, süßen Orangen – und dabei das sonntägliche Treiben auf dem Markt zu beobachten. Wir kaufen noch etwas Iberico-Schinken und fahren weiter Richtung Meer. Im verträumten Villenviertel Mal Pas gehe ich in einer kleinen menschenleeren Bucht baden. Das Wasser hat jetzt Ende April in etwa die Temperatur wie bei uns die Ostsee im Sommer. Leider haben wir kein Handtuch dabei. Mit Sand an den Füßen folgen wir der Straße aus Mal Pas hinaus Richtung Ende der Landzunge zwischen der Bucht von Pollença und der Bucht von Alcúdia. An einer einsam gelegenen verschlafenen Strandbar mit Blick auf Cap Formentor machen wir halt. Wir sind die einzigen Gäste in der Bar S’illot de la Victoria. Franzi ist wieder bei Aperol Spritz, ich als Fahrer halte mich an Café Cortado. Ich könnte ewig hier so sitzen und träge aufs Meer schauen, aber die Pflicht ruft schon wieder.

Der Osten Mallorcas bietet eine interessante Küstenlinie mit zahlreichen Buchten

Perfekt für Paare: Im Osten Mallorcas reiht sich eine malerische und zum Teil einsame Bucht an die nächste

Wir haben für 14 Uhr einen Tisch im Ca Na Toneta reserviert. Das Restaurant mit anspruchsvoller Ökoküche liegt in Caimari, einem kleinen Dorf am Rande der Tramuntaña. Wir folgen der Beschilderung von der Hauptstraße aus. Die Gassen sind so eng, dass man besser die Außenspiegel einklappen sollte. Als wir merken, dass wir zu weit gefahren sind, geht es im Rückwärtsgang zurück, bis wir das dezente Namensschild über dem Eingang des Restaurants doch noch entdecken. Ich parke in einer Nische im absoluten Halteverbot. Egal, es ist Sonntag und wir sind in Spanien… Das verwinkelte Innere des Ca Na Toneta ist weißgetüncht – sogar die Unterseite der Dachziegeln. Das Tagesmenü besteht aus 6 Gängen. Besonders an den Vorspeisen – mit schwarzer Tintenfischtinte eingefärbter Tintenfisch auf Zuckerschoten und grünem Spargel, sowie eine kleine Hefeteigzunge mit Spinat, Frischkäse und Erdbeeren – finden wir Gefallen. An den Hauptgängen weniger. Das Iberico-Schweinesteak auf Kohlgemüse erinnert ein wenig an Mutters Kohlrouladen und der Thunfisch auf Gemüsebett ist viel zu lange gegart und trocken. Versöhnt werden wir durch das Schokomousse mit Zimteis. Köstlich!

Uns bleiben nur noch drei Stunden bis zum Check-In um 19 Uhr. Wir beschließen aufgrund des bescheidenen Wetters eine längere Autofahrt auf die andere Seite der Insel auf uns zu nehmen und fahren bis nach Cala Santanyi. Die Bucht sieht wirklich aus wie auf den Postkarten. Bei Sonne bestimmt ein lieblicher Ort, bei wolkenverhangenem Himmel jedoch ein bisschen trostlos. Wir beschließen wiederzukommen. Im nächsten Jahr, bei besserem Wetter – vielleicht ja zur Mandelblüte Ende Februar…

 

Mallorca

Ein verlängertes Wochenende auf Mallorca – Teil 1

Unser erster Kurzurlaub ohne Kinder. Vier Tage Mallorca Anfang April. Meine Frau Franzi und ich freuen uns schon riesig auf jede Menge selbstbestimmte Zeit, in der wir uns nur um uns selbst drehen können.

Urlaubslück zu Zweit an der Stadtmauer in Palma

Urlaubsglück zu Zweit an der Stadtmauer in Palma

Kurzurlaub ohne die Kurzen: Urlaub nur mit Mama!

