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Wir klären Insider-Fragen rund um das Thema Flugzeug

Du hast Fragen rund ums Thema Flugzeug? Wir haben Antworten!

Jeder hat zum Thema Flugzeug einige Fragen, die ihm förmlich unter den Nägeln brennen. Wie oft muss zum Beispiel ein Flugzeug zum Reifenwechsel oder kennen sich Pilot und Co-Pilot eigentlich immer persönlich? Auch mit dem ein oder anderen Mythos der Luftfahrt möchten wir mit diesem Artikel aufräumen – viel Spaß beim Lesen 🙂

„Wieso werden beim Start die Fensterblenden geöffnet und die Kabine abgedunkelt?“

Florian Haase – Position: Co-Pilot – Alter: 26  – Stationiert in: Hannover

An Bord unserer Flugzeuge steht die Sicherheit unserer Fluggäste stehts an einer Stelle

TUI fly Co-Pilot Florian Haase ist in Hannover stationiert

An Bord unserer Flugzeuge steht die Sicherheit unserer Fluggäste stehts an einer Stelle. Deshalb sind vor Start und Landung einige wichtige Checks nicht nur im Cockpit, sondern auch in der Kabine durchzuführen. Unter anderem muss von der Kabinenbesatzung überprüft werden, ob alle Sonnenblenden geöffnet sind. Gerade in den Start- und Landephasen ist es enorm wichtig, dass alle Besatzungsmitglieder mit all ihren Sinnen Auffälligkeiten in und außerhalb des Flugzeugs wahrnehmen können. Das gilt übrigens nicht nur für die Crew, auch du als Passagier kannst uns unter Umständen wichtige Informationen liefern, eventuell noch bevor uns unsere Instrumente im Cockpit darüber informieren. Durch den ungehinderten Blick nach draußen können dadurch Unregelmäßigkeiten schneller erkannt und weitergeleitet werden. Auch im unwahrscheinlichen Falle einer Evakuierung kann die Kabinenbesatzung mit freier Sicht aus dem Flugzeug besser entscheiden, zu welcher Seite die Passagiere das Flugzeug am sichersten verlassen können.

Bei Nacht wird als weitere Sicherheitsvorkehrung das Kabinenlicht den Lichtverhältnissen außerhalb des Flugzeugs angepasst, indem es gedimmt oder ausgeschaltet wird. Das hat den Vorteil, dass sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen können und sich unsere Nachtsicht somit verbessert. Sollte es dazu kommen, dass das Flugzeug innerhalb kürzester Zeit verlassen werden muss, spart es wertvolle Sekunden, wenn sich unsere Augen bereits an die Dunkelheit gewöhnt haben und erleichtert uns somit die Orientierung entlang Fluchtwegmarkierungen.

Ein netter Nebeneffekt ist außerdem, dass sich bei geöffneter Sonnenblende das türkis-blaue Wasser und die schönen Buchten unserer Zielgebiete bereits aus dem Fenster erkennen lassen. Ich wünsche all unseren Fluggästen einen erholsamen Urlaub! Weitere Infos zu dem Thema findest du im Flyjournal.

„Sind Luftlöcher Schuld daran, dass das Flugzeug wackelt?“

Mareike Mörs – Position: Co-Pilotin – Alter: 37 – Stationiert in: Hannover

Luftlöcher im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Das würde voraussetzen, dass Luft eine homogene, feste Masse ist, die uns trägt und die gegebenenfalls wie Asphalt auf einer Straße aufbrechen könnte

TUI fly Co-Pilotin Mareike Mörs klärt den Mythos Luftloch für dich auf

Nein, Luftlöcher im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Das würde voraussetzen, dass Luft eine homogene, feste Masse ist, die uns trägt und die gegebenenfalls wie Asphalt auf einer Straße aufbrechen könnte. Auch wenn es sich manchmal anfühlt, als hätte unsere Flugroute kleine Schlaglöcher, entsteht dieses Phänomen auf andere Art und Weise. Das, was uns gewissermaßen in der Luft hält, sind Strömungen über und unter unseren Tragflächen. Jeder, der als Kind einmal bei voller Fahrt die Hand aus dem offenen Autofenster gehalten hat, kennt das schöne Gefühl des Auf und Ab, das sich je nach Winkel der Hand verändert. Wir Piloten sprechen daher nicht von Luftlöchern, sondern von Turbulenzen, was ganz einfach die spürbare Bewegung von Luftmassen meint. Wird Luft verwirbelt oder treffen Luftmassen verschiedener Temperaturen aufeinander, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aufsteigen oder absinken, dann gibt es manchmal kleine Unregelmäßigkeiten in der Strömung, die uns umgibt. Die Konsequenz: es wackelt. Mal nur ganz leicht, manchmal etwas stärker, oft nur kurz, selten auch einmal einen ganzen Flug lang.

