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Mallorca

Ein verlängertes Wochenende auf Mallorca – Teil 2

Unser erster Kurzurlaub ohne Kinder. Vier Tage Mallorca Anfang April. Die ersten beiden Tage unseres verlängerten Wochenendausflugs schlenderten wir durch Palma, gaben uns kulinarischen Höchstgenüssen in Santa Catalina hin und kämpften um gute Ausblicke auf den berühmten Drachenfelsen.

Dritter Tag – Durch wolkenverhangene Berge gen Norden

Kein anderer Ort Mallorcas ist so über die eigenen Grenzen hinaus bekannt wie Valdemossa

Valdemossa: Mallorcas Ausflugsziel schlechthin! Geburtsort der Inselheiligen Santa Catalina Tomàs sowie Winterresidenz des Komponisten Frédéric Chopin und der Schriftstellerin George Sand

Nachdem wir Palma hinter uns gelassen haben, geht es durch Olivenhaine und Orangenplantagen auf die Tramuntaña zu, die durch die schweren Regenwolken hindurch geradezu mystisch wirkt. Unser Stimmung schwankt zwischen „Why does it always rain on me“ und „Singing in the rain“. Erstes Etappenziel ist Valldemossa. Gefühlt haben sich alle der jährlich 250.000 Besucher den heutigen Tag für die Besichtigung des malerischen Ortes mit dem berühmten Kartäuserkloster ausgesucht. Aufgrund des saftigen Eintrittspreises sehen wir davon ab, uns die Barockkirche von innen anzusehen. Aber allein der pittoreske Park und die weniger aufgehübschten Seitengassen des Ortes lohnen schon einen Besuch. Wenn wir nicht schon einen Schirm dabei hätten – es gäbe an jeder Ecke einen zu kaufen. Kein Wunder, dass Chopin hier seine berühmte Regentropfen-Prelude komponiert hat. Normalerweise würde man jetzt auf der Weiterfahrt nach Deía mit atemberaubenden Ausblicken auf die felsige Küste und das Meer belohnt – wir zockeln auf den Serpentinen bei 10 Meter Sicht mit maximal 30 Stundenkilometern durch die Berge. Wir lassen Deía da wo es ist und fahren weiter nach Port de Soller.

Am Cap Formentor fällt das Tramuntana-Gebirge jäh ins Mittelmeer ab

Wild, romantisch und sagenumwoben: Cap Formentor im Norden Mallorcas offenbart ein ganz anderes Gesicht der Insel, abseits des Massentourismus

Käffchen, kleiner Streit (das Wetter…) und kurzer Promenadenspaziergang – so könnte man unsere Stippvisite zusammenfassen, aber das wäre ungerecht. Port de Soller ist trotz der vielen Tagesbesucher, die aus Palma mit der Bimmelbahn kommen, ein charmanter Badeort geblieben. Ein geschützter Naturhafen, dessen Meereszugang nur zu erahnen ist (diesmal nicht aufgrund von schlechter Sicht) und kleine Sandstrände, die sich an der Bucht entlang ziehen, machen den Ort für Leute, die in den Bergen wandern und trotzdem am Meer wohnen wollen, zu einem idealen Ausgangspunkt – gerade, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen will. Wo kann man sonst mit der Straßenbahn direkt an den Strand fahren?

In Port de Soller kannst du mit der Straßenbahn direkt bis an den Strand fahren

Port de Soller ist von seiner Lage her ein idealer Ausgangspunkt, wenn du Wandern und Strandurlaub miteinander kombinieren möchtest

Uns reicht‘s! Wir beschließen, nicht weiter im Blindflug die Küste lang zu juckeln, sondern fahren über den Insel-Highway direkt zu unserem Etappenziel Pollença. Wir logieren im familiären Ca‘l Lloro direkt am wunderschönen Marktplatz. Franzi nimmt ein Bad, ich genehmige mir nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt einen Rotwein an der Hotelbar.

Pollença hat eine von Reichtum und Wohlstand geprägte Vergangenheit

Die verwinkelte Altstadt von Pollença erkundest du am besten zu Fuß

Zum Abendessen zieht es uns wetterbedingt auch nicht wirklich nach draußen, so dass wir uns nach einer Flasche Verdeo und einem Ziegenkäse-Salat bzw. Kabeljau in Chorizo-Sauce und einem Tiramisu, versöhnt mit dem regenreichen Tag früh ins Bett kuscheln.

Vierter Tag – melancholischer Ausklang einer schönen Reise

Wir finden es herrlich, das Frühstück am Tisch serviert zu bekommen – Café, Rühreier, Jogurt mit unglaublich aromatischen, süßen Orangen – und dabei das sonntägliche Treiben auf dem Markt zu beobachten. Wir kaufen noch etwas Iberico-Schinken und fahren weiter Richtung Meer. Im verträumten Villenviertel Mal Pas gehe ich in einer kleinen menschenleeren Bucht baden. Das Wasser hat jetzt Ende April in etwa die Temperatur wie bei uns die Ostsee im Sommer. Leider haben wir kein Handtuch dabei. Mit Sand an den Füßen folgen wir der Straße aus Mal Pas hinaus Richtung Ende der Landzunge zwischen der Bucht von Pollença und der Bucht von Alcúdia. An einer einsam gelegenen verschlafenen Strandbar mit Blick auf Cap Formentor machen wir halt. Wir sind die einzigen Gäste in der Bar S’illot de la Victoria. Franzi ist wieder bei Aperol Spritz, ich als Fahrer halte mich an Café Cortado. Ich könnte ewig hier so sitzen und träge aufs Meer schauen, aber die Pflicht ruft schon wieder.