Unsere beiden Söhne haben wir am Mittwochabend bei den Großeltern verklappt und unser Flieger nach Palma startet am Donnerstagmorgen pünktlich um 4:50 Uhr. Schon beim Check-In fühlen wir uns wie ein kinderloses Paar mit Mitte 20. Wir haben für die vier Tage nur einen gemeinsamen Rollkoffer, den wir in einer halben Stunde fertig gepackt hatten. Sonst geht bei einem Ferienhaus-Familienurlaub gut und gerne mal ein ganzer Tag fürs Packen drauf…

Ankunft in Palma

Vom Flughafen in Palma fahren wir mit dem öffentlichen Bus (Linie 1) in die Stadt. Zwischen den ganzen Palmesanas fühlen wir uns gleich viel wohler, als zwischen den Ballermännern im Flieger. Nach kurzer Fahrt steigen wir am Paseo Mallorca aus und gehen die wenigen Schritte bis zu unserem Hotel zu Fuß. Wir haben uns aufgrund der zentralen Lage zwischen der Altstadt und dem Ausgehviertel Santa Catalina für das Almudaina in der Avenida Jaime III entschieden. Das diese zugleich eine der Haupteinkaufsstraßen von Palma mit jeder Menge Schuhgeschäften ist, war für Franzi bei der Hotelauswahl genetisch bedingt kein Ausschluss-Kriterium.

Erster Tag – Eintauchen in eine entspannte Metropole

Ein ausgedehnter Shopping-Trip ist in Palma Pflichtprogramm. Tipp: Zwischen April und Oktober sind die Geschäfte sind auch sonn- und feiertags geöffnet

Ein ausgedehnter Shopping-Trip ist in Palma Pflichtprogramm. Tipp: Zwischen April und Oktober sind die Geschäfte auch sonn- und feiertags geöffnet 😉

Der Señor an der Rezeption ist sehr freundlich zu uns und verwahrt unseren Koffer gerne im Gepäckraum. So, jetzt erst mal was frühstücken! Wir schlendern auf dem Paseo Born Richtung Kathedrale und entscheiden uns für das helle moderne Café Born 8. Die abwechslungsreich belegten Chapatas sind einfach nur lecker. Tolle Kruste, luftige Krume – ein Hauch von schwarzer Olivencreme und aromatischer Schinken mit Rucola. Der Kaffee ist wie eigentlich überall in Spanien ebenfalls ausgezeichnet. Wir beobachten das morgendliche Treiben. Angestellte, die ins Büro eilen und die Männer von der Straßenreinigung, die mit dem Wasserschlauch ein paar Platanenblätter vom Gehsteig spritzen. Nach einer Stunde haben sie etwa 10 Meter vom schönen Pflaster ausreichend gewässert. Wassermangel gibt es zu dieser Jahreszeit auf Mallorca offensichtlich noch nicht…

 

Die Kathedrale der Heiligen Maria in Palma ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca. Sie wird im Volksmund häufig La Seu genannt, dem katalanischen Ausdruck für "Bischofssitz“

Die Kathedrale der Heiligen Maria in Palma ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca. Sie wird im Volksmund häufig La Seu genannt, dem katalanischen Ausdruck für „Bischofssitz“

Nach einer kurzen Stippvisite zur imposanten Kathedrale La Seu, die mir vor allem wegen ihrer exponierten Lage direkt am Meer in Erinnerung bleiben wird, schlendern wir zurück Richtung Hotel.

Die Geschäfte haben inzwischen alle geöffnet. Im Rialto Living gibt es tolle Stoffe, Einrichtungs-Accessoires und Möbel. Alles schön anzusehen und auch sehr inspirierend, aber leisten wollen wir uns das nicht.

Am Nachmittag, nachdem wir zu einer längeren Siesta im Hotel waren, steht dann ein Besuch im Es Baluard auf dem Programm. Das Museum für moderne Kunst ist ebenfalls nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt. Der moderne Betonbau ist sehr gelungen in die Befestigungsanlage der alten Stadtmauer integriert. Das „Bollwerk“ bietet eine sehenswerte Miro-Sammlung, einige tolle Landschaftsbilder von Mallorquinischen Künstlern sowie Keramiken von Picasso. Darüber hinaus gibt es wechselnde Sonderausstellungen von internationalem Format. Mit einem Aperol Spritz lassen wir den Nachmittag in der Cafeteria des Museums mit Blick auf das graublaue Meer ausklingen. Ein bisschen Sonne wäre schön, aber man kann ja nicht alles haben und der sonnige Drink versöhnt uns mit dem bedeckten Himmel.