Wissen wir dies vorher, weil die Wetterkarten entsprechende Hinweise gegeben haben oder vorausfliegende Flugzeuge uns informiert haben, meiden wir Gebiete, in denen Turbulenzen vorhergesagt werden, wann immer möglich. Wir ändern dann zum Beispiel die Flughöhe, die Geschwindigkeit oder den Kurs. Dies tun wir in erster Linie, weil wir wissen, dass die meisten unserer Passagiere Turbulenzen nicht mögen, manche sie sogar als belästigend empfinden. Dabei können diese normalen Luftbewegungen unserem Flugzeug gar nichts anhaben – es ist für weitaus größere Belastungen gebaut. Solange du also angeschnallt bist, kannst du dich beim nächsten Mal entspannt zurücklehnen und vielleicht ein wenig genießen, einmal die Luft zu spüren, die uns sonst so selbstverständlich umgibt – ganz wie damals, im Auto. Diesen und weitere spannende Hintergrundartikel liest du im Flyjournal, Ausgabe Winter 2018/2019.

„Kennen sich Pilot und Co-Pilot immer oder sitzt man auch mal mit einem ‚Fremden‘ im Cockpit?“

Michael Sanden – Position: Kaptän – Alter: 44 – Stationiert in: Stuttgart

Kapitän Michael Sanden ist 44 Jahre alt und in Stuttgart stationiert

Setzt auf gute Stimmung im Cockpit: Kapitän Michael Sanden

Für TUI fly arbeiten über 600 Piloten. Dazu kommen viele unterschiedliche Abflughäfen. Da kennt man natürlich nicht jeden Kollegen. Wenn ich von meiner Homebase Stuttgart fliege, sind mir aber die meisten Kollegen bekannt. Mit vielen hat man ein gutes Verhältnis, da man schon öfter miteinander geflogen ist und auf den Flügen auch mal Privates austauscht. Mit einigen Kollegen hat sich so auch eine Freundschaft entwickelt und man freut sich natürlich, mit diesen zu fliegen. Genauso spannend, aber für uns auch normal, ist es, „neue“ Piloten von anderen Stationen erst kurz vor dem Flug kennen zu lernen und mit diesen den Arbeitstag zu verbringen. Durch unsere standardisierten Verfahren ist die Arbeitsweise im Cockpit einheitlich und läuft deshalb reibungslos, unabhängig davon, ob man sich kennt oder noch nie zusammen geflogen ist. Dadurch wird unter anderem gewährleistet, dass sich kein „Privatverfahren“ zwischen den Piloten entwickelt und jeder mit jedem fliegen kann. Ebenso erstellt TUI fly für uns Vier-Wochen-Dienstpläne, die dafür sorgen, dass wir immer mit unterschiedlichen Kollegen unterwegs sind.

Wir als Piloten üben unseren Traumberuf aus und deshalb herrscht im Cockpit meist eine gute Stimmung, egal ob man sich gerade erst kennengelernt hat oder sich schon lange kennt. In der Frühjahrs-Ausgabe unseres Flyjournals kannst du mehr über die persönlichen Beziehungen unserer Piloten lesen.

„Wie oft muss ein Flugzeug eigentlich zum Reifenwechsel?“

Andrea Kastelic – Position: Flugkapitänin – Alter: 54 – Stationiert in: Hannover / vorübergehend Hamburg

Vor jedem Flug und bei jedem Wetter muss ein Pilot den technischen Zustand des Flugzeuges überprüfen

Flugkapitänin Andrea Kastelic mit ihrer Crew

Vor jedem Flug und bei jedem Wetter muss ein Pilot den technischen Zustand des Flugzeuges überprüfen. Die Vorflug-Sichtkontrolle beginnt vorne links und führt im Uhrzeigersinn um das Luftfahrzeug herum. Auch die Fahrwerke, Räder und Bremsen begutachten wir dabei ganz genau.