Der Osten Mallorcas bietet eine interessante Küstenlinie mit zahlreichen Buchten

Perfekt für Paare: Im Osten Mallorcas reiht sich eine malerische und zum Teil einsame Bucht an die nächste

Wir haben für 14 Uhr einen Tisch im Ca Na Toneta reserviert. Das Restaurant mit anspruchsvoller Ökoküche liegt in Caimari, einem kleinen Dorf am Rande der Tramuntaña. Wir folgen der Beschilderung von der Hauptstraße aus. Die Gassen sind so eng, dass man besser die Außenspiegel einklappen sollte. Als wir merken, dass wir zu weit gefahren sind, geht es im Rückwärtsgang zurück, bis wir das dezente Namensschild über dem Eingang des Restaurants doch noch entdecken. Ich parke in einer Nische im absoluten Halteverbot. Egal, es ist Sonntag und wir sind in Spanien… Das verwinkelte Innere des Ca Na Toneta ist weißgetüncht – sogar die Unterseite der Dachziegeln. Das Tagesmenü besteht aus 6 Gängen. Besonders an den Vorspeisen – mit schwarzer Tintenfischtinte eingefärbter Tintenfisch auf Zuckerschoten und grünem Spargel, sowie eine kleine Hefeteigzunge mit Spinat, Frischkäse und Erdbeeren – finden wir Gefallen. An den Hauptgängen weniger. Das Iberico-Schweinesteak auf Kohlgemüse erinnert ein wenig an Mutters Kohlrouladen und der Thunfisch auf Gemüsebett ist viel zu lange gegart und trocken. Versöhnt werden wir durch das Schokomousse mit Zimteis. Köstlich!

Uns bleiben nur noch drei Stunden bis zum Check-In um 19 Uhr. Wir beschließen aufgrund des bescheidenen Wetters eine längere Autofahrt auf die andere Seite der Insel auf uns zu nehmen und fahren bis nach Cala Santanyi. Die Bucht sieht wirklich aus wie auf den Postkarten. Bei Sonne bestimmt ein lieblicher Ort, bei wolkenverhangenem Himmel jedoch ein bisschen trostlos. Wir beschließen wiederzukommen. Im nächsten Jahr, bei besserem Wetter – vielleicht ja zur Mandelblüte Ende Februar…

 

Die fünf schönsten Romantikziele für Honeymooner

Um Zweisamkeit und die süße Leichtigkeit des Seins mit deinem Liebsten zu erleben, musst du nicht erst um den halben Globus fliegen. Seychellen, Mauritius und Bahamas sind zwar traumhaft schön, aber eben auch verdammt weit weg. Und meistens war der Hochzeitsmarathon ja schon anstrengend genug. In Europa gibt es unglaublich schöne und romantische Plätze, wo du mit deiner Nummer eins entspannen und dein junges Eheglück genießen kannst. Also sei authentisch und bleib dir auch bei der Auswahl eures Honeymoon-Zieles treu! Wir verraten dir, wo es besonders malerisch und aufregend ist.

Kreta – hier ist sogar der Strand rosarot!

Ein Hauch von Rosa - der abgeschiedene Elafonisi Strand auf Kreta

Ein Hauch von Rosa – der abgeschiedene Elafonisi Strand auf Kreta

Kein Witz – neben vielen Buchten und Stränden (in Preveli und Vai gibt es sogar einen Palmenstrand!) hat die größte griechische Insel auch eine Lagune mit einem weißen Sandstrand zu bieten, der mit einem Hauch von rosa überzogen ist. Für dieses zauberhafte Phänomen sorgen pulverisierte Muschelschalen. Den abgeschiedenen Elafonisi Strand erreichst du bei ruhiger See nur zu Fuß über eine Sandbank. Dafür hast du diesen Traumstrand mit deinem Traumpartner fast für dich allein! Und wenn du für deine Flitterwochen auf Kreta ein standesgemäßes Hotel suchst, hätten wir auch schon etwas Passendes in petto: Das Elounda Beach Hotel bietet Suites mit Meerblick, ein luxuriöses Spa und Feinschmeckerküche – du kannst aus neun (!) Restaurants dein Lieblingsrestaurant auswählen. Wie wäre es mit Polynesisch? Wer braucht da noch die Südsee…

Mallorca – eine Liebe fürs Leben!

Eine Finca auf Mallorca ist zugleich romantischer Rückzugsort als auch Ausgangsort für diverse Aktivitäten.

Eine Finca auf Mallorca ist zugleich romantischer Rückzugsort als auch Ausgangsort für diverse Aktivitäten.

Was haben Boris Becker, Til Schweiger und Claudia Schiffer gemeinsam? Genau, sie alle haben eine Finca auf Mallorca. Und das nicht ohne Grund! Kaum eine andere Insel bietet so schöne Ecken, malerische Orte und zugleich trendige Beach Clubs und spannende Restaurants wie die Balearen-Schönheit. Wenn du die Ruhe genießen willst, dann bietet sich eine romantische Finca auf dem Land an, z.B. die Finca Raims mit Palmengarten, Pool und duftenden Zitronenbäumchen. Du willst mit deiner Nummer eins gemeinsam aufs Meer blicken und träumen? Das Boutique Hotel H10 Punta Negra liegt exponiert auf einem flachen Felsvorsprung und bietet dir direkten Zugang zu zwei malerischen Buchten mit kristallklarem Wasser. Meerblick und coole Drinks kannst du auch unter Palmensonnenschirmen im Virtual Beach Club genießen oder im Nassau Beach mit 700 Meter langem Zen Strand. Du musst also nicht erst bis auf die Bahamas fliegen, um Karibik-Feeling auf deiner Hochzeitsreise zu erleben.