Der beste Asiate in Palma? Eindeutig das 'Koh'!

Der beste Asiate in Palma? Eindeutig das ‚Koh‘!

Über den Kanal geht es hinüber nach Santa Catalina. In dem ehemals für Drogen und Prostitution berüchtigten Viertel hat sich mittlerweile eine spannende Gastronomie-Szene etabliert. Nach einer spontanen Shiatsu-Massage für Franzis müde Füße, entscheiden wir uns für das Koh – angeblich der beste Asiate der Stadt. Das „angeblich“ können wir bereits nach der Vorspeise streichen. Knusprig ausgebackene saftige Lachsküchlein und Frühlingsrolle mit Ente. Nach dem Hauptgericht können wir das „beste Asiate der Stadt“ mit einem Ausrufzeichen versehen: Das butterweiche Fleisch der außen herrlich knusprigen Entenkeule zerfällt auf sanften Gabeldruck in eine malaysische Currysauce. Einzig die anstelle der Pflaumen servierten noch etwas festen Pfirsichspalten hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Zum Nachtisch ist trotzdem noch Platz für ein Nougat-Parfait.

Zweiter Tag – Der Sonne hinterher zum Drachenfelsen

Nach unserer kurzen Stippvisite in Santa Catalina beschließen wir am nächsten Tag, das Viertel noch etwas ausführlicher zu erkunden. Zum Glück habe ich uns schon im angesagten „El Duke“ einen Tisch für 14 Uhr bestellt. Als wir am Vormittag durch die ruhigen Straßen des Stadtteils Richtung Markthalle Mercat de l’Olivar schlendern, lässt sich sogar die Sonne blicken. Auf einer Bank in der neuen kleinen Fußgängerzone mit etlichen Cafés in der Calle Fabricá genießen wir die warmen Strahlen des seltenen Gastes.

In der Markthalle bedauern wir, kein Appartement mit Kochgelegenheit zu haben, denn gerade das üppige Gemüse und die große Auswahl an Meerestieren ist für den ambitionierten Hobbykoch eine echte Versuchung. Aber zum Glück ist es von hier nur noch einen Katzensprung bis ins El Duke. Wir beschränken uns deswegen auf ein paar Gewürze (geräucherter Pimiento, Chilis, Safran, Meersalz) und 2 Tütchen Basilikumsamen als Mitbringsel. In der Nähe der Markthalle entdecken wir noch die schnucklige Boutique Cronopios mit farbenfrohen Kleidchen, Modeschmuck und entzückenden Ballerinas aus Pappmaschee. Die liebenswert bemühte Inhaberin ist mit Franzi gleich per Du und gewährt uns nach einem netten Plausch von sich aus einen großzügigen Preisnachlass für den anvisierten Sonnenhut. Wäre schön, wenn Franzi diesen in den nächsten 3 Tagen noch brauchen könnte… Selbstverständlich hat sich auch eine der kleinen Ballerinas noch in unseren Rucksack geschmuggelt. Was soll Mann da machen?

Im lässigen El Duke gibt es von der Mittagskarte frisch und schnell auf den Tisch: eine Kartoffelsuppe mit Gorgonzola und blauen Chips, einen an aromatischer Vielfalt nicht zu übertreffenden Thai-Hacksalat mit knackigem Gemüse, eine Hähnchenfleisch-Fajita mit frischer Ananas, sowie einen Obstsalat mit Mango-Püree und Minze. Alles leicht und lecker – nach dem üppigen Frühstücksbuffet im Hotel gerade richtig. Nach der Mittagspause geht es zu Fuß zur Autovermietung auf dem Paseo Maritimo. Am Wasser legen wir noch einen Zwischenstopp auf einer Bank am Yachthafen ein. Die Sonne blinzelt hervor und wir genießen den Blick auf die wippenden Boote. Urlaubsstimmung – herrlich!