Unsere Boing 737 hat je zwei Räder an den Hauptfahrwerken und zwei kleinere am Bugfahrwerk – also sechs insgesamt. Sowohl beim Landen mit hohen Geschwindigkeiten, als auch beim Starten mit hohen Gewichten werden sie enorm belastet. Dass die Reifen in Ordnung sind, ist daher besonders wichtig. Die Technik prüft täglich den Reifendruck. Wir Piloten haben ebenfalls Vorgaben, nach denen wir alle Reifen inspizieren.

Sehen wir Fremdkörper oder tiefe Schnitte, ist an einer Stelle keine Längsrille mehr vorhanden, ist der Reifen platt oder finden wir deutliche Beschädigungen, dann rufen wir die Technik und die Mechaniker wechseln gegebenenfalls die Reifen. Das geht fast so schnell wie bei einem Boxenstopp der Formel 1.

Genau wie beim Auto können auch Flugzeugreifen runderneuert werden. Der Prozess ist technisch sehr aufwändig und darf bis zu fünf mal gemacht werden. Ein neuer Reifen kostet 2.780 Euro und ein komplettes neues Rad gar 54.000 Euro.

Mit mehr spannenden und technischen Details versorgt dich das aktuelle Flyjournal, Ausgabe Sommer2019.

Willkommen an Bord! Einen Tag unterwegs mit unseren Crews

Willkommen an Bord von TUI fly! Einen Tag unterwegs mit unseren Crews

Morgens früh um 3:25 Uhr schlafen die meisten Menschen noch tief und fest. Nicht so die sechs Crewmitglieder, die heute 187 sonnenhungrige Fluggäste auf die Baleareninsel Mallorca fliegen, und ich darf sie heute vom Briefing bis zum Debriefing begleiten. Ich bin Stephan und mache zurzeit ein Praktikum in der Unternehmenskommunikation des Ferienfliegers.

Praktikant Stephan TUI fly

TUI fly Praktikant Stephan auf seinem Produkt-Erfahrungsflug

Briefing – Die Vorbereitung auf den Flug

Eine Stunde vor der geplanten Abflugzeit kommen die zwei Piloten und vier Mitglieder der Kabinenbesatzung im TUI fly Crewraum am Flughafen Hannover für ihren Mallorca-Umlauf zusammen. Nachdem sie sich zu ihrem Dienst gemeldet haben, sehen sich Kapitän Dirk und der Erste Offizier Florian den geplanten Flugweg nach Mallorca an. Die Flugdienstberater der TUI fly haben die heutige Flugzeit mit zwei Stunden und fünf Minuten berechnet.

Die Flugroute führt entlang von Frankfurt, Mannheim, Genf und Marseille in Richtung Mallorca. Neben der Route besprechen die beiden Piloten die benötigte Spritmenge, Reserven sowie die Beladung des Flugzeuges. Im Nebenraum wird derweil die vierköpfige Kabinenbesatzung aktiv: Chef de Cabin Yvonne bereitet mit ihren drei Kolleginnen Lisa, Melina und Angelina den gemeinsamen Umlauf vor. Neben sicherheitsrelevanten Themen besprechen sie beim Briefing die Anzahl der vorbestellten Mahlzeiten, Besonderheiten bei der Beladung und auch die jeweilige Position innerhalb des Flugzeugs, an der sie arbeiten.

Da die Teams jeden Tag neu zusammengestellt werden und sich die 1.185 Flugbegleiter von elf deutschlandweiten Stationen natürlich nicht alle kennen, sind die Zuständigkeitsbereiche und Aufgaben auf jedem Flug fest vorgegeben, sodass die Arbeit mit den Kollegen stationsübergreifend reibungslos funktioniert. Nach einem gemeinsamen Briefing von Cockpit und Kabine geht es durch die Sicherheitskontrolle und im Anschluss läuft die Crew direkt zum Flugzeug, das heute auf Position 14 an Terminal C geparkt ist.