Madeira – Verliebt in die Blumeninsel!

Spaziergang am Strand von Madeira - Just Married

Just ♥ Married am Strand von Madeira

Man sagt ja „Blumen sagen mehr als tausend Worte“. Wenn dem wirklich so ist, dann hat Madeira dir viel zu erzählen, denn auf der Insel sprießt und blüht es in allen erdenklichen Formen und Farben – Hortensien, Bougainvillen, Oleander und Schmucklilien buhlen um deine Aufmerksamkeit. Möglich macht dies das gleichmäßig-warme Klima und die großen Höhenunterschiede, die unterschiedliche Temperaturen und Niederschläge mit sich bringen. Die vielen Berge und Täler bieten dir natürlich auch unzählige Wandermöglichkeiten. Entlang der alten Bewässerungskanäle – der Levadas – kannst du mit deinem Traumprinzen oder deiner Prinzessin durch verwunschene Lorbeerwälder wandern und die Aussicht auf den tiefblauen Atlantik genießen. Einen traumhaften Meerblick bietet dir auch das Designhotel Estalagem da Ponta do Sol, das spektakulär auf einem Felsvorsprung oberhalb von Ponta do Sol an der sonnigen Südküste Madeiras liegt. Besonderes Highlight ist der Infinity Pool. Ein elegantes Doppelzimmer bekommst du schon für unter 100 Euro.

Blumenfest auf Madeira mit großem Blumenumzug

Blumenumzug auf Madeira

Falls es terminlich passt, empfehlen wir dir die Flitterwochen so zu legen, dass du Anfang Mai das farbenprächtige Blumenfest auf Madeira miterleben kannst. Jedes Jahr schmücken die Insulaner ihre Hauptstadt Funchal mit unzähligen vielen Blüten und Blumen. Ein absolutes Romantik-Highlight, das du in diesem Jahr am 05. Mai erleben kannst.

Termine für das Blumenfest auf Madeira

Unser Tipp: In diesem Jahr steigt die „festa dei fiori“ vom 02.bis 19.05. Mai (Großer Blumenumzug am 05. Mai). 2020 kannst du die geballte Flower Power vom 30. April bis zum 17. Mai erleben (Großer Blumenumzug dann am 03. Mai)

 

Teneriffa – perfekte Abwechslung für abenteuerlustige Paare!

Whale-Watching Tour Teneriffa

26 der weltweit 86 Walarten gibt es in den Gewässern der größten Kanarischen Insel – so viele wie kaum anderswo auf der Welt!

Du und dein Herzblatt wollt in den Flitterwochen Palmenstrand, Natur und Nightlife erleben? Dann bietet sich die naturgewaltige Kanareninsel Teneriffa an. Ihr habt dort von überall den alles überragenden Vulkan Pico del Teide immer im Blick. Wenn ihr euch erstmal vom Hochzeitsstress erholen wollt, ist der palmengesäumte Playa de las Teresitas mit seinem wunderbar weichem Saharasand der perfekte Beach für euch. Am Wochenende wird es dort etwas voller, weil die Einheimischen dann auch diesen Traumstrand im Norden bevölkern… Du willst dich lieber auf dem Surfbrett austoben oder lange Strandspaziergänge unternehmen? Dann ist der Playa el Médano – der längste Naturstrand der Insel – genau das Richtige für dich. Und wenn du dann genug gechillt hast, geht es mit der Gondel hinauf zum Wandern in den Teide-Nationalpark oder in den grünen bergigen Norden von Teneriffa. Ein Erlebnis, das du garantiert nie wieder vergessen wirst, ist eine Whale-Watching Tour mit dem Katamaran in der Meerenge zwischen Teneriffa und dem benachbarten La Gomera. Es ist einfach atemberaubend schön, die großen Meeressäugetiere aus der Nähe zu beobachten. Mit etwas Glück bekommst du Pilotwale, Delfine oder sogar die gigantischen Pottwale vor dein Kameraobjektiv! Zur Feier des Tages geht es dann in den coolsten Club von Teneriffa. Im El Faro Chill Art kannst du auf balinesischen Betten leckere Cocktails genießen und zu entspannten elektronischen Klängen von der Dachterrasse aus der Sonne dabei zusehen, wie sie den Himmel und das Meer mit ihrem orangeroten Licht verzaubert, bevor sie dann langsam abtaucht. Die Nacht gehört dir und deinem Schatz!

Hoteltipp: Das Gran Hotel Bahía Del Duque bietet märchenhafte Architektur mit vielen Rückzugsmöglichkeiten und ein opulentes Spa direkt am feinsandigen Playa del Duque.

Zypern – Flittern am Geburtsort der Liebesgöttin Aphrodite!