Ein ausgesprochen leckeres Vergnügen: Eis schlecken mit Meerblick in Port Andratx

Ein ausgesprochen leckeres Vergnügen: Eis schlecken mit Meerblick in Port Andratx

Mit dem Auto geht es raus nach Port Andratx. Das hatte ich mir als Mallorca-Neuling viel mondäner und cooler vorgestellt. Aber auch dort ist alles ganz tranquillo und freundlich. Wir finden einen Parkplatz direkt am Hafen und ich bin positiv überrascht, dass das Parken – anders als in den deutschen Ostseebädern, die wir in den letzten Jahren vermehrt aufgesucht hatten – keinen Cent kostet. Besucher sind ausdrücklich willkommen! Wir schleckern ein Eis und finden wieder eine schöne ruhige Sonnenbank mit Meerblick. Unsere Waffel verfüttern wir an ein Stockentenpärchen, das genauso verliebt zu sein scheint wie wir.

Romantik pur: Abendstimmung in Sant Elm, dem westlichsten Punkt Mallorcas

Romantik pur: Abendstimmung in Sant Elm, dem westlichsten Punkt Mallorcas

Da von Süden Wolken aufziehen, beschließen wir der Sonne hinterher nach Sant Elm zufahren. Die Wolken sind leider schneller als wir. Parken direkt am Strand kostet hier zwei Euro – geschenkt! Dafür sind die Liegen am Strand in der Vorsaison noch umsonst. Das Ganze jetzt noch mit Abendsonne wäre perfekt – aber man kann ja nicht alles haben… Ich laufe barfuß durch den Sand und kühle meine Füße im Meer.
Da nun auch die Luft merklich abkühlt, suchen wir nach einer Bar mit Aussicht. Am Ende der Fußgängerzone finden wir ein Fisch-Lokal mit Logenplatz für den Sonnenuntergang hinter dem berühmten Drachenfelsen. Leider zeigt sich der schlafende Riese nur noch einmal kurz zwischen den Wolken. Bei den touristisch gepfefferten Preisen für den gut gewürzten mallorquinischen Meeresfrüchte-Eintopf hätte La Dragona für uns ruhig mal die Wolken wegpusten können…

Hast du Lust auf mehr bekommen? Wie unsere viertägige Mallorca-Reise zu Zweit weitergeht, erfährst du hier.

Ostern mal anders – wie Spanien Ostern feiert

Spanien ist für seine großen, pompösen Feiern bekannt und macht diesem Namen auch zu Ostern alle Ehre! In der heiligen Woche, auch bekannt als Semana Santa oder bei uns als Karwoche, steht in Spanien der religiöse Hintergrund an erster Stelle, auch wenn bei den Feierlichkeiten die Freude nicht in Vergessenheit gerät.

Was macht Andalusien zur Osterzeit?

Karwoche Sevilla Spanien

In Sevilla sammeln sich in der Karwoche insgesamt bis zu 1 Millionen Menschen an

Von Palmsonntag bis Ostermontag findet unter anderem in Andalusien, hier in Sevilla, ein ganz besonderer Heiligenprozess statt: Am Karfreitag werden die Tore der Kirche geöffnet, aus der zuerst Träger eines Leitkreuzes kommen. Um den Leidensweg Jesu zu seinem Weg der Kreuzigung zu symbolisieren, werden Heiligenfiguren durch die Straßen der Stadt getragen. Nach einem Thron bildet das letzte Glied des Umzuges die Büßer, die sich von Kopf bis Fuß mit Kutten und Kapuzen bedecken. Die Festlichkeiten werden von Musik, Gesang und Schauspiel begleitet. Der Weg des Umzuges endet auch wieder in der Kirche. Nicht nur die Menschen um einen herum, sondern insbesondere die ertönende Musik, lösen eine faszinierende Stimmung aus, die auch du dir nicht entgehen lassen solltest.