Sichtkontrolle der TurbienenBevor die Gäste kommen, ist einiges zu tun

Unmittelbar nachdem die Crew in das Flugzeug, das 189 Gästen Platz bietet, eingestiegen ist, beginnt sie mit den Vorbereitungen für den Flug. Im Cockpit werden die Flugdaten in den Bordcomputer eingegeben, die Instrumente überprüft und mit dem Ansprechpartner des Flughafens, dem Ramp Agent, Einsteigezeit, endgültige Treibstoffmenge oder auch die Anzahl an mobilitätseingeschränkten Gästen ausgetauscht. Ein Pilot macht währenddessen den Outside Check und prüft mit einer Sichtkontrolle erneut, dass sich das Flugzeug in einem technisch einwandfreien Zustand befindet.

Boarding TUIfly Nachtflug von Hannover nach Palma de Malorca

Willkommen an Bord des TUI fly Nachtflugs von Hannover nach Palma de Mallorca!

Währenddessen prüfen auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter an ihrer zugewiesenen Position das Sicherheitsequipment sowie die Servicegegenstände auf Vollzähligkeit und ihren Zustand. Die Crew ist kaum zehn Minuten an Bord, da geht auch schon das Boarding los. 187 mal heißt es nun „Willkommen an Bord“, „Guten Morgen“, „Herzlich Willkommen bei TUI fly“. Während die Gäste einsteigen und ihren Sitzplatz einnehmen, laden die Bodenabfertiger das Gepäck in die beiden Frachträume der Boeing 737.

Nach circa 20 Minuten sind alle Gäste an Bord und werden durch den Kapitän an Bord willkommen geheißen und mit den Sicherheitsvorkehrungen an Bord vertraut gemacht. Nachdem die letzte Tür geschlossen wurde, erhält die Kabinencrew die Anweisung „All slides in armed position and cross check“. Dies ist das Signal, die in den Türen verbauten Notrutschen so einzuhängen, dass im Falle einer Evakuierung alle Gäste das Flugzeug schnellstmöglich verlassen können.

Airborne – Arbeiten über den Wolken

Schließlich hebt die 737 mit über 290 km/h auf Startbahn „27 Rechts“ ab und die Reise durch das nächtliche Europa beginnt. Nach dem Start und bis zur Landung auf Mallorca kontrollieren die Piloten kontinuierlich die Instrumente und kommunizieren über Funk mit den Fluglotsen des jeweiligen Sektors, in dem sie sich befinden.

Servicevorbereitungen TUIfly Flug Palma de Malorca nach Hannover

Die TUI fly Flugbegleiterinnen bereiten den Service vor

Gleichzeitig beginnen die Flugbegleiter mit den Servicevorbereitungen: Flugbegleiterin Melina verteilt an die kleinen Gäste Spielzeug und ihre Kollegin Lisa übernimmt den Verkauf von Nackenkissen, während die anderen beiden Flugbegleiterinnen Kaffee und Tee kochen, sowie Trolleys und Serviceequipment vorbereiten. Alle Gäste, die bereits vorab eines der leckeren Menüs aus dem TUI fly Bistro vorbestellt haben, erhalten dies vor den anderen Gästen direkt am Platz serviert. Für den anschließenden Verkaufsservice werden die Trolleys noch mit dem Verkaufs-iPad, Eis, Baguettes, Milch, Zucker und vielem mehr bestückt.

Nachdem alle Gäste bedient worden sind, räumen die Flugbegleiterinnen die Flugzeugküche auf und bereiten schon den nächsten Teil des Fluges vor – den Bordverkauf. In elf Kilometern Höhe bei über 800 km/h werden Uhren, Schmuck, Kosmetika und Süßigkeiten angeboten – ein Service, den viele Gäste gerne nutzen.

Prepare for Landing

Die rund zwei Stunden Flugzeit sind schnell vergangen und der Kapitän schaltet bereits die Anschnallzeichen ein. Dies ist das Zeichen für die Kabinencrew, die Kabine und die Küche zur Landung vorzubereiten. Währenddessen planen die beiden Piloten, in Absprache mit der Flugsicherung, ihren Anflug auf Mallorcas Landebahn „24 Links“.