Romantischer geht es nicht! Am Aphrodite Felsen soll der Sage nach Aphrodite - Göttin der Liebe - dem Meer entstiegen sein

Romantischer geht es nicht! Am Aphrodite Felsen soll der Sage nach Aphrodite – Göttin der Liebe – dem Meer entstiegen sein

Zypern ist für Romantiker ein absolutes Muss, da dort Aphrodite – die Göttin der Liebe – aus dem Meer gestiegen sein soll. Am wunderschönen Petratou Romiou Beach ragt der Aphrodite Felsen aus dem Wasser. Der Sage nach wurde die griechische Göttin genau hier aus den Wellen des Meeres geboren. Genau der richtige Ort also, um ein neues Leben entstehen zu lassen. Aber vielleicht suchst du dir mit deinem Partner dafür lieber einen unbeobachteten Ort aus. Einsame Buchten findest du z.B. im Akamas-Nationalpark, auf der gleichnamigen Halbinsel im Westen Zyperns. Auf traumhaften Pfaden führt dort der ,Aphrodite-Trail‘ durch unberührte Natur an der Küste entlang – immer das tiefe blaue Meer im Blick. Neben wunderschönen Stränden bietet dir die Insel der Götter auch jede Menge Sightseeing-Höhepunkte, wie die verwinkelte Altstadt von Limassol, die griechisch-römische Ausgrabungsstätte von Kourion oder die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Stadt Paphos mit ihrer mittelalterlichen Hafenfestung und den über 2000 Jahre alten Königsgräbern. Und falls du Zeit für Zweisamkeit haben willst: Ganz in der Nähe von Paphos liegt das adults only TUI SENSIMAR Pioneer Beach Hotel direkt am Strand!

 

Zypern: Zeit für Action! Aktivitäten und Ausflüge auf der Insel der Götter

Taugen Mountainbikes für eine Inselerkundung? Wie gruselig ist Wracktauchen? Und kann man Kitesurfen an einem Tag lernen? Wir haben drei Tage lang auf Zypern nach Antworten gesucht.

Tag 1: Kitesurfen

Wir stehen an einem Kieselstein-Strand südlich der Bucht von Larnaka. „Keine Schwimmer, kein Sand. Perfekt“, sagt Kounnides. Der übliche Strandurlauber würde hier das Handtuch werfen. Aber für Kounnides und seine Schüler heißt das: Die Drachen bleiben sauber und müssen nicht ständig entsandet werden. Kounnides ist der Chef von Kitemed, der ältesten von drei Kitesurf-Schulen hier am Strand.

Ich habe keine Ahnung vom Kitesurfen und nicht viel Zeit. Kounnides hat nur einen Tag, mir so viel wie möglich beizubringen. Geduldig hat er mir deswegen erst einen Einblick in die Theorie gegeben. Er hat mir erklärt was ein „Windfenster“ ist, hat mich meinen Drachen aufblasen und mit den vier Leinen und er Lenkstange verbinden lassen.

Nun ist es Zeit, Fliegen zu lernen. Kounnides stellt den Drachen senkrecht auf. Ich hebe den Daumen. Kounnides lässt los. Der Lenkdrache schwirrt gen Himmel. Dort versuche ich, ihn zu halten, „auf 12 Uhr“. „Du wirst deinen Nacken bald spüren“, sagt die Stimme in meinem linken Ohr. Jep, denk ich. Aber immer wenn ich den Blick vom Drachen über mir abwende, driftet er ab.

Irgendwann wird der Kite zur Verlängerung deiner Hände

Profis am Werk! Schüler und Lehrer am Kitesurf-Strand.

Erst steuere ich den Drachen wie ein Fahrrad, ziehe die Lenkstange nach links und rechts und erwarte sofortigen Gehorsam. Aber die Sache ist komplizierter. Je nachdem, wie der Drachen im Wind steht, reagiert er mal schneller, mal träger. „Depower, power, steer.“ Diese Kommandos ruft mir Kounnides immer wieder zu, wenn der Drachen droht, abzustürzen. Und irgendwann verstehe ich es – ohne es wirklich erklären zu können. Es ist eher ein Zupfen als ein Zerren an den Lenkleinen, das den Drachen bändigt. Ich fühle mich wie eine Mischung aus Gittarist und Puppenspieler. „Irgendwann wird der Kite zu einer Verlängerung deiner Hände“, sagt Kounnides. Wir laufen windaufwärts den Strand entlang, der Drachen schwebt mit. Es geht ohne Brett ins Wasser.

Das Meer hat Badewannen-Temperatur. Neopren-Anzug braucht man hier keinen. Kounnides zeigt mir, wie ich den Schirm in großen Achten durch den Himmel pflügen lasse und Zugkraft aufbaue. Der Drachen rast gen Meer, bekommt die Kurve, steigt wieder auf und ich beginne, auf dem Bauch übers Wasser zu gleiten – wieder und wieder. Das Ganze sieht sicher nicht besonders elegant aus, fühlt sich aber an wie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Wind und ich. Kounnides lächelt. „Wenn du das nächste Mal hier bist, bringen wir dich aufs Brett.“

Tag 2: Wracktauchen

Unser Boot stoppt keine zwei Kilometer vom Hafen entfernt. Eine rote Boje markiert das Ziel. „Einfach der Kette nach“, sagt Zahar Vlah und lässt sich ins Wasser fallen. Wir folgen unserem Tauchguide, lassen die Luft aus unseren Tauchwesten und gleiten entlang der massiven Eisenkette hinunter zum Meeresgrund, zur Zenobia. Die schwedische Fähre sollte auf ihrer Jungfernfahrt 1980 Fracht nach Syrien bringen.Wracktauchen Zypern Allerdings kam sie dort nie an. Ein Problem mit den Ballasttanks führte vor Zypern zu einer enormen Schlagseite. Als die schwere Ladung verrutschte, sank die Fähre vor dem Hafen von Larnaca auf 40 Meter Tiefe. Seitdem zählt die Zenobia unter Tauchern zu den beliebtesten Wracks weltweit. Das Schiff liegt auf der Seite und zeichnet ungewohnte Linien und Formen ins Meer. Wie ein Sternenzerstörer ragt das 172 Meter lange Wrack ins dunkle Blau. Mein zugeteilter Tauchbuddy Sergei, ein russischer Tourist, fängt plötzlich an, zu summen. Erschrocken drehe ich mich um. Es dauert eine Sekunde, bis ich merke: Da gibt es keine Probleme mit dem Equipment. Der Mann ist einfach nur unheimlich glücklich.