Auch die Balearen „ostern“ mit

Ostern in Palma de Mallorca

Ostern in Palma de Mallorca ist voller Menschen – Bruderschaften und Schaulustige versammeln sich auf den Straßen der Stadt

Kein Wunder, denn Ostern ist schließlich das bedeutendste religiöse Fest der Spanier und wird darum auch auf Mallorca in vollen Zügen gefeiert. Touristen werden nicht nur vom frühlingshaften Wetter angezogen, sondern auch durch die prächtigen Oster-Spektakel, die jedes Jahr zelebriert werden. Lass dir auf keinen Fall die Highlights entgehen und trag dir am besten für Gründonnerstag in deinen Kalender ein: Processiò de la Sang. Was das ist? Eine Prozession, bei der 30 Bruderschaften in mittelalterlichen Kostümen und Heiligenfiguren durch die Straßen schlendern. Am Karfreitag folgen Passionsspiele in den Städten, wie beispielsweise die Vorstellung vor der Kathedrale „La Seu“ in Palma mit der Schauspielertruppe „Taula Redona“.

Ostern in Spanien

Diese Bruderschaft trägt ebenfalls eine Kopfbedeckung um anonym zu bleiben

Der Ostersonntag ist bekannt für Mallorcas größte Prozession: „Des heiligen Christus vom Blut“.

Wohin das Auge reicht sieht man verkleidete Christen mit historischen Gewändern und spitzen Kapuzen. Es handelt sich dabei um Mitglieder von Bruderschaften mit einer Geschichte bis hin ins 16. Jahrhundert. Die Büßer inszenieren das Spektakel der Stadt zu Ehren von Christi. Um ihre Anonymität zu bewahren, dienen die Kapuzen. Auch Heiligenfiguren mit aufwendigen Verzierungen gehören zur Oster-Feierlichkeit dazu und sind aus vielen Orten Spaniens nicht wegzudenken. Wenn es am Karfreitag draußen ganz dunkel wird, ist es in Pollença an der Zeit, alle Öllampen anzumachen und auch alle Fackeln und Laternen anzuzünden. Dazu kommt ein langsames meditatives Trommeln, das als einziges Geräusch aus der Stille hervorkommt. Eine Christus-Statue wird dann von den Büßern in einem schwarzen Seidentuch in die nahe liegende Kirche „Nostra Senyora dels Angels“ getragen. Damit findet die Zeremonie ein Ende.

Zu einem traditionellen Ostermontag auf Mallorca gehört schließlich ein Picknick mit leckerem Essen im Freien und ganz wichtig: Die Familie an der Seite.

Cádiz, eine ruhige Stadt war einmal

Ostern in Spanien, Cadiz

Drummer bei einer der Oster-Prozessionen

Hier hört man Musik aus jeder Ecke. Liebhaber von Kultur, Farbe und Tanz sind in Cádiz bestens aufgehoben! Verschiedenste Musikbands treten hier gegeneinander an und sorgen für eine unverwechselbare Stimmung in den prachtvoll geschmückten, bunten Straßen. Doch das ist erst der Anfang: Es geht für alle – Gewinner, Verlierer und Schaulustige – weiter Richtung Altstadt, in der die Musik seinen Lauf nimmt. Kleide dich hier auf jeden Fall angemessen, das heißt raus aus den normalen Anziehsachen und rein in dein Kostüm. Auch hier wird der historische Hintergrund der Feier nicht aus den Augen verloren, im Gegenteil, er spielt die wichtigste Rolle. Auf dem Tagesprogramm stehen Stoßgebete und es sind hochwertige, sehr alte Bilder und Schriften zu bestaunen.

 

Ostern auf den Kanaren

Kanarische Kultur auf El Hierro, La Gomera, La Palma, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote miterleben bedeutet auch hier, dass Prozessionen durch Spaniens Straßen ziehen und Kreuzigungen Christi nachgestellt werden. Auf Gran Canaria z. B. tragen die Gläubigen dazu oft ein Bündel von Eukalyptuszweigen mit sich, um vor Krankheiten und anderen Übeln zu schützen. Jedoch variiert das auch von Zeremonie zu Zeremonie.

Frauen an Ostern in Spanien

In der Trauerzeit, die bis zum Nachmittag des Karfreitags geht, tragen die Frauen eine schwarze Mantilla, um Trauer und Melancholie auszudrücken.