Pilot im Cockpit TUI fly

Vorbereitung des Rückfluges im Cockpit: Die TUI fly Piloten sichten die Flugdaten im Bordcomputer und überprüfen die Instrumente

Von den beiden Piloten wird während des Anflugs und der Landung höchste Konzentration erfordert, da sie unter anderem zahlreiche Checklisten gegenlesen müssen und ebenso auf die anderen Flugzeuge achten, die sich im Anflug auf die Ferieninsel befinden. In Vorbereitung auf die Landung werden die Landeklappen – die sogenannten Slats und Flaps – ausgefahren, Landelichter eingeschaltet und das Fahrwerk ausgefahren.

Unmittelbar vor der Ankunft wird der Autopilot ausgeschaltet und die Landefreigabe durch den Tower erteilt. Wenig später setzt die D-ATUA auf Landebahn 24L auf, bremst mithilfe der aktivierten Schubumkehr und der Störklappen auf die Rollgeschwindigkeit herunter und rollt in Richtung Terminal. An der Parkposition 98, auf der unsere Boeing heute parkt, wartet bereits ein Team von Bodenabfertigern auf die Ankunft des Flugzeugs. Unmittelbar nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hat, werden die Triebwerke ausgeschaltet und der externe Bodenstrom angestellt. Die Ausladung des Gepäcks beginnt und auch die Gäste können über die angedockte Gangway das Flugzeug verlassen und ihren Urlaub beginnen.

FlugzeugbeladungTurnaround auf Mallorca

Kaum sind die Gäste von Bord, geht es für die Besatzung weiter. Yvonne ist „Chef de Cabine“ und somit die „leitende Flugbegleiterin“ an Bord. Sie überprüft die Ausweise des Reinigungspersonals auf ihre Gültigkeit und bereitet mit ihren Kolleginnen die iPads für den Rückflug vor. Der Kapitän gibt die Route nach Hannover ein, während First Officer Florian um das Flugzeug geht, um den Outside Check durchzuführen, der vor jedem Abflug nötig ist.

Nachtflug TUI fly Mallorca Hannover

Sky Interior: Die Innenraumbeleuchtung wird per Knopfdruck den Aussenlichtverhältnissen angepasst.

Keine 20 Minuten nach dem Aussteigen der letzten Gäste kommen schon die neuen Passagiere für ihren Rückflug nach Hannover an Bord. Wieder werden 188 Gäste begrüßt, Schwimmwesten für Babys verteilt, die Kabine zum Start vorbereitet und nach dem Start auf Runway 24R beginnt der Bordservice von neuem.

Beim Bordshop Verkauf fällt auf, dass viele Gäste den Service des „Shoppens über den Wolken“ nutzen, um ihren Abholern vom Flughafen noch ein Mitbringsel zu besorgen. Besonders beliebt sind die Flugzeuggummibärchen, verraten mir die Flugbegleiterinnen.
Auch dieser zweistündige Flug vergeht schnell und die Piloten verlassen nach rund eineinhalb Stunden die Reiseflughöhe von 38.000 Fuß (ungefähr 11,5 Kilometer) und besprechen die Details des Anflugs auf den Flughafen von Hannover.

Wenig später landet die etwa 40 Meter lange Boeing 737-800 an ihrem heutigen Zielort und rollt zu ihrer Parkposition. Da diesmal eine Außenposition für den Flug vorgesehen ist, verlassen die Gäste das Flugzeug über Treppen und werden in Bussen zum Terminal gebracht.

Zurück in Deutschland – Das Ende eines ganz normalen Arbeitstages

Nachdem alle Gäste ausgestiegen sind und verabschiedet wurden, vergewissern sich die Flugbegleiterinnen noch, dass an Bord niemand etwas zurückgelassen hat und kümmern sich um die Übergabedokumente für die nächste Crew. Die Kollegen warten bereits am Gate und werden das Flugzeug ebenfalls nach Mallorca und zurück begleiten.

Die Bilanz des Tages: 3.060 km, 375x „Willkommen an Bord“, 20 verteilte Kinderspielzeuge und 12 verkaufte Gummibärchentüten. Schon morgen geht es weiter: Für die beiden Piloten nach Marsa Alam in Ägypten und für Teile der Kabinencrew auf die Kanaren – weitere spannende Flüge mit neuen Kollegen, interessanten Begegnungen und vielen freundlichen Gästen.