Vor fast 40 Jahren sank die Zenobia samt Fracht auf den Meeresgrund

Dicht gefolgt von einer Gruppe großer, schwarzer Zackenbarsche umrunden wir das Wrack. Da ist die Schiffsschraube, angeknabbert vom Zahn der Zeit. Rettungsboote hängen nutzlos in ihren Halterungen. Ein LKW hängt vom Deck. Mehr als 100 dieser Lastwagen soll die Zenobia an Bord gehabt haben, als sie unterging. Immer wieder leuchtet Vlah mit einer Lampe durch Luken und Fenster ins dunkle Innere des Schiffs. Dieser Bereich bleibt nur sehr erfahrenen Tauchern vorbehalten. Mir reicht der Blick von außen.

Wir schwimmen zur Kette zurück und steigen langsam wieder auf. Während unseres Sicherheitsstopps auf fünf Metern bläst Vlah – wie ein Großvater mit Pfeife – Luftringe ins Wasser, wo sie wachsen und silbern schimmernd gen Oberfläche rotieren. Sergei fängt wieder an zu summen.

Tag 3: Mountainbike

Je länger wir unterwegs sind, desto breiter wird das Grinsen von Michalis „Mike“ Hadjioannou: „Ich bin glücklich, wenn ich auf dem Rad sitze.“ Dabei ist das hier wahrlich nichts Neues für ihn. Hadjioannou war mal Mountainbike-Profi. Dann begann er, Radrennen auf Zypern zu organisieren. Heute bietet er unter dem Namen Activate Cyprus auch geführte Radtouren an. Zypern habe Hervorragende Rennrad-Routen. „Aber wenn ich Spaß haben will, steige ich aufs Mountainbike.“

Vorbei an Johannesbrotbäumen. Aus den Früchten werden heute Honig, Saft aber auch Kosmetikprodukte produziert.

Wir sind in Tochni gestartet, einem verschlafenen Dorf südwestlich von Larnaka. Nun geht es auf weißen Schotterpisten an Olivenhainen und Granatapfelbäumen vorbei. Eine Schlange nimmt vor unseren vollgefederten Schlachtrössern Reißaus. Die Sonne wärmt, ohne uns zu rösten.

Wir rollen auf den Hof von Loulla Efthimiou. Die ältere Dame empfängt uns in einem roten Fußball-Trikot. „Liverpool-Fan?“, fragt unser englischer Fotograf Ben Read. Efthimiou winkt ab. Von Fußball hat sie keine Ahnung, von Halloumi schon. Die Farmerin betreibt hier ihre eigene kleine Käserei. Halloumi aus Schafs- und Ziegenmilch soll in Zypern erfunden worden sein. Die EU prüft seit einigen Jahren den Antrag, den Käse als Marke zu schützen. Efthimoiu ist das aber wahrscheinlich so egal wie Fußball. Sie reicht uns Kostproben, ungegrillt, als Schnittkäse. Angenehm salzig zerbröselt der frische Käse im Mund. „Ich könnte das den ganzen Tag essen“, sagt Read. Bevor wir unseren Fotografen an den Käse verlieren, radeln wir weiter.

Wenn ich Spaß haben will, steige ich aufs Mountainbike

Wir kämpfen uns einige steinige Anstiege hinauf. Nicht wegrutschen, nicht zu langsam werden, nicht umfallen, denke ich. Dann rollen wir schon wieder gen Tal und biegen links ab. Wir werden lautstark von Fiaros begrüßt. Der Esel wacht über die Einfahrt zum Christoudia Weingut. Das Familienunternehmen produziert jedes Jahr 80.000 Flaschen und exportiert auch nach China, Deutschland und in die USA. Wir probieren uns vorsichtig durch die Weißweine, sagen aber auch zu den zwei Dessertweinen nicht nein.

Angetrieben vom süßen Wein stürmen wir den nächsten Berg hinauf, Fotograf Read mit seinem E-Mountainbike immer ein Stück voraus. Irgendwann stehen wir schwitzend neben einer riesigen Antenne, einem Gipfelkreuz und einer kleinen Kapelle. Während wir die Aussicht genießen. macht Hadjioannou erst einmal Kaffee.Mountainbike auf Zypern Auf der ewig währenden Abfahrt zurück nach Tochni – die blaue Stunde bricht an, der warme Wind pfeift durch den Helm, kaum ein Auto macht uns Konkurrenz – beenden wir den Tag mit einem unvergleichlichen Gefühl von Freiheit. Wir sind die Könige der Landstraße.

Unser Tipp: TUI fly erweitert sein Streckennetz um ein neues Ziel. Ab Sommer 2019 fliegen wir von Düsseldorf und Frankfurt nach Larnaca, Zypern.

 

Der Artikel wurde zuvor im Flyjournal Winter 2018/19 veröffentlicht.

Frühling jetzt! Die fünf besten Frühjahrsziele

Frühling jetzt! Die fünf besten Frühjahrsziele

Im frühen Frühjahr wegzufliegen hat viele Vorteile. Während sich bei uns der Vorfrühling erst zaghaft ankündigt und in den Nächten noch Nachtfrost droht, kannst du in Südspanien, auf Mallorca oder an der Algarve schon ganz entspannt das Leben im Freien genießen. Aber nicht nur die milde Sonne wärmt uns dort das Herz, es ist vielerorts auch wesentlich herzlicher und entspannter als in der Hauptsaison. Und Agadir und Madeira legen in Punkto Temperaturen sogar noch eine Schippe drauf. Dort kannst du bei frühsommerlichen 20 bis 26 °C surfen, wandern oder einfach nur chillen!