Es gibt Prozessionen, die von Frauen stark dominiert sind und durch die schwarze Kopfbedeckung nicht zu übersehen sind. Auch hier werden Heiligenfiguren getragen, besonders zieht die Schmerzensmutter hier alle Blicke auf sich. Durch die lebensgroße Brust der Heiligenstatue ragt ein großes Schwert, und der Körper ist mit leuchtenden Farben und wertvoller Kleidung geschmückt. Wundere dich nicht, wenn die Heiligenbilder an dir vorbei ziehen, denn dann herrscht für diesen Moment überall Stille. Nachdem der Prozess vorbei ist, füllen sich nach und nach die umliegenden Bars und Restaurants und es wird ordentlich gegessen und getrunken.

Eine Sache ist aber fast überall gleich…

spanischer Osterkuchen: Mona de Pascua

Der typisch spanische Osterkuchen: Mona de Pascua, frisch aus dem Ofen

Wenn es etwas zu feiern gibt, dann gibt es auch leckeres Essen! Um Ostern ausklingen zu lassen, gönnen sich viele Familien in Spanien ein traditionelles Festmahl und essen beispielsweise Lamm, Stockfisch oder gefüllte Teigtaschen. Übrigens gibt es in Spanien keine Osterhasen oder bunte Ostereier, sondern hier bekommen die Kinder oft von ihren Paten ein typisches Ostergebäck namens „Mona de Pascua“ geschenkt. In der Mitte des Kuchens ist ein hartgekochtes Ei mit Schale eingebacken.

Willkommen an Bord! Einen Tag unterwegs mit unseren Crews

Willkommen an Bord von TUI fly! Einen Tag unterwegs mit unseren Crews

Morgens früh um 3:25 Uhr schlafen die meisten Menschen noch tief und fest. Nicht so die sechs Crewmitglieder, die heute 187 sonnenhungrige Fluggäste auf die Baleareninsel Mallorca fliegen, und ich darf sie heute vom Briefing bis zum Debriefing begleiten. Ich bin Stephan und mache zurzeit ein Praktikum in der Unternehmenskommunikation des Ferienfliegers.

Praktikant Stephan TUI fly

TUI fly Praktikant Stephan auf seinem Produkt-Erfahrungsflug

Briefing – Die Vorbereitung auf den Flug

Eine Stunde vor der geplanten Abflugzeit kommen die zwei Piloten und vier Mitglieder der Kabinenbesatzung im TUI fly Crewraum am Flughafen Hannover für ihren Mallorca-Umlauf zusammen. Nachdem sie sich zu ihrem Dienst gemeldet haben, sehen sich Kapitän Dirk und der Erste Offizier Florian den geplanten Flugweg nach Mallorca an. Die Flugdienstberater der TUI fly haben die heutige Flugzeit mit zwei Stunden und fünf Minuten berechnet.

Die Flugroute führt entlang von Frankfurt, Mannheim, Genf und Marseille in Richtung Mallorca. Neben der Route besprechen die beiden Piloten die benötigte Spritmenge, Reserven sowie die Beladung des Flugzeuges. Im Nebenraum wird derweil die vierköpfige Kabinenbesatzung aktiv: Chef de Cabin Yvonne bereitet mit ihren drei Kolleginnen Lisa, Melina und Angelina den gemeinsamen Umlauf vor. Neben sicherheitsrelevanten Themen besprechen sie beim Briefing die Anzahl der vorbestellten Mahlzeiten, Besonderheiten bei der Beladung und auch die jeweilige Position innerhalb des Flugzeugs, an der sie arbeiten.

Da die Teams jeden Tag neu zusammengestellt werden und sich die 1.185 Flugbegleiter von elf deutschlandweiten Stationen natürlich nicht alle kennen, sind die Zuständigkeitsbereiche und Aufgaben auf jedem Flug fest vorgegeben, sodass die Arbeit mit den Kollegen stationsübergreifend reibungslos funktioniert. Nach einem gemeinsamen Briefing von Cockpit und Kabine geht es durch die Sicherheitskontrolle und im Anschluss läuft die Crew direkt zum Flugzeug, das heute auf Position 14 an Terminal C geparkt ist.