Piloten_Messe

Die Recruitment-Messe „Pilot Expo“ am 22. und 23. Februar 2019 in Berlin

Hannover, 25. Februar 2019

  • Messe für Piloten und Kabinenbesatzungen
  • Aussteller, Trainingsanbieter und Dienstleister vor Ort
  • Fachvorträge für Jedermann
  • Party für Messebesucher

Am 22. und 23. Februar konnte auf der „Pilot Expo 2019“ in den Messehallen beim Berliner Funkturm auf 5.000 Quadratmetern die größte Rekrutierungs- und Ausbildungsmesse für Piloten und Kabinenbesatzungen in Europa bestaunt werden.

Vor Ort waren rund 100 Aussteller, die sich aus großen Fluggesellschaften aus der Region und der ganzen Welt zusammensetzten. Die TUI fly war auf der Pilot Expo mit eigenem Stand und mit Kollegen des fliegenden Personals vertreten. Auch Trainingsanbieter und Dienstleister, die für die Themenfelder Ausbildung und Rekrutierung zur Verfügung standen, waren hier anwesend.

Fachvorträge wurden sowohl für fertig ausgebildete „Aces“ als auch für „Future Pilots“ ausgelegt, damit trotz unterschiedlichem Wissenstand alle Fragen rund um die Arbeit im Cockpit eines Verkehrsflugzeuges sowohl von den Profis, als auch von den Jugendlichen beantwortet werden konnten.

Das Highlight am Freitagabend: Die große „Airliners“-Networking-Party, bei der alle Besucher die Möglichkeit bekamen, neue Kontakte zu knüpfen und die Experten in einer entspannten Atmosphäre kennen zu lernen. Der Star bei dieser Veranstaltung war ganz klar der Musiker Haddaway sowie viele andere namhafte Musikgruppen und DJs, die beim Publikum für ausgelassene Stimmung sorgten.

#askthepilot – 5 Fragen an einen Piloten

Da wir immer wieder interessante Fragen übers Fliegen von euch erhalten, haben wir uns gedacht: Wer könnte die Fragen besser beantworten, als ein richtiger Pilot? Also sind wir für euch in Zusammenarbeit mit dem Hannover Airport in einem Cockpit auf die Suche nach Antworten gegangen. In den folgenden Videos erfahrt ihr spannende Details von unserem TUI fly Piloten Jörg Westphal.

#askthepilot Teil 1:

Im ersten Teil unserer Serie wird die Frage geklärt, ob ein Flugzeug eine Hupe hat. Na, was meint ihr? Vorab können wir schon verraten: Ja, jedoch nicht im klassischen Sinne, wie ein Auto. Auch zum Stromausfall im Flugzeug, und ob der Pilot den Applaus der Passagiere nach der Landung im Cockpit überhaupt hört, erzählt Jörg einige interessante Dinge. Warum das Fliegen auch nach vielen Jahren Berufserfahrung noch etwas Besonderes für ihn ist, erfahrt ihr im ersten Teil von #askthepilot.

 

#askthepilot Teil 2:

Inwieweit wird der Pilot bei der Landung von der Technik unterstützt? Kennt ihr die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zwischen zwei Maschinen? Wisst ihr, was man unter Monotonie-Toleranz versteht und warum dies ein Einstellungskriterium für Piloten darstellt? All das erklärt euch unser Pilot Jörg im zweiten Teil von #askthepilot.

 

#askthepilot Teil 3:

Im dritten Teil unserer Serie erklärt euch TUI fly Pilot Jörg, was die verschiedenen Gefahrensignale – dem Piloten sagen und welchen Sitzplatz er  als Passagier bevorzugt. Zudem werden fachspezifische Fragen über das ACARS System usw. geklärt.

 

#askthepilot Teil 4:

Was denkt ihr – sieht ein Pilot oft bzw. besser Sternschnuppen? Und warum hat man eigentlich bei Start und Landung immer so einen Druck auf den Ohren? Und wie sieht es eigentlich mit der Treibstoffreserve aus – wie wird sie berechnet und wieviel ist vorgeschrieben? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr im 4. Teil von #askthepilot.

Beitragsbild: ©Flughafen Stuttgart GmbH – Tom König