5 Gründe für Mallorca im Frühling

Mallorca Tapas Pintxos

  1. Du kannst das Wahrzeichen von Palma – die beeindruckende Kathedrale La Seu – ohne viel Wartezeit besichtigen. Und anschließend triffst du in den Tapas Bars, z.B. in der Bar España in der Altstadt, fast nur Palmesen! Unser Tipp: Probier unbedingt die leckeren Pintxos, die dir in den Auslagen der Bar sofort ins Auge fallen werden. Pintxos sind Baguettescheiben mit den tollsten und zum Teil außergewöhnlichsten Belägen, die einfach wunderschön drapiert und dekoriert sind.
  2. Auf den herrlich grünen Golfplätzen der Insel hat die Golfsaison begonnen. Du hast die Wahl zwischen 23 wunderschönen Plätzen, davon neunzehn 18-Loch-Plätze und vier 9-Loch-Plätze.
  3. In der Bimmelbahn von Palma nach Sollér erwischt du mit etwas Glück noch einen Fensterplatz und kannst durchs offene Fenster den Duft der Orangen- und Zitronenbäume genießen.
  4. Falls du mal mit dem Fahrrad aufs spektakuläre Cap Formentor hinaus radeln willst, ist jetzt die perfekte Jahreszeit. Du kannst die kurvige Straße und den steilen Anstieg zum Leuchtturm angehen, ohne gleich einen Sonnenstich oder Hitzschlag zu erleiden.
  5. Wenn dir die Inselerkundung mit dem Rad zu anstrengend ist: Du bekommst den Mietwagen für deine Inseltour jetzt zu einem unschlagbar günstigen Preis!

Höchstwerte im Frühling: 23 °C
Sonnenstunden am Tag: 8 bis 10

5 Gründe für Andalusien außerhalb der Hauptsaison

  1. Wenn du Andalusien im Frühjahr besuchst, ist es dort auch abseits der Golfplätze und Parkanlagen unglaublich grün. Üppige Pfingstrosen, wilde Orchideen oder die blauen Jacaranda-Bäume blühen um die Wette!
  2. Statt mit Regenschirm bewaffnet, kannst du stundenlang auf den prächtigen Plätzen der andalusischen Städte unter Palmen und Sonnenschirmen verweilen.Plaza de España in Sevilla
  3. Du musst an den Kassenhäuschen der beeindruckenden Sehenswürdigkeiten von Sevilla, Granada und Cordoba nur halb so lange anstehen, wie in der Hochsaison.
  4. Während du kilometerlange Spaziergänge entlang des Atlantiks unternimmst, kannst du die Wellenreiter bewundern, die sich mutig in die meterhohen Wellen stürzen – z.B. am Playa El Palmar.
  5. Du kannst frische Miesmuscheln, unglaublich leckeren Schinken und fruchtigen Weißwein in der Bodega genießen, anstatt bei miesem Wetter zu Hause zu hocken.

Höchstwerte im Frühling: 22 bis 28 °C
Sonnenstunden am Tag: 6 bis 10

5 Gründe, warum Madeira im Frühjahr so malerisch ist

  1. Während in Deutschland der Winter noch bis Ostern seine Fühler ausstreckt, kannst du auf Madeira schon leicht bekleidet auf magischen Pfaden entlang der alten Bewässerungskanäle – den Levadas – wandern und zur Abkühlung am Fuße eines Wasserfalls ein entspanntes Fußbad nehmen, z.B. am Levada dos Cedros.
  2. Wenn du durch die Botanischen Gärten der Inselhauptstadt Funchal spazierst, werden dir die Düfte und Farben der vielen exotischen Pflanzen noch intensiver vorkommen, als sie ohnehin schon sind – ein Fest für die Sinne!
  3. Der aufgespritzte Madeira-Wein mit seinen 17 bis 22% Vol. mundet jetzt einfach besser, als in den warmen Sommermonaten. Wie wäre es mit einer Weinprobe in Blandy’s Wine Lodge, der ältesten Weinkellerei Madeiras?

  4. Zugegeben, es kann schon etwas holprig werden – aber eine Schlittenfahrt bei frühsommerlichen Temperaturen ist trotzdem eine Mordsgaudi! Mit Korbschlitten geht es begleitet von zwei „Kulis“, die das Gefährt gekonnt steuern und bremsen, über das glatte Basaltpflaster von Monte hinab nach Funchal!

    Korbschlittenfahrt auf Funchal

  5. Viele Hotels bieten Meerwasserschwimmbäder oder einen Lift direkt zum hoteleigenen Badesteg. Wer sich diesen Luxus nicht leisten will, geht einfach am öffentlichen Lido oder im Schwimmbad des Club de Turismo baden.