Sichtkontrolle der TurbienenBevor die Gäste kommen, ist einiges zu tun

Unmittelbar nachdem die Crew in das Flugzeug, das 189 Gästen Platz bietet, eingestiegen ist, beginnt sie mit den Vorbereitungen für den Flug. Im Cockpit werden die Flugdaten in den Bordcomputer eingegeben, die Instrumente überprüft und mit dem Ansprechpartner des Flughafens, dem Ramp Agent, Einsteigezeit, endgültige Treibstoffmenge oder auch die Anzahl an mobilitätseingeschränkten Gästen ausgetauscht. Ein Pilot macht währenddessen den Outside Check und prüft mit einer Sichtkontrolle erneut, dass sich das Flugzeug in einem technisch einwandfreien Zustand befindet.

Boarding TUIfly Nachtflug von Hannover nach Palma de Malorca

Willkommen an Bord des TUI fly Nachtflugs von Hannover nach Palma de Mallorca!

Währenddessen prüfen auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter an ihrer zugewiesenen Position das Sicherheitsequipment sowie die Servicegegenstände auf Vollzähligkeit und ihren Zustand. Die Crew ist kaum zehn Minuten an Bord, da geht auch schon das Boarding los. 187 mal heißt es nun „Willkommen an Bord“, „Guten Morgen“, „Herzlich Willkommen bei TUI fly“. Während die Gäste einsteigen und ihren Sitzplatz einnehmen, laden die Bodenabfertiger das Gepäck in die beiden Frachträume der Boeing 737.

Nach circa 20 Minuten sind alle Gäste an Bord und werden durch den Kapitän an Bord willkommen geheißen und mit den Sicherheitsvorkehrungen an Bord vertraut gemacht. Nachdem die letzte Tür geschlossen wurde, erhält die Kabinencrew die Anweisung „All slides in armed position and cross check“. Dies ist das Signal, die in den Türen verbauten Notrutschen so einzuhängen, dass im Falle einer Evakuierung alle Gäste das Flugzeug schnellstmöglich verlassen können.

Airborne – Arbeiten über den Wolken

Schließlich hebt die 737 mit über 290 km/h auf Startbahn „27 Rechts“ ab und die Reise durch das nächtliche Europa beginnt. Nach dem Start und bis zur Landung auf Mallorca kontrollieren die Piloten kontinuierlich die Instrumente und kommunizieren über Funk mit den Fluglotsen des jeweiligen Sektors, in dem sie sich befinden.

Servicevorbereitungen TUIfly Flug Palma de Malorca nach Hannover

Die TUI fly Flugbegleiterinnen bereiten den Service vor

Gleichzeitig beginnen die Flugbegleiter mit den Servicevorbereitungen: Flugbegleiterin Melina verteilt an die kleinen Gäste Spielzeug und ihre Kollegin Lisa übernimmt den Verkauf von Nackenkissen, während die anderen beiden Flugbegleiterinnen Kaffee und Tee kochen, sowie Trolleys und Serviceequipment vorbereiten. Alle Gäste, die bereits vorab eines der leckeren Menüs aus dem TUI fly Bistro vorbestellt haben, erhalten dies vor den anderen Gästen direkt am Platz serviert. Für den anschließenden Verkaufsservice werden die Trolleys noch mit dem Verkaufs-iPad, Eis, Baguettes, Milch, Zucker und vielem mehr bestückt.

Nachdem alle Gäste bedient worden sind, räumen die Flugbegleiterinnen die Flugzeugküche auf und bereiten schon den nächsten Teil des Fluges vor – den Bordverkauf. In elf Kilometern Höhe bei über 800 km/h werden Uhren, Schmuck, Kosmetika und Süßigkeiten angeboten – ein Service, den viele Gäste gerne nutzen.

Prepare for Landing

Die rund zwei Stunden Flugzeit sind schnell vergangen und der Kapitän schaltet bereits die Anschnallzeichen ein. Dies ist das Zeichen für die Kabinencrew, die Kabine und die Küche zur Landung vorzubereiten. Währenddessen planen die beiden Piloten, in Absprache mit der Flugsicherung, ihren Anflug auf Mallorcas Landebahn „24 Links“.