Höchstwerte im Frühling: 19 bis 22 °C
Sonnenstunden am Tag: 6 bis 7,5

5 Gründe, gerade im Frühling an die Algarve zu fliegen

  1. Du triffst auf den schönen Wochenmärkten von Loulé oder Tavira fast nur Einheimische und kannst dort mit frisch gepflückten Orangen deinen Vitaminhaushalt aufpeppen.
  2. Die letzte Bratwurst vor AmerikaWenn du die vielen spektakulären Trails an der Steilküste zu Fuß oder mit dem Mountainbike erkundest, läufst du nicht Gefahr, einen Sonnenstich zu bekommen. Besonders aussichtsreiche Pfade findest du z.B. zwischen den bizarren Felsen bei Lagos und der windumtosten Steilküste am Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Zipfel Europas. Hier bekommst du übrigens auch die letzte Bratwurst vor Amerika!
  3. Du kannst stundenlange Strandspaziergänge machen, ohne eine Menschenseele zu treffen, z.B. an der Sand-Algarve, die östlich von Faro bis hin zur spanischen Grenze mit schönen Dünenstränden, Sandbänken und Lagunen aufwartet.
  4. Falls du schon mal ein warmes Bad im Freien nehmen willst, bietet sich dafür das alte Thermalbad Caldas im idyllischen Hinterland an. Dort sprudelt auch im frühen Frühjahr schon 33 °C heißes Heilwasser aus fünf Schwefelquellen.
  5. Du zahlst für Flüge und Hotels wesentlich weniger als in den Sommermonaten.

Höchstwerte im Frühling: 20 bis 22 °C
Sonnenstunden am Tag: 8 bis 10

5 unschlagbare Argumente für Agadir

  1. Bei einem Bad in einem der Hamams wirst du dir vorkommen wie in 1001 Nacht – und dich anschließend wie neugeboren fühlen!
  2. Schlendere auch abends nur im T-Shirt über den Souk El Had mit seinen 1500 Händlern und lass dich von den vielen bunten Farben und exotischen Düften bezaubern.Souk El Had Agadir
  3. Wenn du fangfrischen Fisch genießen willst, bieten sich dafür die kleinen Restaurants im Fischereihafen an. Dort sitzt du zusammen mit Fischern und Hafenarbeitern, die gerade von der Schicht kommen.
  4. Außerhalb von Agadir findest du zauberhafte Buchten und feine Sandstrände, z.B. im kleinen Fischerdorf Taghazout. Dort kannst du dir gemeinsam mit den Hippies und Surfern entspannt den Sonnenuntergang ansehen.
  5. Beim Joggen auf der breiten kilometerlangen Strandpromenade kannst du im Slalom um die Fliegenden Händler herumlaufen – am besten mit Kopfhörern. Wer will, kann dort sogar die Fitnessgeräte kostenlos nutzen!

Höchstwerte im Winter: 23 bis 26 °C
Sonnenstunden am Tag: 8 bis 11

 

Karneval Kanaren_Las Palmas_Tänzerinnen

Die besten Faschingspartys in Spanien & Portugal

Viele traditionelle Karnevalisten halten ja den Kölner und Düsseldorfer Karneval sowie die Mainzer Fastnacht für das Nonplusultra in Puncto Party- und Spaßfaktor – und das sicherlich zu Recht! Für alle, die auch mal über den Tellerrand hinaus schauen und den Karneval in anderen Kulturkreisen erleben wollen, haben wir uns die Karnevalsbräuche und Feierlichkeiten im sonnigen Südwesten Europas genauer angesehen. Und siehe da: in Spanien und Portugal steigen an den tollen Tagen ebenfalls spektakuläre Umzüge und feurige Fiestas, für die es sich allemal lohnt, in den Flieger zu steigen. So kannst du Fasching und Strandurlaub perfekt verbinden!

Die tollen Tage auf Teneriffa

Wusstest du, dass der zweitgrößte Karneval der Welt auf Teneriffa gefeiert wird? Und zwar ausgiebig mit vielen Sambaschulen, farbenprächtigen und opulenten Kostümen und spektakulären Straßenumzügen. Während der tollen Tage geht auf der Vulkaninsel gar nichts mehr. Falls du dieses Spektakel also einmal live und in Farbe miterleben willst, sichere dir frühzeitig einen Flug und eine Unterkunft! Eine Besonderheit des kanarischen Karnevals ist die Wahl einer Karnevalskönigin, die traditionell zu Beginn des Karnevals gewählt wird und dann den großen Umzug anführt, sowie die Bestattung der Sardine am Aschermittwoch: Eine aus Pappmaché gefertigte Fisch-Puppe wird auf einem Thron durch die Straßen getragen und am Ende unter großer Anteilnahme rituell verbrannt. In Santa Cruz ist der Karneval damit vorbei – in Puerto de la Cruz geht es jetzt erst richtig los! Du hast also jede Menge Gelegenheit das Feierbiest für etliche Tage rauszulassen!

Die Karneval-Highlights in Santa Cruz 2019:

  • Das diesjährige Karnevals-Motto in Santa Cruz ist „Die Tiefsee“. Klingt vielversprechend!
  • Die Karnevalskönigin wird am 20. Februar gewählt
  • Beginn des bunten Straßenkarnevals mit dem Eröffnungszug ist am Freitag, 1. März
  • Der große Karnevalsumzug startet dann am 5. März um 16 Uhr
  • Die Bestattung der Sardine startet am Aschermittwoch (6. März) um 21 Uhr
  • Der Karneval endet am Sonntag, 10. März, mit einem Oldtimertreffen

Karneval_Sea front parade Santa Cruz

Die Karneval-Highlights in Puerto de la Cruz 2019:

  • In Puerto de la Cruz wird die Karnevalskönigin am Donnerstag, 28. Februar, gewählt
  • Am Samstag, 2. März, kommt mit dem Eröffnungszug der Karneval auf die Straße
  • Am Sonntag, 3. März, findet auf der Plaza del Charco ein öffentlicher Kostümwettbewerb statt. Am Montag, 4. März, geht es weiter mit einem Straßenfest mit Musik und Tanz.
  • Auch in Puerto de la Cruz wird am Aschermittwoch (6. März) die Sardine bestattet. Der Umzug, der mit der Bestattung der Sardine und einem großen Feuerwerk endet startet um 21 Uhr.
  • Informiert Euch über die genaue Wegstrecke am besten vor Ort
  • Einen Termin den Ihr euch noch merken solltet: Der Stöckelschuhlauf der Männer am Freitag, 8. März! Das Spektakel steigt um 21 Uhr auf dem Plaza del Charco.
  • Großer „Corso“ beginnt am Samstag, 9. März, um 16 Uhr.
  • Der Karneval in Puerto de la Cruz endet schließlich am 10. März.

Andalusien: Sonne, Samba und Gesang!

Falls es dir beim Straßenkarneval in Köln oder Düsseldorf zu kalt ist – können wir dir nur wärmstens einen TUI fly Flug in den sonnigen Süden Spaniens empfehlen. Denn auch hier wird zehn Tage lang ausgelassen gefeiert und das bei deutlich höheren Temperaturen! Bei milden 15 bis 20 °C wird mit reichlich Sherry, Cava und Wein überall in Andalusien ausgiebig gefeiert, gesungen, getanzt und gelacht. Als Hochburgen des Karnevals gelten Cádiz, Málaga und Córdoba.

Karneval in Cádiz: Bitte das Kostüm nicht vergessen!

Für die Karnevalssause in Cadíz solltest du dir auf jeden Fall ein Kostüm in den Koffer packen.Eine bunte Maskerade ist hier Pflicht! Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am Samstag die „Noche de Carnalvon“, bevor dann am Sonntag beim großen Umzug bis zu 100.000 Narren und Närrinnen durch die Straßen von Cádiz ziehen.

 

Strassenkarneval in MálagaKarneval in Málaga

In Málaga wird der Karneval ebenfalls mit großen Umzügen, Kostümwettbewerben und einem finalen Feuerwerk ausgelassen gefeiert. Hier wird die religiöse Tradition des Karneval allerdings noch stärker zelebriert als beispielsweise in Cádiz. Am Ende des Karnevals wird – wie vielerorts in Spanien – eine riesige Sardinenpuppe durch die Straßen getragen und anschließend am Strand verbrannt, um so den Beginn der Fastenzeit einzuläuten. Vorher lassen es die Malagueños aber dafür so richtig krachen, um die Geister der dunklen Jahreszeit zu vertreiben und den Frühling einzuläuten.

Samba in Córdoba!

Córdoba gilt als Hochburg des andalusischen Karnevals. Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch feiern zehntausende Jecken ausgelassen auf den Straßen und Plätzen der Stadt. Die Epizentren des „Carnevalesca Cordobesa“ sind die Viertel San Lorenzo (Plazas Cristo de Gracia ) und San Augustín (Plaza Poeta Juan Bernier), wo auf den Bühnen ein buntes Musik und Showprogramm geboten wird. Am 10. März kannst du dann zum Abschluss den großen Festumzug erleben und dabei den bunten Festwagen, Reitern, Sambatänzerinnen zujubeln.

Fasching auf Mallorca

Auf Mallorca gibt es vielerorts auf der Insel Rosenmontagsumzüge, die hier „Sa Rua“ heißen. Der größte und farbenprächtigste Umzug findet selbstverständlich in Palma statt. Gestartet wird um 17 Uhr auf dem Boulevard La Rambla. Das Spektakel endet dann gegen 20:30 Uhr auf dem Passeig Mallorca. Wahrscheinlich wird es auch in El Arenal in der Schinkenstraße rund um den Bierkönig einen kleinen Umzug geben und das Kölsch in Strömen fließen…

Party in Portugal

Aufgrund der engen Verbindung zu Brasilien könnte man ja denken, der Karneval in Portugal wäre ähnlich wie in Rio, aber das trifft wohl nur auf die Feierlichkeiten in Funchal und an der Algarve zu. In den übrigen Landesteilen wird wesentlich stiller gefeiert. Widmen wir uns also den „brasilianischen“ Varianten.

Karneval Parade Portugal

Madeira: Fasching in Funchal

Auf Madeira ist der Fasching neben dem Blumenfest das bunteste Fest des Jahres. Der Karneval zählt zu den farbenprächtigsten in ganz Europa. Zwischen dem 26. Februar und dem 6. März wird in Funchal ausgiebig gefeiert. Der aufwendige Hauptumzug mit feurigen Samba-Gruppen und opulenten Kostümen kommt der großen Schwester in Rio in puncto Stimmung und Engagement schon verdammt nahe. Am Faschingsdienstag kannst du dich dann beim „Trapalhão“ ins Getümmel stürzen. Schrille und fantasievolle Kostüme erwarten dich hier – die Nähe zu den deutschen Karnevalsumzügen in Köln und Düsseldorf ist unverkennbar…

Karneval an der Algarve

Auch an der Algarve findest du einige Städte, die für ihre Faschingsumzüge überregional bekannt sind. Traditionell werden zu Beginn der Feierlichkeiten König Momo und seine Königin gekrönt. Am Aschermittwoch wird dann der König begraben, natürlich mit mächtig Buhei und Tamtam. Der spektakulärste Karnevalsumzug an der Algarve steigt in Loulé. Große festlich ausstaffierte Wagen mit den berühmten Pappmaché-Figuren ziehen durch die Straßen und heiße Sambatänzerinnen heizen dem Publikum ordentlich ein! Da vielerorts zeitgleich auch das Mandelblütenfest gefeiert wird, sind die Festwagen oft mit Papier-Mandelblüten geschmückt. Aber der schöne Schein trügt: Manchmal werden von den Wagen nicht nur Blumen, sondern auch Eier und Mehl geworfen!