Pilot im Cockpit TUI fly

Vorbereitung des Rückfluges im Cockpit: Die TUI fly Piloten sichten die Flugdaten im Bordcomputer und überprüfen die Instrumente

Von den beiden Piloten wird während des Anflugs und der Landung höchste Konzentration erfordert, da sie unter anderem zahlreiche Checklisten gegenlesen müssen und ebenso auf die anderen Flugzeuge achten, die sich im Anflug auf die Ferieninsel befinden. In Vorbereitung auf die Landung werden die Landeklappen – die sogenannten Slats und Flaps – ausgefahren, Landelichter eingeschaltet und das Fahrwerk ausgefahren.

Unmittelbar vor der Ankunft wird der Autopilot ausgeschaltet und die Landefreigabe durch den Tower erteilt. Wenig später setzt die D-ATUA auf Landebahn 24L auf, bremst mithilfe der aktivierten Schubumkehr und der Störklappen auf die Rollgeschwindigkeit herunter und rollt in Richtung Terminal. An der Parkposition 98, auf der unsere Boeing heute parkt, wartet bereits ein Team von Bodenabfertigern auf die Ankunft des Flugzeugs. Unmittelbar nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hat, werden die Triebwerke ausgeschaltet und der externe Bodenstrom angestellt. Die Ausladung des Gepäcks beginnt und auch die Gäste können über die angedockte Gangway das Flugzeug verlassen und ihren Urlaub beginnen.

FlugzeugbeladungTurnaround auf Mallorca

Kaum sind die Gäste von Bord, geht es für die Besatzung weiter. Yvonne ist „Chef de Cabine“ und somit die „leitende Flugbegleiterin“ an Bord. Sie überprüft die Ausweise des Reinigungspersonals auf ihre Gültigkeit und bereitet mit ihren Kolleginnen die iPads für den Rückflug vor. Der Kapitän gibt die Route nach Hannover ein, während First Officer Florian um das Flugzeug geht, um den Outside Check durchzuführen, der vor jedem Abflug nötig ist.

Nachtflug TUI fly Mallorca Hannover

Sky Interior: Die Innenraumbeleuchtung wird per Knopfdruck den Aussenlichtverhältnissen angepasst.

Keine 20 Minuten nach dem Aussteigen der letzten Gäste kommen schon die neuen Passagiere für ihren Rückflug nach Hannover an Bord. Wieder werden 188 Gäste begrüßt, Schwimmwesten für Babys verteilt, die Kabine zum Start vorbereitet und nach dem Start auf Runway 24R beginnt der Bordservice von neuem.

Beim Bordshop Verkauf fällt auf, dass viele Gäste den Service des „Shoppens über den Wolken“ nutzen, um ihren Abholern vom Flughafen noch ein Mitbringsel zu besorgen. Besonders beliebt sind die Flugzeuggummibärchen, verraten mir die Flugbegleiterinnen.
Auch dieser zweistündige Flug vergeht schnell und die Piloten verlassen nach rund eineinhalb Stunden die Reiseflughöhe von 38.000 Fuß (ungefähr 11,5 Kilometer) und besprechen die Details des Anflugs auf den Flughafen von Hannover.

Wenig später landet die etwa 40 Meter lange Boeing 737-800 an ihrem heutigen Zielort und rollt zu ihrer Parkposition. Da diesmal eine Außenposition für den Flug vorgesehen ist, verlassen die Gäste das Flugzeug über Treppen und werden in Bussen zum Terminal gebracht.

Zurück in Deutschland – Das Ende eines ganz normalen Arbeitstages

Nachdem alle Gäste ausgestiegen sind und verabschiedet wurden, vergewissern sich die Flugbegleiterinnen noch, dass an Bord niemand etwas zurückgelassen hat und kümmern sich um die Übergabedokumente für die nächste Crew. Die Kollegen warten bereits am Gate und werden das Flugzeug ebenfalls nach Mallorca und zurück begleiten.

Die Bilanz des Tages: 3.060 km, 375x „Willkommen an Bord“, 20 verteilte Kinderspielzeuge und 12 verkaufte Gummibärchentüten. Schon morgen geht es weiter: Für die beiden Piloten nach Marsa Alam in Ägypten und für Teile der Kabinencrew auf die Kanaren – weitere spannende Flüge mit neuen Kollegen, interessanten Begegnungen und vielen freundlichen Gästen.